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Bundesverband:kfd zur aktuellen Diskussion um „Lifestyle-Teilzeit“

Lucia Lagoda, stellv. Bundesvorsitzende kfd
„Der Vorstoß des Wirtschaftsflügels der CDU, Teilzeitarbeit als „Lifestyle-Entscheidung“ zu diskreditieren, verkennt die Lebensrealität vieler Frauen. - Statement von Lucia Lagoda, stv. kfd-Bundesvorsitzende
Datum:
Do. 29. Jan. 2026
Von:
Lucia Lagoda

„Der Vorstoß des Wirtschaftsflügels der CDU, Teilzeitarbeit als „Lifestyle-Entscheidung“ zu diskreditieren, verkennt die Lebensrealität vieler Frauen. Wer in Teilzeit arbeitet, tut dies in der Regel nicht aus Bequemlichkeit, sondern weil Betreuung, Pflege und Erwerbsarbeit unter den bestehenden Rahmenbedingungen kaum anders vereinbar sind.

Teilzeit bedeutet weniger Einkommen und geringere Rentenansprüche – das kann sich kaum eine Frau leisten, mit oder ohne Kinder. Seit Jahren weist die kfd auf die Ursachen hin: fehlende Kitaplätze – besonders für unter Dreijährige –, unzureichende Ganztagsbetreuung in Schulen, hohe unbezahlte Care-Arbeit und falsche steuerliche Anreize.

Statt den Druck auf Frauen weiter zu erhöhen, braucht es endlich bessere Strukturen für echte Wahlfreiheit. Besonders Alleinerziehende sind schon heute stark belastet. Eine Einschränkung von Teilzeit löst keine Probleme – sie verschärft sie.“