Kleiderkammer

Kleiderkammer der Pfarrei St. Cosmas und St. Damian

Langgasse 22, Haus Doré, Eingang Turm

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  • Kleiderausgabe jeden Mittwoch von 18.30-19.00 Uhr
  • Kleiderannahme jeden Mittwoch von 19.00-20.00 Uhr

Während der Schulferien bleibt die Kleiderkammer geschlossen.

Die Kleiderkammer führt Kleidung, Schuhe, Taschen, Schals für Groß und Klein von 0 bis 99 Jahren.

  

Die Kleiderkammer in neuen Räumen und mit neuer Leitung 

Im Zuge des Neubaus des Familienzentrums zieht außer dem Kindergarten noch eine weitere Gau­Algesheimer Institution um: die Kleiderkammer.
Viele Jahre in den bewährten Händen von Hildegard Becker wird sie ins Haus Doré (Langgasse 2) verlagert, wo Franz Mayer dankenswerterweise Räume unterm Dach zur Verfügung stellt. Ulla Mayer-­Jouaux hat die Leitung der etwa 15 Helferinnen übernommen.

 

Jeden Mittwoch von 19.30 bis 20.30 Uhr kann dort brauch- bare Kleidung für Kinder und Erwachsene abgegeben werden. Jeweils 6 bis 8 Frauen sortieren die Spenden. Verschmutzte oder kaputte Stücke können leider nicht ver- wendet werden und werden entsorgt. Brauchbares, das zur Jahreszeit passt, wird sofort in die jeweiligen Regale einsortiert, die sich nun langsam zu füllen beginnen. Nach dem „leeren" Umzug aus dem Kindergarten wird der Kleidungsbestand neu aufgebaut, so dass im Juni das erste Mal Kleider ausgegeben werden können. Ab dann wird jeden ersten Mittwoch im Monat (außer in den Schulferien) von 18 bis 19.30 Uhr die Kleiderausgabe stattfinden.

Brauchbare Kleidung außerhalb der Saison wird, da keine Lagermöglichkeit vorhanden ist, in Abstimmung mit der Caritas nach Rumänien verschickt. Außerdem erhält ein Kinderheim in Lasky (Polen) regelmäßig Spenden, die häufig mit herzlichen Dankesschreiben der Kinder beantwortet werden. Die Versandkosten für diese Transporte werden aus einem Teil der Weihnachtsmarkteinnahmen finanziert. Derzeit sind natürlich Flüchtlingsfamilien die Hauptkunden, aber eigentlich steht die Einrichtung allen Einwohnern kostenfrei zur Verfügung. Allerdings überlegen die Helferinnen, ob es sinnvoll ist, einen Obolus von 1 Euro pro Besuch zu erheben. Ziel ist, „dass der Besuch hier von den Kunden auch mehr wertgeschätzt wird." Ein Problem ist tatsächlich, dass die Regale nach den Abgabeabenden häufig ziemlich durcheinander sind, wenn Kleidungsstücke begutachtet und nicht wieder an den gleichen Platz oder achtlos zurückge- räumt werden.

Wer spenden möchte: Spielzeug, Kinderwagen, Laufställe und so weiter sind besser bei der Verbandsgemeinde aufgehoben. Juǰa Wingenter nimmt mittwochs ab 18 Uhr Hausrat entgegen, um ankommende Flüchtlingsfamilien fürs Erste auszustatten. Die beiden Einrichtungen arbeiten Hand in Hand: Bettwäsche und Handtücher werden bei Bedarf in die VG gebracht. Umgekehrt werden bedürftige Familien auch schon mal außerplanmäßig eingekleidet.

Gaby Hessel erinnert sich an eine Familie, die während der Weihnachtsferien ankam: "Sie haben nur das Notwendigste an Kleidung bei sich, und die war viel zu dünn für die Jahreszeit." In einer solchen Situation helfen zu können, macht auch die Helfer froh, denn an die Dankbarkeit der Menschen denken sie gerne zurück.

Woran erinnern sich die Frauen außerdem gerne? Frau Marianne Koch berichtet, dass sie vor Jahren über einen Umweg zur Kleiderkammer kam. Damals gab es jährlich am Patronatsfest eine Modenschau mit gespendeter Kleidung, was jedes Mal ein großer Spaß für Zuschauer und Beteiligte war. „Ich wurde gefragt, ob ich als Model mitlaufen möchte, und so bin ich hängengeblieben." Vielleicht wird diese Tradition noch einmal wiederbelebt?

Text und Foto: Verena Große Liesner

Das Team der Kleiderkammer (c) kleiderkammer