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„Gemeinsam für mutigere Reformen!“

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Aufruf katholischer Reformkräfte zum Katholikentag 2026 in Würzburg
Datum:
Mo. 11. Mai 2026
Von:
Eva Reuter (red)

Düsseldorf, 11. Mai 2026. Mit dem Aufruf „Gemeinsam für mutigere Reformen!“ formulieren 30 katholische Organisationen kirchliche und gesellschaftliche Handlungsfelder, die das Leitwort „Habt Mut, steht auf!“ des Würzburger Katholikentages konkret werden lassen. In dem Aufruf heißt es: Wir setzen uns ein für eine Kirche, die Teilhabe und Demokratie ernstnimmt. Wir setzen uns ein für die dringend notwendige Erneuerung aller kirchlichen Dienst und Leitungs-Strukturen, damit lebendige Gemeinden glaubwürdig zum solidarischen Engagement befähigen können. Gefordert wird die Bekämpfung der Ursachen sexualisierter und geistlicher Gewalt sowie deren Vertuschung. Ermutigt wird zu einem neuen Aufbruch des 1983 begonnenen Konziliaren Prozesses „Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung“. Angesichts der großen Herausforderungen und Umwälzungen, in denen unsere Kirche und unsere Gesellschaft stehen, braucht es mutige Reformen in allen Bereichen und auf allen Ebenen. Dies kann nur gemeinsam und solidarisch geschehen.

Zu den 30 unterzeichnenden Reformkräften zählen Betroffeneninitiativen sexualisierter und geistlicher Gewalt, katholische Verbände und kirchliche Reformgruppen, die sich als Sprachrohr für die große Mehrheit der Katholikinnen und Katholiken in Deutschland sehen, die sich um der Zukunft der Kirche willen für Reformen engagieren. Laut Kirchenmitgliedschaftsuntersuchung (KMU 2023) halten 96 Prozent der Befragten Katholikinnen und Katholiken tiefgreifende Reformen in der römisch-katholischen Kirche für dringend notwendig.

Initiiert wurde der Aufruf von der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd), dem Katholischen Deutschen Frauenbund (KDFB) und der KirchenVolksBewegung Wir sind Kirche.

Der Aufruf beinhaltet auch die Einladung zur Menschenkette „Ich will, dass Du bist...“ für Geschlechtergerechtigkeit in der katholischen Kirche. Die Menschenkette beginnt am Freitag, 15. Mai 2026 um 15 Uhr (nach dem ökumenischen Frauengottesdienst im Dom) und soll vom Würzburger Kilians-Dom bis zur Augustinerkirche reichen aus.

Hier geht es zum Aufruf der Reformkräfte.

 

Unterzeichnende Reformkräfte

Wir Reformkräfte (Betroffeneninitiativen sexualisierter und geistlicher Gewalt, katholische Verbände und kirchliche Reformgruppen) sehen uns als Sprachrohr für die große Mehrheit der Katholikinnen und Katholiken in Deutschland, die sich um der Zukunft der Kirche willen für Reformen engagieren. Laut Kirchenmitgliedschaftsuntersuchung (KMU 2023) halten 96 Prozent der Befragten tiefgreifende Reformen in der römisch-katholischen Kirche für dringend notwendig.

  1. AGR – Aktionsgemeinschaft Rottenburg (Klaus Kempter)
  2. Bundesverband der Gemeindereferent*innen (Sarah Henschke und Thorsten Tauch für den Vorstand) 
  3. FrauenKirchOrt St. Magdalenen Hildesheim (Martina Manegold-Strobach)
  4. Frauenwürde e.V. (Annegret Laakmann)
  5. Freckenhorster Kreis (Ludger Ernsting)
  6. Gemeindeinitiative.org (Paul-G. Ulbrich)
  7. Initiative Münchner Kreis (Klaus Fabian, Dr. Franz Hauber, Ulrike Leininger)
  8. Initiative Sauerteig (Rosi Mittermeier)
  9. Initiativgruppe vom Zölibat betroffener Frauen (Stefanie Eisele)
  10. Katholische Hochschulgemeinde Würzburg (Burkhard Hose)
  11. Katholisches LSBT+ Komitee (Hendrik Johannemann)
  12. KDFB – Katholischer Deutscher Frauenbund (Dr. Ute Zeilmann)
  13. kfd – Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (Ulrike Göken-Huismann)
  14. KLB – katholischer Verband für die Menschen im ländlichen Raum (Bettina Locklair)
  15. Laienverantwortung Regensburg e.V., eine Vereinigung von Gläubigen nach CIC can. 215 (Prof. Dr. Johannes Grabmeier)
  16. Leserinitiative Publik-Forum (Pfr. Hans-Jürgen Günther)
  17. MagdalenaGo (Marieluise Gallinat-Schneider)
  18. Maria 2.0 Deutschland (Altfrid Norpoth)
  19. meinGottdiskriminiertnicht (Lisa Baumeister)
  20. Netzwerk Diakonat der Frau (Dr. Jutta Mader-Schömer)
  21. Ökumenische Arbeitsgruppe Homosexuelle und Kirche e.V. (Steffen Schille)
  22. OrdensFrauen für MenschenWürde (Sr. Susanne Schneider MC)
  23. #outinchurch (Jens Ehebrecht-Zumsande)
  24. Pax Christi Bundesvorstand (Dr. Norbert Fabian)
  25. Pfarrerinitiative Deutschland (Max Stetter)
  26. Priester im Dialog (Dr. Edgar Büttner)
  27. pro concilio (Dr. Martin Schockenhoff)
  28. Regenbogenforum (Wolfgang Perlák)
  29. Synodal in Augsburg (Uli Spindler für das Koordinationsteam)
  30. Wir sind Kirche (Konrad Mundo)

Unterstützt wird dieser Aufruf auch von der Betroffeneninitiative „Eckiger Tisch“ (Matthias Katsch)