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Gedanke der Woche zu Allerheiligen:Das Gute eines Menschen auch im Alltag mehr ins Zentrum setzen!

GV Lang Gedanke der Woche zum 1 Nov 2026
Wir haben uns angewöhnt, dass wir miteinander kritisch umgehen müssen und das ist auch nicht verkehrt. Aber ich glaube, dass dabei der Blick auf die positiven Seiten, die Fähigkeiten, das Gute, doch auch manchmal ein bisschen aus dem Blick gerät.
Datum:
30. Okt. 2026
Von:
Dr. Sebastian Lang

Diese Woche habe ich mal wieder beerdigt. Das kommt ja, wenn man die Bischöfliche Verwaltung leitet, nicht so häufig vor.

Und mir ist aufgefallen, wie sehr das einen Perspektivwechsel bedeutet, wenn man über den verstorbenen Menschen spricht, dass man die guten Seiten hervorhebt. Dass man lobt, dass man würdigt, dass man vielleicht auch Dinge pointiert positiver ausdrückt, als sie vielleicht waren. Ich weiß es gar nicht, ob das in diesem Fall so war, aber das mag schon mal vorkommen bei einer Beerdigung, wenn man Dinge auch griffig in Worte packen muss.

Und mir ist das, glaube ich, deshalb besonders aufgefallen, weil ich das ja sonst nicht so häufig tue. Aber weil das eben in unserer Gesellschaft sonst gar nicht so vorkommt. Wir haben uns angewöhnt, dass wir miteinander kritisch umgehen müssen und das ist auch nicht verkehrt. Aber ich glaube, dass dabei der Blick auf die positiven Seiten, die Fähigkeiten, das Gute, doch auch manchmal ein bisschen aus dem Blick gerät. Das ist schon bedenkenswert.

Wir feiern Allerheiligen an diesem Wochenende, wo es um Menschen geht, die wir besonders verehren als Vorbilder und wo wir sicherlich auch oft das Gute eher ins Zentrum setzen, als das Schlechte. Vielleicht eine Anregung für meinen alltäglichen Umgang.