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Mainzer Bistumsnachrichten Nr. 15/2026

Mainz, 6. September 2026: Das Mainzer Dom- und Diözesanmuseum befindet sich im Kreuzgang des Mainzer Domes.
Datum:
Mi. 23. Sept. 2026
Von:
hoff (MBN)

In der aktuellen Ausgabe mit der Sitzung der Diözesanversammlung, Bischof Kohlgraf beim Hildegardfest in Rüdesheim, dem Spitzentreffen der hessischen Landesregierung mit Vertreterinnen und Vertretern der katholischen und evangelischen Kirchen, der Bevollmächtigten Rieth bei einer Wander-Ausstellung zum Thema Missbrauch in Alzey, einem Gesprächsabend mit Ministerpräsident a.D. Dr. Reiner Haseloff im Erbacher Hof, der Gründung des Vereins „Kirchen auf der BUGA 2029“, Glückwünschen von Bischof Kohlgraf zum 100. Geburtstag von Kirchenrechtler Prof. Dr. Georg May, dem Thema „Bistum Mainz feiert Schöpfungszeit“ (1.9.-4.10.), Firmbewerber*innen bei einem Begegnungstag in Mainz, und der Führung „1.000 Jahre in 60 Minuten“ im Mainzer Dom- und Diözesanmuseum.

Demokratie stärken – aus christlicher Zuversicht

Mainz, 12. September 2026: Generalvikar Dr. Sebastian Lang im Gespräch bei der Diözesanversammlung.

Jährliche Sitzung der Diözesanversammlung im Erbacher Hof

Mainz. Die Diözesanversammlung des Bistums Mainz hat bei ihrem Treffen am Samstag, 12. September, mit Blick auf die Wahlen in Sachsen-Anhalt eine Erklärung zum Thema „Demokratie stärken – aus christlicher Zuversicht“ verabschiedet. Mit der Beschlussfassung beauftragt die Diözesanversammlung die AG „Demokratie fördern - dem Extremismus widerstehen“ des Rates der Katholikinnen und Katholiken im Bistum Mainz dazu, eine „praxisnahe Handreichung“ für das Bistum mit Anregungen „für Begegnung, Dialog und demokratische Teilhabe“ zu erarbeiten.

Der Text unter der Überschrift Demokratie stärken – aus christlicher Zuversicht“ wurde einstimmig bei acht Enthaltungen verabschiedet und hat folgenden Wortlaut:

„Angesichts der Wahlen in Sachsen-Anhalt und der gesellschaftlichen Entwicklung in unserem Land bekennen wir uns als Diözesanversammlung des Bistums Mainz aus unserem christlichen Menschenbild heraus zu einer demokratischen, vielfältigen und toleranten Gesellschaft.

Wir wollen die Stärken und positiven Seiten unserer Demokratie sichtbar machen und aus einer Haltung der Zuversicht über unser Land sprechen.

Pfarreien, Verbände und Kirchorte sollen Räume für Begegnung, Dialog und demokratische Erfahrungen sein. Dabei sollen auch Kritik und Enttäuschungen ernst genommen und Wege zu mehr Vertrauen und demokratischer Teilhabe eröffnet werden.

Die Diözesanversammlung bittet die AG ,Demokratie fördern - dem Extremismus widerstehenʼ, hierfür gemeinsam mit weiteren Mitgliedern der Diözesanversammlung eine praxisnahe Handreichung zu entwickeln, die Pfarreien, Verbänden und Kirchorten konkrete Anregungen für Begegnung, Dialog und demokratische Teilhabe gibt.“

Bereits zum Auftakt der Diözesanversammlung am Freitagabend, 11. September, hatte sich das Gremium dem Thema gewidmet. Nach einem Impuls von Hildegard Eckert, Sprecherin des Rats der Katholikinnen und Katholiken und Mitglied der AG „Demokratie fördern - dem Extremismus widerstehen“, setzten sich die Delegierten mit der Frage auseinander: „Was können wir gemeinsam im Bistum Mainz tun, damit Demokratie lebendig bleibt und Extremismus keinen Raum gewinnt?“ Nach einem „Synodalen Gespräch im Geist“ wurden zahlreiche Gedanken zu der Frage zusammengetragen und diskutiert, die dann in den Beschlusstext am Samstag mündeten.

 

Die sechs Sachausschüsse setzen ihre Arbeit fort

Außerdem hat das Gremium einstimmig beschlossen, dass die zunächst auf zwei Jahre eingerichteten Sachausschüsse auch die kommenden zwei Jahre der Legislaturperiode ihre Arbeit fortsetzen. Die thematische Arbeit der Diözesanversammlung erfolgt in den folgenden Sachausschüssen: „Kommunikation“, „Sozialpastoral“, Synodalität“, Kirchententwicklung“, Klimaschutz/Globale Beziehungen“ und „Ökumene“. Vertreter aller Sachausschüsse stellten in der Versammlung ihre bisherige Arbeit vor.

 

Umsetzung der revidierten Fassung der „Charta oecumenica“ im Bistum

Mit Blick auf die Ratifizierung der revidierten Fassung der „Charta oecumenica“, die am Dienstag, 15. September, in Berlin erfolgen wird, bildete die Ökumene einen Schwerpunkt des Treffens am Samstagvormittag. Die Ratifizierung findet auf Bundesebene in der Berliner St. Hedwigs-Kathedrale mit den Mitgliedskirchen der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) statt.

