Chancen von christlichen Frauen in Pakistan durch Ausbildung verbessen

AK Soziales der kath. Kirchengemeinde zeigt Solidarität"

Gottesdienst 21.11.2020 Projekt Lahore (c) AK Soziales M. Biondino
Gottesdienst 21.11.2020 Projekt Lahore
Datum:
So. 22. Nov. 2020
Von:
AK Soziales, M. Biondino

Christen in Pakistan sind eine kleine Minderheit unter den mehr als 200 Millionen Einwohnern. Der Islam ist Staatsreligion, zu der sich 96 Prozent der Bevölkerung bekennen. Nur 2,8 Millionen sind Christen, davon etwa eine Millionen Katholiken. Pakistan zählt für Christen zu den fünf gefährlichsten Ländern der Welt. Weltweite Aufmerksamkeit erfuhr der Fall von Asia Noreen Bibi, einer pakistanische Katholikin, die wegen angeblicher Gotteslästerung als erste Frau in der Geschichte des Landes wegen Gotteslästerung zum Tode verurteilt und erst nach weltenweiter Empörung und Engagement 2019 freigesprochen wurde und nun in Kanada lebt .

Christen gehören zu den Ärmsten und Ausgegrenzten des Landes und leben hauptsächlich in ländlichen Dörfern. Für gewöhnlich verrichten sie schlecht bezahlte Arbeiten, oft mit einem Monatslohn von weniger als 100 Euro. Ursache ist auch ein Mangel an einer guten Schulbildung. Ist eine fundierte Ausbildung für junge christliche Männer schon mühsam und aufwendig, ist es für Mädchen und Frauen nochmal schwieriger. Christliche Frauen und Mädchen werden in der pakistanischen Gesellschaft oft an den Rand gedrängt und geringgeschätzt.

Pater Christoph Heinemann vom Orden der Oblaten (OMI), der mit seinen Mitbrüdern bei Bedarf Pfarrer Franz-Josef Berbner vertritt, berichtet in einem Gottesdienst am 21.11.2020 vom Projekt „College de Mazenod“ des Ordens in Lahore, der mit über 11 Millionen Einwohnern zweitgrößten Stadt Pakistans. Hier entsteht für junge Frauen eine Ausbildungsmöglichkeit in Pflege- und Sozialberufen. Nach dem Besuch der Grund- oder Volksschule haben die Frauen aus den christlichen Wohnviertel der Stadt kaum die Möglichkeit entsprechende weiterführende Schulen zu besuchen. Den meisten Familien ist eine solche Ausbildung finanziell nicht möglich. Das „College de Mazenod“, das nach dem aus der französischen Provence stammenden Ordensgründer Eugen de Mazenod benannt ist, richtet sich an diese jungen christlichen Frauen. Sie sollen hier einen Beruf erlernen und so ein eigenes Auskommen und Selbstständigkeit erreichen können. 

Der Arbeitskreis Soziales der Pfarrei Herz-Jesu Kelsterbach, unterstützt das Projekt seit längerem. So wurden die Einnahmen aus dem letzten Solidaritätsessen für die Baukosten, die sich auf rund 200.000 € belaufen, zur Verfügung gestellt. Pater Heinemann verweis in seiner Predigt, dass diese Unterstützung und die Arbeit des AK Soziales die konkrete Antwort auf die Frage ist, wo wir als Katholiken in Bedürftigen Christus erkennen und helfen. Es sei aber auch für uns hier in Deutschland beeindruckend, wie die Christen in Pakistan trotz Nachteile und Repressionen einem unfreundlichen Umfeld auf Christus vertrauen und ihren Glauben überzeugend leben. 

Wer das Projekt unterstützen möchte findet nachstehned die Bankverbindung des Oblaten Klosters oder kann sich an das Pfarrbüro der Gemeinde (Tel. 06107/3050) wenden. 

Kontakt: Missionsprokur der Oblatenmissionare, Vennweg 6, 46325 Borken-Burlo
info@missionshilfe.de


Spendenkonto: Stichwort „Pakistan“, VR-Bank Westmünsterland
IBAN DE30428613870003144801