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Betriebsseelsorge Südhessen / Rheinmain:Insolvenzdesaster auf Kosten der Beschäftigten

Galeria 2026
Betriebsseelsorge solidarisiert sich erneut mit den Beschäftigten der Warenhauskette Galeria.
Datum:
8. Okt. 2026
Von:
Eileen Hirsch

Es ist ein Desaster, vor allem für die Beschäftigten:  Zum vierten Mal innerhalb von sechs Jahren hat die Warenhauskette Galeria am 2. Oktober 2026 einen Insolvenzantrag gestellt. Die letzte Insolvenz – mit großen Versprechen und schmerzlichen Einschnitten - liegt gerade mal zwei Jahre zurück. Standorte wurden geschlossen, etliche haben nach jahrzehntelanger Zugehörigkeit ihren Arbeitsplatz verloren, alle haben in den letzten Jahren durch die fehlende Tarifbindung auf Lohn verzichtet. Die bittere Erfahrung und der Kampf um den Arbeitsplatz stecken vielen noch bis heute in den Knochen.

Nun bangen die, deren Filialen erhalten wurden, erneut um ihre Existenz und machen das Desaster der Insolvenz zum wiederholten Mal durch. Der Ausgang derzeit ist völlig offen.

Erneut geht es für sie um alles: um den Erhalt des eigenen Arbeitsplatzes, um den Erhalt des Standortes. Und es geht sogar um noch mehr, nämlich um den Lohn für ihre jetzigen Arbeit, die sie jeden Tag tun. Denn unklar ist auch, ob das Insolvenzgeld fließen wird.

Die neue verschärfte Insolvenzlage ist für die Beschäftigten wieder ein heftiger Schlag ins Gesicht.

Es herrscht große Unsicherheit, ob man am Ende des Monats noch finanziell über die Runden kommt. Diese mischt sich mit maximalem Frust und dem Ärger über Firmenpolitik mit offensichtlich jahrelangem Fehlmanagement.

Die Last liegt auf denen, die Tag für Tag den Betrieb in den Filialen aufrechterhalten, und dies nicht selten in Minimalbesetzung.

Ihnen allen gilt unser höchster Respekt.

Als Betriebsseelsorge stehen wir solidarisch an ihrer Seite und bieten ihnen – wie auch in den vergangenen Jahren - unsere Unterstützung an.