Der Dekan des evangelischen Dekanates Mainz, Andreas Klodt, stellte zusammen mit dem Ökumenereferenten des Bistums, Dr. Leandro Fontana, wesentliche Aspekte der revidierten Fassung vor. Fontana machte deutlich, dass die „Charta oecumenica“ einen Konsens auf europäischer Ebene bedeute und wegen der über 100 Beteiligten auch als Kompromisstext verstanden werden müsse. „Die ,Charta oecumenicaʼ ist eine gemeinsame Selbstverpflichtung europäischer Kirchen, die Einheit der Christen zu fördern und gemeinsam Verantwortung für Kirche, Gesellschaft und die Mitgestaltung Europas zu übernehmen“, sagte Fontana. Wesentliche Handlungsfelder sind darin: „nach Frieden und Versöhnung streben“, „die Schöpfung bewahren“, „mit Migranten, Flüchtlingen und Vertriebene unterwegs sein“ und sich „mit neuen Technologien auseinandersetzen“.

Bernd Lülsdorf, Regionalreferent der Region Südhessen im Bistum Mainz, regte die Delegierten anschließend mit der Arbeitsmethode „Liberating Structures“ dazu an, Möglichkeiten der Umsetzung der „Charta oecumenica“ vor Ort zu diskutieren und konkrete Ziele für sich zu benennen. Am Samstagvormittag hatte die Präses der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN), Dr. Birgit Pfeiffer, ein Grußwort zu den Delegierten gesprochen. 

 

Martinusempfang wird künftig Ehrenamt im Bistum Mainz würdigen

Der Mainzer Bischof Peter Kohlgraf hatte am Samstagvormittag das „flächendeckend, gute ökumenische Miteinander“, gewürdigt, das er im Bistum erlebe. Und weiter: „In manchen Fragen können wir dieses Miteinander sicher noch intensivieren. Gerade wenn wir gemeinsame ökumenische Texte veröffentlichen, haben diese dadurch ein größeres Gewicht.“ Bischof Kohlgraf wies im Laufe der Sitzung außerdem auf die geplanten Veränderungen beim jährlichen Martinusempfang des Bistums Mainz hin: „Wir wollen zu diesem Termin künftig unsere Wertschätzung und Anerkennung für das Ehrenamt in unserem Bistum zum Ausdruck bringen.“ Jeweils aus einer der vier Regionen des Bistums sollen künftig Ehrenamtliche zur Begegnung nach Mainz eingeladen werden, sagte Kohlgraf. In diesem Jahr findet der Martinusempfang am Sonntag, 15. November, statt. Die nächste Sitzung der Dizözesanversammlung im Bistum Mainz ist für Freitag/Samstag, 10./11. September 2027, terminiert.

 

Stichwort: Diözesanversammlung

Die Diözesanversammlung des Bistums Mainz tritt in der Regel einmal im Jahr zusammen. Sie gilt als „kleine Synode des Bistums“ mit seinen rund 580.000 Katholiken. Ihr gehören rund 120 Mitglieder an. Sie setzt sich unter dem Vorsitz des Bischofs aus den diözesanen Räten (Priesterrat, Rat der Katholikinnen und Katholiken und Delegierten der Konferenz der Leiter der Pastoralräume) und den Vertretern der Bistumsleitung zusammen. Hinzu kommen Vertreter der Orden, der Ständigen Diakone, der Pastoralreferentinnen und -referenten, der Gemeindereferentinnen und -referenten sowie des Diözesan-Caritasverbandes und des Beirates von Katholiken anderer Muttersprache. Außerdem können bis zu sieben Persönlichkeiten hinzugewählt werden. Die Organe der Diözesanversammlung sind der Vorstand mit dem Bischof als Vorsitzendem, der Diözesan-Pastoralrat (eine Art Hauptausschuss) und mehrere Sachausschüsse. Geschäftsführende Vorsitzende der Diözesanversammlung ist seit 2020 Dr. Susanne Barner.

Fotos unter https://bistummainz.de/presse

 

Nachricht voraus am 12.9.26                                                                                   tob (MBN)

 

 

Lob auf die heilige Hildegard

Bischof Kohlgraf feiert das Pontifikalamt beim Hildegardfest in Rüdesheim

 Bischof Kohlgraf feiert Pontifikalamt bei Hildegardfest in Rüdesheim/Eibingen

 

Rüdesheim. Der Mainzer Bischof Peter Kohlgraf hat am Donnerstag, 17. September, ein Pontifikalamt auf dem Kirchplatz vor der Wallfahrtskirche St. Hildegard in Rüdesheim/Eibingen gefeiert. Anlass war das Hildegardisfest der Abtei zu dem etwa 1.000 Pilgerinnen und Pilger gekommen waren. In seiner Predigt lobte Kohlgraf die heilige Hildegard als „Meisterin der Erkenntnis und Meisterin der Sprache“.

Kohlgraf sagte: „Hildegard vermittelt begeisternd die Einsichten in die Tiefen Gottes. Und sie bleibt einfach im Miteinander, in der Begegnung mit anderen. Sie bildet sich nichts darauf ein, besonders begnadet zu sein. Diese Einfachheit und Bescheidenheit wünsche ich allen, die in der Nachfolge Christi stehen in den unterschiedlichen Berufungen und Stufen.“

 

Lehre und Leben stimmten überein

Ein weiterer wichtiger Punkt ihres Wirkens sei die Übereinstimmung von Lehre und Leben der Heiligen gewesen. „Die heilige Hildegard war wohl davon überzeugt, dass das Leben die beste Verkündigung ist, nicht das Wort allein“, machte Kohlgraf deutlich. Deshalb gehe es nicht um geistliche Heldentaten, sondern „um die Bewährung in den alltäglichen Aufgaben, ob wir diese in Liebe tun.“ Zudem betonte Kohlgraf die Bedeutung der Schöpfung als ein Zeichen der Liebe Gottes. Kohlgraf wörtlich: „Hildegard steht für einen großen Zusammenhang: Wer der Schöpfung schadet, schadet der Würde des Menschen, auch seiner eigenen. Wer die Würde eines anderen Menschen mit Füßen tritt, schadet der Schöpfung, und er schadet sich selbst.“ Hildegard sehe den Menschen als „Pilger auf dem Weg zu einem großen Ziel“. „Und ich wünsche allen, dass Hildegard eine gute Wegbegleiterin ist, an jedem Tag auf Gott zu vertrauen: auf seine Liebe und Nähe, auf seine schöpferische Kraft. Und das in Einfachheit, Nächstenliebe und Gastfreundschaft“, sagte Kohlgraf zum Abschluss.

