Schmuckband Kreuzgang

Impuls am 4. Fastensonntag

So 22. Mär 2020
M. Luft-Weber

Die momentane Situation ist nicht für alle leicht. Sie belastet. Beruflich wie auch privat.
Eigene Emotionen und die der anderen müssen ausgehalten und getragen werden. Wir sind
ein Spiegelbild unserer Gesellschaft. Viele müssen das Durchleben, was wir gerade auch
erleben: die Einschränkungen, nicht mehr überall hinzugehen, um z.B. ein Eis zu essen oder
auf den Spielplatz zu gehen, Freunde treffen oder sich gegenseitig in den Arm zu nehmen.
Was mich gerade dankbar macht ist die Tatsache, dass noch niemand aus meiner Familie
und dem Freundeskreis an Covid-19 erkrankt ist und wir friedlich an einem Tisch sitzen
können. Das wir fließend Wasser haben und Strom, damit wir uns digital vernetzen können.
Mit diesem einfachen Zusammensein, mit uns selbst und den anderen, sind wir überfordert.
So überfordert, dass mir folgendes Gebet von Reinhold Niebuhr auf meiner Tasse wieder
aufgefallen ist:
„Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut,
Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu
unterscheiden.“