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Predigten von Pfarrer Erik Wehner

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"Der paulinische „Philipperhymnus“ (Philipper2,5-11, 2. Lesung vom Festtag) entfaltet eine christliche Theologie des Kreuzes: Der Hinabstieg des Gott-Sohnes in alle Niederungen irdischen Daseins bis zum Kreuz - und seine Erhöhung in der Auferstehung: Eine Solidaritätserklärung Gottes an den Menschen. Eine Grundbotschaft christlichen Glaubens. Das Kreuz-Zeichen ist nicht ohne weiteres zu verstehen, ein scheinbar paradoxes Zeichen. Immer schon war das Kreuz ein Symbol, das Irritation und Anstoß hervorgerufen, aber mehr noch Hoffnung und Trost verkörpert hat.

Wenn Menschen am Karfreitag das Kreuz verehren, dann vertrauen sie darauf, dass dieser Christus die Themen ihres Lebens, ihre Sorgen und Leiden verstehen kann, und verbinden dies zugleich mit einer österlichen Hoffnung, die ins Zentrum unseres Glaubens führt, in dem das Kreuz vom Zeichen des Leidens und Todes zum Zeichen des Lebens geworden ist.

aus: Predigt am 14.9.2025 in St. Bonifatius Gießen zum Fest der Kreuzerhöhung, Festgottesdienst: 10 Jahre Eule-Orgel (41 Register,  3 Manuale und Pedal) von Pfarrer Erik Wehner, Leitender Pfarrer der Pfarrei St. Bonifatius Gießen