Vonseiten des Bistums Limburg wirkte Weihbischof Dr. Thomas Löhr als Konzelebrant am Gottesdienst mit. Pfarrer Marcus Fischer aus der Pfarrei Heilig Kreuz Rheingau begrüßte die Wallfahrer zu Beginn des Gottesdienstes. Musikalisch begleitet wurde der Gottesdienst von Sabine Lindner an der Harfe und Sebastian Braun an der Orgel. Zu dem Fest waren Gruppen aus dem Odenwald, aus dem Westerwald, aus Belgien, Frankreich und Taiwan angereist.

 

Fotos unter www.bistummainz.de/presse

 

Nachricht voraus am 17.9.26                                                                                hoff (MBN)

 

 

Zusammenhalt statt Spaltung

Hessische Landesregierung und die Leitungen der evangelischen Kirchen und katholischen Bistümer in Hessen

Hessische Landesregierung und Kirchen wollen Orte der Verständigung stärken

 

Wiesbaden. Wie lässt sich der gesellschaftliche Zusammenhalt in unruhigen Zeiten stärken? Darüber haben sich die Hessische Landesregierung und die Leitungen der evangelischen Kirchen und katholischen Bistümer in Hessen bei ihrem traditionellen Spitzengespräch ausgetauscht. Angesichts wachsender gesellschaftlicher Spannungen wollen sie gemeinsam Orte der Verständigung stärken und demokratische Werte verteidigen.

 

„Wir leben in unruhigen und herausfordernden Zeiten. Gerade dann geben die Kirchen den Menschen Halt und Orientierung“, hob Ministerpräsident Boris Rhein beim Treffen, das am Montag (14. September) in Wiesbaden stattfand, hervor. „In den 80 Jahren Landesgeschichte, die wir dieses Jahr feiern, haben sie gezeigt, warum sie so wichtig sind. Sie haben Hessen stark gemacht, erheben ihre Stimme für unsere freiheitliche Demokratie und setzen sich für eine menschliche und inklusive Gesellschaft ein“, würdigte er die Rolle der Kirchen. Der Ministerpräsident machte deutlich: „Wir brauchen Zusammenhalt statt Spaltung, Miteinander statt Gegeneinander.“ Der Austausch sei für ihn deshalb von großer Bedeutung, so Rhein: „Die Kirchen in Hessen sind verlässliche Konstanten. Nur im Dialog schaffen wir es, Hessen zusammenzuhalten. Dafür danke ich den Kirchen von Herzen.“

 

Hofmann: Wo Menschen ausgegrenzt werden, kann Kirche nicht schweigen

In ihrem Impuls als Vertreterin der evangelischen Kirchen hob auch Dr. Beate Hofmann, Bischöfin der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, hervor, wie wichtig Orte der Verständigung seien. „Als Kirchen stärken wir Zusammenhalt und Gemeinschaft gegen alle Versuche, unsere Gesellschaft zu spalten und zu polarisieren.“ Zugleich markierte sie Grenzen im Blick auf rechtsextreme Positionen: „Wo Menschen abgewertet oder ausgegrenzt, demokratische Institutionen verächtlich gemacht und die Grundlagen unseres Zusammenlebens angegriffen werden, kann Kirche nicht schweigen.“ Auch bei knapper werdenden Ressourcen bleibe Kirche präsent, halte Räume offen und ermögliche Gemeinschaft, versprach die Bischöfin, insbesondere mit Blick auf den ländlichen Raum. „Menschen sollen erfahren: Ihr seid nicht vergessen. Deshalb stärken wir diejenigen, die sich kümmern. Das können wir nicht allein, das braucht eine breite Vernetzung von haupt- und ehrenamtlich Engagierten aus Kirche, Staat und Zivilgesellschaft.“

 

Bischof Gerber: Die Menschenwürde ist unverhandelbar

Für die katholischen Bistümer nahm auch der Fuldaer Bischof Dr. Michael Gerber die Grundlagen des gesellschaftlichen Zusammenlebens in den Blick. Er betonte: „Die Würde des Menschen verstehen wir als unverfügbare Gabe Gottes. Noch vor ihrer normativen Wirkung, als unbedingte Forderung, verstehen wir die Menschenwürde deskriptiv: als eine Beschreibung, was jedem Menschen zukommt, ohne jede Leistung, die er oder sie zu erbringen hätte, ohne zusätzliche Bedingung.“ Daraus leitete Gerber einen besonderen Auftrag für die Kirchen ab: „Wir werden als Kirchen künftig im gesellschaftlichen Diskurs verstärkt die Unterscheidung einbringen müssen zwischen dem, was auch bei sich wandelnden Mehrheiten prinzipiell unverfügbar bleibt, und dem, was zum Gestaltungsauftrag des Menschen gehört.“

 

Am Spitzentreffen nahmen fast alle Staatsministerinnen und -minister der Landesregierung sowie folgende Vertreterinnen und Vertreter der beiden Kirchen teil:

