Pfarrei St. Cosmas und Damian Gau-Algesheim

Hubertus – Schutzpatron der Jagd

(c) Stefan Faust
Datum:
Di. 15. Nov. 2022
Von:
Wilfried Kasig

Nach dem wunderschönen Jahreskonzert des Christian-Erbach-Chores und seiner Mitwirkenden gab es bereits 1 Woche später an gleicher Stelle im Vorabendgottesdienst erneut ein nicht alltägliches Klangerlebnis: Das Jagdhornbläserchorps Kur-Mainz unter der Leitung von Hornmeister Peter Woehl gedachte mit der feierlichen Hubertusmesse des hl. Hubertus, des Schutzpatrons der Jäger, dessen Namenstag am 3. November gefeiert wird. Dieses Mal schmückten keine gespendeten Erntegaben den Altar, sondern ein imposantes Hirschgeweih.

Nicht die Orgel und der Gesang der Besucher gestalteten den musikalischen Teil des Gottesdienstes, diese Rolle übernahmen in diesem Gottesdienst die Jägerinnen und Jäger mit ihren Parforcehörnern. Der Klang ihrer weichen Instrumente stellte neben dem geistlichen auch ein konzertantes Erlebnis dar, das die Gottesdienstbesucher mit spontanem Beifall anerkannten und honorierten.

Nach einer Legende erblickte der hl. Hubertus auf einem Jagdausflug ein leuchtendes Kreuz zwischen den Geweihstangen eines kapitalen Hirsches. Er wollte schon den Bolzen nach dem Tier abdrücken, blieb aber plötzlich stehen, hielt inne, kehrte in sich und drückte nicht ab, sondern widmete das Leben dieses Geschöpfes Gott. So wird in der Literatur auch der Grundgedanke der Hubertusmesse umschrieben.

In seiner Predigt griff Diakon Stefan Faust, selbst leidenschaftlicher Waidmann, den Bezug zur Jagd auf. Bei der Jagd entnimmt der Jäger Mitgeschöpfe aus der Natur, indem er jagt und sie erlegt. Zum Jagen gehören auch Demut und Wehmut, wie es im Spruch von Oskar von Riesenthal heißt: „Es ist des Jägers Ehrenschild, dass er beschützt und hegt sein Wild, waidmännisch jagt wie sich`s gehört, den Schöpfer im Geschöpfe ehrt“.

 

Text: Rainer Reitz – Foto: Stefan Faust