Kinderabenteuerland

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Fr 29. Nov 2019
Dominic Gilbert

Im September hatte die Gemeinde St. Franziskus von Assisi die Ordensschwester Teresa Zukic zu Gast. Bekannt wurde sie durch ein Foto auf einem Skateboard. Schwester Teresa kam vor einigen Jahren in eine Gemeinde als pastorale Mitarbeiterin und stellte dort fest, dass die Kindergottesdienste nur mäßig besucht waren. Sie recherchierte und fand eine Gemeinde in Amerika, die ein Konzept entwickelt hat, das Kinder anspricht. So reiste sie mit Ehrenamtlichen nach Amerika und schaute sich die Sache vor Ort an. Was die Gruppe vorfand waren Kindergottesdienste mit vielen Kindern und Eltern. Sie reisten zurück, erzählten in ihrer Gemeinde von dem Erlebten und …beteten. Sie beteten darum, mit diesem Konzept auch in Deutschland etwas bewirken zu können. Kurz gefasst: Dem
Gottesdienst wird eine „Spielstraße“ vorgeschaltet. So kommen die Kinder bereits eine halbe Stunde vor Gottesdienstbeginn in der angrenzenden Schule zusammen, Familien bekommen Kaffee und Kuchen und die Kinder können an vielen unterschiedlichen Stationen spielen. Irgendwann ruft ein Kind durch das Megaphon, dass der Gottesdienst beginnt und die Kinder gehen in die Kirche. Die Kinder wer-den in die Abläufe eingebunden.
Schwester Teresa brachte mit einer großen Gruppe engagierter Mitarbeiter/innen
dieses Konzept in ihre Gemeinde, bewarb dieses gut in Kindergärten und Schulen und so kamen zum ersten Gottesdienst und ja, sie lesen richtig, 500 Kinder. Das Konzept ging auf. Nun ist sie mit ihrer Mitschwester und einem Priester in einer neuen Pfarrei, konnte die Menschen vor Ort wieder hierfür gewinnen und auch dort läuft das Angebot sehr gut.
So habe ich mir mit meiner Frau den ersten Gottesdienst der neuen „Kinderabenteuerlandstaffel“ in einem kleinen Ort „Großenseebach“ bei Nürnberg angeschaut. Und es war wie ein Wunder. Nach und nach kamen 140 Kinder mit ihren Eltern zur Spielstraße und dann in die Kirche. Viele Aufgaben im Gottesdienst wurden von Kindern übernommen, die Musik war kindgerecht, es wurde getanzt und dreiviertel der Kirche war gefüllt mit Kindern. Schwester Teresa missioniert mit diesem Konzept durch Deutschland, an vielen Orten wird das „Kinderabenteuerland“ mittlerweile umgesetzt und es funktioniert. Wir planen nun auch bei uns im Dekanat des Projekt „Kinderabenteuerland zu etablieren. Hierzu wollen wir in den Gemeinden dafür werben und dann mit einer Gruppe nach Nürnberg fahren. Manches muss man einfach selbst erleben!
Für die Umsetzung eines solchen Konzeptes braucht man natürlich „Manpower“ - ideal wäre ein Gruppe von etwa 25 Personen. Jeder kann sich mit seinen persönlichen Talenten und Fähigkeiten einbringen. Neugierig geworden? Lust zum Mitmachen?
Dann melden sich bei mir:
Dominic Gilbert dekanatsreferent@kath-dekanat-mainz-sued.de oder 06136/915915.