 

Evangelische Kirche

Kirchenpräsidentin Prof. Dr. Christiane Tietz, Evangelische Kirche in Hessen und Nassau

Stellv. Kirchenpräsidentin Ulrike Scherf, Evangelische Kirche in Hessen und Nassau

Ltd. OKR Dr. Lars Fuchs-Esterhaus, Evangelische Kirche in Hessen und Nassau

Bischöfin Prof. Dr. Beate Hofmann, Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck

Prälat Burkhard zur Nieden, Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck

Vizepräsidentin Dr. Katharina Apel, Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck

Präses Dr. Thorsten Latzel, Evangelische Kirche im Rheinland

Vizepräsident Dr. Johann Weusmann, Evangelische Kirche im Rheinland

Oberkirchenrat Pfarrer Dr. Martin Mencke, Beauftragter der Ev. Kirchen in Hessen

 

Katholische Kirche

Bischof Dr. Michael Gerber, Diözese Fulda

Generalvikar Dr. Martin Stanke, Diözese Fulda

Bischof Dr. Georg Bätzing, Diözese Limburg

Generalvikar Dr. Wolfgang Pax, Diözese Limburg

Bischof Prof. Dr. Peter Kohlgraf, Diözese Mainz

Generalvikar Dr. Sebastian Lang, Diözese Mainz

Stephanie Rieth, Bevollmächtigte d. GV Diözese Mainz

Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz, Erzdiözese Paderborn

Domkapitular Prof. Dr. Tonke Dennebaum, Kommissariat der Kath. Bischöfe

 

Nachricht voraus am 14.9.26                                                                                PM (MBN)

 

 

„Betroffene zeigen Gesicht“

Alzey, 15. September 2026: Zu Besuch in der Ausstellung 'Betroffene zeigen Gesicht' (v.l.n.r.): Angela Rinaldi , Ilonka Czerny, Anke Fery und Bevollmächtigte Stephanie Rieth.

Bevollmächtigte Rieth würdigte große Kooperation zu Ausstellung in Alzey

 

Alzey. „Ich bin sehr dankbar, dass die Initiative für diese Ausstellung direkt aus Alzey kam. Das ist eine tolle Vernetzung hier in der Stadt. Wenn vor Ort erkannt, dass ein Thema wichtig ist, dann wird die Ausstellung damit viel wirksamer, als wenn wir so etwas zentral anbieten.“ Das sagte die Bevollmächtigte des Generalvikars, Ordinariatsdirektorin Stephanie Rieth, am Dienstagabend, 15. September, beim Besuch der Wander-Ausstellung „Betroffene zeigen Gesicht. Eine Fotoausstellung über Menschen, die Missbrauch erlebt haben“ im Kardinal Volk-Haus in Alzey. Das Netzwerk Kinderschutz Alzey-Worms hatte die Ausstellung initiiert, die von zahlreichen regionalen Kooperationspartnern aus Kirchen, Sport und Gesellschaft unterstützt wird. Verena Nowak, die Netzwerkkoordinatorin für Kinderschutz und Frühe Hilfen beim Jugendamt in Alzey, verwies darauf, dass die Ausstellung „den Raum auf die gesamtgesellschaftliche Bedeutung des Themas hin öffnet“.

 

In der Ausstellung (noch bis 16. September) kommen Menschen zu Wort, die sexualisierte Gewalt in der Kirche erlebt haben. Die Texte der Betroffenen sind mit Bildern der Betroffenen aus der Zeit des Missbrauchs kombiniert. Seit 2022 wird die Ausstellung an verschiedenen Orten in Deutschland gezeigt. Kuratorin Dr. Ilonka Czerny ist Theologin und arbeitet als Fachbereichsleiterin für Kunst an der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart. Sie ist Mitglied im Betroffenenbeirat der Deutschen Bischofskonferenz. Zuvor war die Ausstellung bereits im evangelischen Gemeindezentrum Flörsheim-Dalsheim gezeigt worden.

 

Begleitet wurde Rieth, die im Bistum Mainz unter anderem die Bereiche Aufarbeitung, Intervention und Prävention verantwortet, von Dr. Angela Rinaldi aus Rom. Rinaldi wird ab dem Wintersemester einen neuen Lehrstuhl zur Geschichte von Safeguarding am Anthropologischen Institut der Päpstlichen Universität Gregoriana übernehmen, der vom Bistum Mainz gefördert wird. Gegründet wurde das Anthropologische Institut von Pater Hans Zollner SJ, der in den vergangenen Jahren bei zwei Veranstaltungen im Bistums Mainz unter anderem das Konzept des Safeguarding vorgestellt hatte. 

 

Fotos unter https://bistummainz.de/presse

 

Nachricht voraus am 15.9.26                                                                                   tob (MBN)

 

 

„Christliche Werte leben - Politik gestalten“

Mainz, 3. September 2026: Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff war Gast in der Akademie Erbacher Hof.

Gesprächsabend mit Ministerpräsident a.D. Dr. Reiner Haseloff im Erbacher Hof

 

Mainz. „Als Christen muss man uns anmerken, dass wir erlöst sind und eine innere Freude haben, denn es ist unsere Aufgabe diese Freude und dieses Wissen über das ewige Leben zu transportieren.“ Das sagte der frühere Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, Dr. Reiner Haseloff, am Donnerstagabend, 3. September, bei einem Gesprächsabend im Erbacher Hof in Mainz. Neben der Thematisierung der Gottesfrage nannte er die Feier der Liturgie, die Spendung der Sakramente als Zuwendung Gottes zu den Menschen und „eine Theologie, die sich an wissenschaftlich denkende, moderne Menschen wendet und Gottes Spuren entdecken lässt“ als wichtige Aufgaben der Kirche in der Gesellschaft.

