Das Wappenschild ist in drei Felder gespalten. Die verschiedenen Elemente symbolisieren die Identität und Beheimatung von Weihbischof Pottackal. Das heraldisch rechte Feld (für den Betrachter links) zeigt ein Speichenrad auf rotem Grund. Darunter ist der Buchstabe A für Alpha in der Malayalam-Schrift dargestellt. Durch das Mainzer Wappenrad und die rote Farbe ist der Bezug zur Stadt Mainz dargestellt. Im heraldisch linken Feld (für den Betrachter rechts) sind auf grünem Grund zwei Engelsflügel und der Buchstabe O für Omega, ebenfalls in Malayalam-Schrift, zu sehen. Die Darstellung des Alpha und Omega in der Malayalam Schrift, stellt einen Bezug zur indischen Heimat und der Region Kerala her, aus dem der Weihbischof stammt.
Das Mainzer Rad ist die traditionelle Wappenfigur des Bistums Mainz und normalerweise dem Diözesanbischof vorbehalten. Bischof Peter Kohlgraf hat der Verwendung des Mainzer Rades im Wappen des Weihbischofs zugestimmt.
Die Engelsflügel verweisen auf den Taufnamen Mathai von P. Joshy Pottackal. Sie stehen für den geflügelten Menschen, der in der christlichen Ikonographie den Evangelisten Matthäus symbolisiert. Der grüne Hintergrund wurde als Reminiszenz an die üppige Natur im indischen Bundesstaat Kerala gewählt.
Die beiden zuvor beschriebenen Felder werden durch eine eingebogene silberne Spitze gespalten, die symbolhaft den Berg Karmel, den Weinberg Gottes, darstellen. In diesem Feld sind drei sechszackige schwarze Sterne enthalten, die dem Wappen des Karmeliterordens entlehnt sind. Hierdurch wird der Bezug zum Karmeliterorden hergestellt, dem Weihbischof Pottackal weiterhin angehört und in dem er spirituell verwurzelt ist.
Dem Wappenschild zugehörig sind das schlicht gehaltene goldene Kreuz sowie ein Schriftband mit dem Wahlspruch von Weihbischof Pottackal „Durch Vertrauen geführt“ nach Psalm 37, 5. Das Wappen ist umrahmt von einem grünen Pontifikalhut mit beidseitig je sechs an grünen Schnüren herabhängenden Quasten, die den Wappenträger als Bischof ausweisen.
Von den ersten Skizzen von Andrea Döbler bis hin zur Erstellung der Grafikdateien durch Tanja Labs wurde das Wappen in enger Abstimmung mit Weihbischof Pottackal in einem mehrwöchigen Prozess entwickelt, an dem neben der Heraldiker Dieter Linder, Heribert Staufer für die erste Gestaltung auch Andreas Ständer und Nathalie Greifenstein für die Koordination und Beratung beteiligt waren.