 

Weiter sagte Haseloff: „Wenn einmal keiner mehr da ist, der erklären kann, wer der Gott aus dem Grundgesetz ist, wo es heißt ,in Verantwortung vor Gott und den Menschenʼ, dann werden wir in einer anderen Gesellschaft landen.“ Der Abend in der Akademie Erbacher Hof stand unter der Überschrift „Christliche Werte leben - Politik gestalten“. Unter gleichem Titel hat Haseloff im vergangenen Jahr ein Buch im Leipziger Benno-Verlag veröffentlicht. Die Moderation hatte Akademieleiter Dr. Andreas Linsenmann übernommen.

 

Haseloff sprach sich dafür aus, dass sich Kirche auch zu Fragen von Umwelt, Klima oder Künstlicher Intelligenz äußert: „Dann ist Kirche ein Gesprächspartner wie eine Nichtregierungsorganisation (NGO).“ Um mit der großen nicht-christlichen Bevölkerungsmehrheit in Sachsen-Anhalt dauerhaft im Gespräch zu bleiben, könne man nicht gleich mit Jesus und göttlichen Tugenden kommen, berichtete Haseloff aus seiner politischen Erfahrung. Aber wenn man die vier Kardinaltugenden der Antike (Klugheit, Gerechtigkeit, Tapferkeit und Mäßigung) für eine säkulare Gesellschaft erschließen könne, dann sei das eine gute Chance, um ins Gespräch zu kommen. Denn obwohl sich fast alle wohlfühlten „in unserem christlichen Grundkulturraum, ist dort eigentlich alles, was mit Christentum zu tun hat, negativ konnotiert“, erläuterte Haseloff.

 

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Nachricht voraus am 3.9.26                                                                                     tob (MBN)

 

 

 

 

Verein „Kirchen auf der BUGA 2029“ gegründet

Die Mitgliederversammlung des Vereins „Kirchen auf der BUGA 2029 e.V.“: (v.l.n.r.) Markus Lerchl (Katholische Kirchengemeinde Heilige Hildegard von Bingen), Mechthild Schabo (Bistum Trier), Marcus Grünewald (Bistum Mainz), Svenja Mai (Evangelische Kirche im Rheinland), Nicole Claire Heckmann (Bistum Trier), Dr. David Hüser (Bistum Mainz), Urs Michalke (Evangelische Kirche in Hessen und Nassau), Heiko Ehrhardt (Evangelische Kirche im Rheinland) und Werner Thomas (Bistum Limburg). Auf dem Foto fehlen Kerstin Janott (Evangelisches Dekanat Nassauer Land) und Volker Rahn (Evangelische Kirche in Hessen und Nassau).

Kirchen auf der Bundesgartenschau: Überraschend und gastfreundlich sein

 

Region Mittelrhein. Anlässlich der Bundesgartenschau (BUGA) 2029 im Oberen Mittelrheintal hat sich der Verein „Kirchen auf der BUGA 2029“ gegründet, um gemeinsam das Programm und die Angebote auf der BUGA mitzugestalten. Das teilten die beteiligten Kirchen am 8. September mit. Vertretungen aus den katholischen Bistümern Limburg, Mainz und Trier sowie aus den evangelischen Landeskirchen von Hessen und Nassau (EKHN) und der Evangelische Kirche im Rheinland (EKiR), dem Evangelischen Dekanat Nassauer Land und der katholischen Kirchengemeinde Heilige Hildegard von Bingen, Rhein und Nahe bilden die Mitgliederversammlung des Vereins.

 

Kirchen gestalten die BUGA 2029 gemeinsam

„Den Kirchenleitungen im Gebiet der BUGA 2029 war es von Anfang an wichtig, sich gemeinsam auf der BUGA 2029 einzubringen und in ökumenischer Verbundenheit ein kirchliches Programm zu gestalten“, betont Vereinsvorsitzender Marcus Grünewald (Bistum Mainz) im Namen des Vorstands und der Mitgliederversammlung. Gute Erfahrungen in der Zusammenarbeit wurden schon im Rahmen zurückliegender Gartenschauen und Großereignisse gemacht. Um dieser partnerschaftlichen Arbeit einen guten Rahmen zu bieten, hat sich der Verein „Kirchen auf der BUGA 2029“ gegründet. „Der Verein koordiniert das kirchliche Engagement auf der BUGA und vertritt die beteiligten Kirchen als Vertragspartner gegenüber der BUGA“, erklärt Grünewald die Vorteile der Vereinsgründung.

 

Kirchliche Angebote zwischen Bingen und Lahnstein

„Überraschend und gastfreundlich“ wolle man wirken, fasst Urs Michalke, Vorstandsmitglied für die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau, die inhaltliche Ausrichtung zusammen. Dazu starten nun die gemeinsamen Planungen. „Als Kirchen möchten wir auf vielfältige Art und Weise in Kontakt mit den Gästen der Gartenschau, aber auch mit den Menschen im Oberen Mittelrheintal kommen“ betont Nicole Claire Heckmann vom Bistum Trier, die neben Grünewald und Michalke den Vorstand des Vereins vervollständigt. Der Verein fördert, koordiniert und vernetzt hierbei die kirchlichen Angebote an Standorten in Bingen, Lahnstein und dazwischen.

 

Kirchen wollen auf der BUGA ein „Mehr“ entdecken lassen

„Mit Freude und einer hohen Motivation gehen wir die nächsten Planungsschritte an, damit die Angebote der Kirchen die Besucher*innen und Bewohner*innen ein ‚Mehr‘ entdecken lassen“, macht Grünewald neugierig auf die kommende Zeit.

Kontakt für Medienanfragen:

E-Mail: vorstand@kirchen-buga2029.de | Marcus Grünewald: +49177 8090481 | Urs Michalke: +49162 4504113  | Nicole Claire Heckmann: +49151 14395954 

 

Foto unter https://bistummainz.de/presse

 

Nachricht voraus am 10.9.26                                                                                   PM (MBN)

 

 

 

Glückwünsche zum 100. Geburtstag

Bischof Kohlgraf gratulierte dem Kirchenrechtler Prof. Dr. Georg May

Mainz/ Budenheim. Der Mainzer Bischof Peter Kohlgraf hat Professor Dr. Georg May in einem Schreiben zum 100. Geburtstag gratuliert. Der frühere Kirchenrechtler an der Universität Mainz hat am Montag, 14. September, sein 100. Lebensjahr vollendet. May, der in Budenheim wohnt, ist Priester des Bistums Görlitz. „100 Jahre sind ein sehr gesegnetes Alter und ich hoffe, dass es Ihnen altersentsprechend gut geht und Sie diesen Tag als ein besonderes Geschenk Gottes genießen können“, schreibt Kohlgraf. Und weiter: „Mehrere Jahrzehnte haben Sie an der Universität in Mainz Kirchenrecht gelehrt und sind dem priesterlichen Dienst stets treu geblieben. Gern erinnere ich mich auch an die netten Unterhaltungen bei den zufälligen Begegnungen in der Stadt.“

Georg May wurde am 14. September 1926 in Liegnitz/Schlesien geboren. Nach dem Studium wurde er am 1. April 1951 für das Bistum Breslau in Neuzelle, Bezirk Frankfurt/Oder, durch den damaligen Bischof von Meißen, Heinrich Wienken, zum Priester geweiht. Anschließend wirkte er als Kaplan in Doberlug-Kirchhain und Spremberg. 1953 wurde er Assistent am Priesterseminar in Erfurt. Nach der Promotion 1955 wechselte er als Assistent an das Kanonistische Institut der Universität München, wo er das Lizentiat erwarb und sich habilitierte. 1957 lehrte er als Privatdozent an der Münchner Universität, ab 1958 war er Professor für Kirchenrecht an der Philosophisch-Theologischen Hochschule in Freising. 1960 erfolgte der Ruf an die Mainzer Johannes Gutenberg-Universität, wo er den Lehrstuhl für Kirchenrecht bis 1994 inne hatte. Von 1965 bis 1966 war er Dekan der Katholisch-Theologischen Fakultät und von 1966 bis 1969 Vorsitzender des Fakultätentages der Katholisch-Theologischen Universitätsfakultäten Deutschlands. Im Jahr 2011 hatte ihn Papst Benedikt XVI. zum Apostolischen Protonotar ernannt.

tob (MBN)

 

 

Bistum Mainz feiert Schöpfungszeit

Umweltpreis und Veranstaltungen mit Bezug zu Schöpfungszeit

Mainz. Von Dienstag, 1. September, bis Sonntag, 4. Oktober, wird im Bistum Mainz die Schöpfungszeit gefeiert. Die fünf Wochen im Herbst, die auf das Erntedankfest hinführen, werden von den christlichen Kirchen seit 2007 begangen, um aus einem christlichen Bewusstsein für die Bewahrung der Schöpfung zu beten und für die Förderung eines nachhaltigen Lebensstils einzutreten. „Ich schätze die Schöpfungszeit als eine besonders geprägte Zeit in unserem Kirchenjahr, weil damit ein guter Rahmen geschaffen ist, sich besonders intensiv und auf vielfältige Weise mit dem Thema der Bewahrung der Schöpfung zu beschäftigen“, sagt Stephanie Rieth, Bevollmächtigte des Generalvikars und in der Bistumsleitung verantwortlich für den Bereich Nachhaltigkeit.

Rieth hebt hervor: „An vielen Stellen unseres Bistums setzen sich Einzelpersonen, Gruppen und auch ganze Gemeinden stark dafür ein, dass wir unser Leben aus der Verantwortung für unsere Mitmenschen und auch die kommenden Generationen gestalten. Das geht von spirituellen Angeboten über Mitmachaktionen bis hin zu Klimaanpassungsprojekten und Initiativen zu nachhaltiger Energienutzung und Sanierung.“

Die Initiative dazu ging von Seiten der orthodoxen Kirchen aus, wo der 1. September als erster Tag des Kirchenjahres auch als Tag der Schöpfung begangen wird. Der 4. Oktober ist der Gedenktag des Heiligen Franziskus von Assisi, der von vielen Christen auch als ‚Umwelt-Heiliger’ verehrt wird.

 

Umweltpreis zum Thema Schöpfungszeit

Das Besondere an der Schöpfungszeit ist der ökumenische Charakter und damit der Fokus auf eine christliche Verantwortung für Welt und Umwelt. Unter dem biblischen Motto „Hast du erkannt, wie weit die Erde ist?“ (Hiob 38,18) rückt die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) in diesem Jahr die Frage nach dem menschlichen Wissen über die Schöpfung und die Verantwortung im Umgang mit ihr in den Mittelpunkt. „Dazu passt sehr gut, dass der nächste Umweltpreis unseres Bistums Beiträge zum Thema Schöpfungszeit auszeichnet“, so die Bevollmächtigte. Bewerben können sich alle kirchlichen Einrichtungen, Kindergärten, Schulen, Pfarreien und Klöster im Bistum Mainz, die während der Schöpfungszeit 2026 Aktionen, Veranstaltungen oder Gottesdienste rund um das Thema „Bewahrung der Schöpfung“ anbieten.

 

Kunstinstallation GAIA und Veranstaltungen in Darmstadt geplant

Ganz konkret weist Stephanie Rieth auf zwei Aktionen im Bistumsgebiet hin: In Mainz ist das Bistum Kooperationspartner für die weltberühmte Kunstinstallation GAIA des britischen Künstlers Luke Jerram, die von Sonntag, 13. September, bis Sonntag, 4. Oktober 2026 in der Evangelischen Christuskirche Mainz zu Gast ist. Außerdem laden in Darmstadt christliche Gemeinden und kirchliche Einrichtungen ein zu Gottesdiensten, Konzerten, Veranstaltungen und Aktionen rund um Schöpfung und Schöpfungsverantwortung.

 

Hinweise:

Links zu

  • Schöpfungszeit: https://bistummainz.de/gesellschaft/umwelt/aktuell/schoepfungszeit/index.html
  • ACK ökumenischer Tag der Schöpfung: https://www.oekumene-ack.de/projekte/oekumenischer-tag-der-schoepfung/
  • Umweltpreis des Bistums Mainz: https://bistummainz.de/gesellschaft/umwelt/projekte/umweltpreis/
  • GAIA, die Welt in der Christuskirche https://www.gaia-mainz.de/
  • Schöpfungszeit Katholische Kirche Darmstadt-Mitte: https://bistummainz.de/pastoralraum/darmstadt-mitte/aktuell/schoepfungszeit/

Foto unter www.bistummainz.de/presse

Nachricht voraus am 31.8.26                                                                            eb/hoff (MBN)

 

 

Die eigene Berufung entdecken

Die Firmspender stellten sich den Fragen der Teilnehmenden

Firmbewerber*innen kamen zu Begegnungstag nach Mainz

 

Mainz. Zu einem Begegnungstag unter dem Motto „Zum Leben berufen! Christ-Sein erleben in vielen Facetten“ hat der Mainzer Bischof Peter Kohlgraf Firmbewerber*innen aus dem gesamten Bistum nach Mainz eingeladen. Am Samstag, 19. September, trafen sich die jungen Menschen zu einer Auftaktveranstaltung im Mainzer Dom, bevor sie auf einer „Zum Leben berufen“-Tour an verschiedenen Mitmach-Stationen ihrer eigenen Berufung auf die Spur kommen konnten. Organisiert wurde die Veranstaltung vom Bischöflichen Jugendamt.

Zum Auftakt trafen sich die rund 250 Firmbewerberinnen und Firmbewerber sowie Katechetinnen und Katecheten im Mainzer Dom. Dort hatten sie die Möglichkeit, Bischof Kohlgraf und die weiteren anwesenden Firmspender zu interviewen. Den Fragen stellten sich neben Bischof Kohlgraf auch der Mainzer Weihbischof Pater Joshy Pottackal O.Carm., Generalvikar Dr. Sebastian Lang, sowie die Domkapitulare Dr. Tonke Dennebaum, Dr. Franz-Rudolf Weinert, Michael Ritzert und Klaus Forster. Die musikalische Begleitung übernahm die Band „Um Himmels Willen“ aus dem hessischen Münster. Finja Fiedler (KSJ) und Sophie Eberle (KJG) moderierten die Veranstaltung.

Nach einem Segensgebet machten sich die Gruppen auf den Weg zu den einzelnen Begegnungsstationen an verschiedenen Orten in der Mainzer Innenstadt. „Die Tour soll den Jugendlichen einen kleinen Eindruck vermitteln, wie vielfältig (christliche) Berufung aussehen kann und was Berufung ausmacht“, erklärte Veranstaltungsleiter Michael Langer vom Referat für religiöse Bildung.

 

Mit Seelsorgenden ins Gespräch kommen

An der ersten Station der Tour waren die Jugendlichen zu verschiedenen Begegnungen mit Seelsorgerinnen und Seelsorgern sowie Mitarbeitenden aus dem Ordinariat, dem Dom- und Diözesanmuseum aber auch von der Hospizarbeit und den Jesus-Bikern eingeladen. Diese kamen mit den Jugendlichen darüber ins Gespräch, wie sie ihr eigenes Leben aktiv als Christen gestalten. Darüber hinaus trafen sich alle Gruppen zu einem „Come2gether“ im Garten des Priesterseminars. Hier konnten die Jugendlichen an verschiedenen Mitmach-Stationen zum Beispiel Kerzen gestalten oder Balsam herstellen. Um 17.00 Uhr versammeln sie sich wieder im Dom und feiern mit Bischof Kohlgraf gemeinsam eine Jugendvesper unter dem Motto „Geliebte Zukunft“.

 

Stichwort: Firmung

Das Sakrament der Firmung gehört mit Taufe und Eucharistie zu den so genannten Einführungssakramenten. Die Spendung der Firmung geschieht durch Handauflegung und Salbung der Stirn mit den Worten: „Sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist.“ Der Ritus steht für den Empfang des Heiligen Geistes zur Stärkung des persönlichen Glaubens und als Zeichen für die Verbundenheit mit allen anderen Glaubenden. Während der Firmung legt der Pate dem Firmling die Hand auf die Schulter. Damit drückt er aus, dass er ihn auf seinem Glaubensweg stärken will. In der Regel wird die Firmung im Bistum Mainz im Alter zwischen 14 und 16 Jahren gespendet. Die Firmlinge bekräftigen in der Firmung ihre Entscheidung, Christ zu sein. Während bei der Taufe noch Eltern und Paten für sie entschieden haben, treten sie nun selbst für ihren Glauben ein. In diesem Sinn vollendet die Firmung die Taufe.

 

Fotos unter www.bistummainz.de/presse

 

Nachricht voraus am 19.6.26                                                                                 hoff (MBN)

 

 

 

 

 

„1.000 Jahre in 60 Minuten“

Mainz, 6. September 2026: Das Mainzer Dom- und Diözesanmuseum befindet sich im Kreuzgang des Mainzer Domes.

Regelmäßige Führung zu den Highlights des Mainzer Dom- und Diözesanmuseums

 

Mainz. Mit dem Format „1.000 Jahre in 60 Minuten“ bietet das Mainzer Dom- und Diözesanmuseum jeweils am ersten Sonntag im Monat um 11.30 Uhr ein kompaktes Angebot, um sich die „Highlights der Schausammlung“ erläutern zu lassen. Beim Rundgang am Sonntag, 6. September, erklärte Kunsthistorikerin Sabrina Faulstich ausgewählte Exponate, um die Besucher anzuregen, die vielfältige Sammlung des Hauses weiter auf eigene Faust zu entdecken. Das Dom- und Diözesanmuseum präsentiert sakrale Kunstwerke von der Karolingerzeit bis ins 20. Jahrhundert. Ein Schwerpunkt der Sammlung liegt auf dem Mittelalter.

„Das Mittelalter war bunt“, betonte Faulstich: So können die Besucher an einem mittelalterlichen Altar aus der Michaelskapelle des Domes oder an einem über 500 Jahre alten Wandteppich etwas über die besondere Farbigkeit des Mittelalters entdecken. Startpunkt der Führung ist die Gewölbehalle des Museums aus dem 11. Jahrhundert: der älteste profan genutzte Raum in der Stadt Mainz. Dort hören die Besucher unter anderem Geschichten zu den Figuren der Lettner-Fragmente aus der Werkstatt des Naumburger Meisters, die noch von der Domausstattung des 13. Jahrhunderts erhalten sind.

Auch die monumentale Kreuzigungsgruppe aus der Werkstatt von Hans Backoffen im Obergeschoss des Kreuzgangs ist Teil der Führung. Bis 1995 befand sich das Original neben der Kirche St. Ignaz in Mainz, wo heute eine Kopie aufgestellt ist. Mit dem Drehtabernakel aus dem Mainzer Altmünsterkloster führt der Weg zu einer sehr kunstvollen und aufwändigen Arbeit aus der Werkstatt von Abraham Roentgern, einer der bedeutendsten Kunstschreiner im 18. Jahrhundert. Aber auch moderne Werke bringt Sabrina Faulstich bei ihrer Führung näher, etwa die Büchertreppe von Jochen Höller im Eingangsbereich des Museums oder das von Johannes Schreiter zur großen Kreuzzugsausstellung im Jahr 2004 entworfene Glasfenster im Treppenhaus.

Ältestes Ausstellungsstück ist die Kasel des Domerbauers, Erzbischof Willigis, aus goldfarbener Seide, die um das Jahr 1.000 datiert wird. Bis 1962 wurde das liturgische Gewand in der von Willigis gegründeten Mainzer Stiftskirche St. Stephan aufbewahrt und bis 1942 sogar noch in der Messfeier am Festtag des Heiligen getragen. Faulstich wies besonders auf die Lebendigkeit einiger Exponate des Domschatzes hin. Sie werden bis heute in der Domliturgie zu besonderen Anlässen benutzt: etwa der Kelch aus der sogenannten Napoleonsgarnitur, an Fronleichnam die große, barocke Prunkmonstranz oder der Bischofsstab von Bischof Wilhelm Emmanuel von Ketteler, den der Mainzer Bischof Peter Kohlgraf regelmäßig bei Gottesdiensten im Mainzer Dom benutzt.

Die nächste Führung „1.000 Jahre in 60 Minuten“ findet am Sonntag, 4. Oktober, um 11.30 Uhr statt. Für die Führung wird jeweils um vorherige verbindliche Anmeldung gebeten; der Rundgang kostet fünf Euro sowie den ermäßigten Museumseintritt – insgesamt acht Euro pro Person. Darüber hinaus bietet die Museumspädagogik des Hauses eine große Vielfalt an Führungen und Veranstaltungen an, mit einem besonderen Angebot für Kinder und Schulklassen. Unter anderem stehen am Samstag, 31. Oktober, ab 18.00 Uhr im Rahmen der „Langen Nacht der Heiligen“ wieder halbstündlich die beliebten Taschenlampentouren durch den Mainzer Dom auf dem Programm. Neben der Dauerausstellung wird aktuell noch bis zum 23. September in der historischen Kapitelstube die Porzellan-Ausstellung „Weißes Gold. Meisterstücke und Materialdesign“ gezeigt.

Das Bischöfliche Dom- und Diözesanmuseum Mainz war durch Beschluss des Mainzer Domkapitels am 28. Oktober 1924 gegründet worden. Bereits acht Monate später - am 12. Juni 1925 – konnte das Mainzer Dom- und Diözesanmuseum in den ehemaligen Kapitelsälen am Domkreuzgang eröffnet werden. Mit einer Ausstellungsfläche von mittlerweile über 3.000 Quadratmetern gehört es zu den fünf größten Diözesanmuseen in Deutschland. Aus den 208 Exponaten des Eröffnungstages sind mittlerweile über 30.000 Exponate geworden.

Hinweis: https://www.dommuseum-mainz.de/

Fotos unter https://bistummainz.de/presse

 

Nachricht voraus am 7.9.26                                                                                   tob (MBN)