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Mainzer Bistumsnachrichten Nr. 16/2026

Mainz, 27. Oktober 2026: Die Mitradel-Aktion „road2cop31“ von Misereor machte Station im Mainzer Priesterseminar.
Datum:
Mi. 28. Okt. 2026
Von:
hoff (MBN)

In der aktuellen Ausgabe mit den Themen: Bischof Peter Kohlgraf leitet weiterhin die Pastoralkommission der Deutschen Bischofskonferenz, Bischöfe tagten mit Ministerrat in Mainz, der Verein „Kirchen auf der BUGA 2029“ hat sich gegründet, einem Fazit zur Aktion „Mit dem Rad zur Arbeit“, Bischof Kohlgraf übernimmt weitere politische Patenschaft, die Mitradel-Aktion „road2cop31“ macht Station in Mainz, zwei Tage der Ehejubiläen im Mainzer Dom, einer Predigt zu „Reformation und Ökumene heute“, dem Aufruf zur Kollekte zum Weltmissionssonntag, Bevollmächtigte Rieth würdigte Missio-Gast in Christuskirche, und Bistum beteiligt sich bei „Kirche im Mentoring“.

Bischof Kohlgraf leitet neu zugeschnittene Pastoralkommission der DBK

Weihbischof Joshy Pottackal OCarm. ist Mitglied in zwei Bischöflichen Kommissionen

 

Fulda/Mainz. Der Mainzer Bischof Peter Kohlgraf ist bei der Herbstvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) am Dienstag, 29. September, zum Vorsitzenden der neu zugeschnittenen Bischöflichen Kommission III „Missionarische Pastoral und kirchliche Dienste“ gewählt worden. Bereits seit 2021 hatte Kohlgraf die Pastoralkommission der Bischofskonferenz geleitet. Nach einem längeren Prozess hat die Bischofskonferenz bei dieser Vollversammlung erhebliche Veränderungen bei den Bischöflichen Kommissionen umgesetzt und deren Zahl von 14 auf acht reduziert. Die Vollversammlung war insgesamt von umfangreichen Personalfragen geprägt, die mit Beginn der neuen Arbeitsperiode (2026 bis 2031) zusammenhängen. 

 

Der neue Zuschnitt der Kommission wird im Pressebereicht der Herbstvollversammlung, der am 1. Oktober, zum Abschluss der Tagung veröffentlicht wurde, folgendermaßen benannt:

 

„Kommission III – Missionarische Pastoral und kirchliche Dienste: Hier werden Pastoral- und Personalentwicklung im Horizont von Synodalität und Evangelisierung gemeinsam beraten. Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt auf der Identifikation aktueller gesellschaftlicher Trends im Sinne der ,Zeichen der Zeitʼ (zum Beispiel Säkularisierung, Inklusion oder Digitalität) und der Frage, was sie für die kirchliche Praxis bedeuten. Die Kommission beobachtet ferner die Veränderungsprozesse in den pastoralen Strukturen (insbesondere in den Pfarreien) und begleitet Entwicklungen in verschiedenen kategorialen Seelsorgefeldern wie etwa der Polizei-, Gefängnis-, Krankenhaus- oder Telefonseelsorge. Darüber hinaus befasst sie sich mit dem breiten Spektrum der Glaubensweitergabe und der Verkündigung – von niederschwelligen Formen der Glaubenskommunikation bis zur weiterführenden Katechese. Ein weiterer Aufgabenbereich beinhaltet die Weiterentwicklung des synodalen Zusammenspiels der Dienste und Ämter (Haupt- wie Ehrenamtliche) in der Sendung der Kirche. Nicht zuletzt gehören die Ausbildung und Formation der kirchlichen Dienste sowie die Förderung des geistlichen Lebens und der Berufungspastoral zu ihren Aufgaben.“

 

Darüber hinaus ist Bischof Kohlgraf auch weiterhin Mitglied der Gemeinsamen Konferenz von Deutscher Bischofskonferenz und dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) sowie in der Bischöflichen Fachgruppe für Fragen des sexuellen Missbrauchs und von Gewalterfahrungen. Der Mainzer Weihbischof Joshy Pottackal OCarm. war in Fulda erstmals bei einer Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz. Künftig wird er in zwei Bischöflichen Kommissionen mitarbeiten: Kommission IV – Familie, Jugend und Bildung und Kommission VIII – Weltkirche und Migration. Darüber hinaus wird er zusammen mit dem Passauer Bischof Stefan Oster SDB die Deutsche Bischofskonferenz in der Koordinierungskonferenz mit der Deutschen Ordensobernkonferenz vertreten.

 

Hinweis: Weitere Informationen unter www.dbk.de

 

tob/PM (MBN)

 

 

Ministerrat im Dialog mit Bischöfen in Rheinland-Pfalz

Mainz, 23.9.2026: Treffen des Ministerrates Rheinland-Pfalz mit Ministerpräsident Gordon Schnieder mit den Bischöfen. im Erbacher Hof

Es kommt auf diejenigen an, die den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken

 

Mainz. Der Ministerrat ist am Mittwochabend, 23. September, mit den katholischen Bischöfen zu seinem traditionellen Austausch zusammengekommen. Im Mittelpunkt standen aktuelle politische und gesellschaftliche Fragen sowie die Zusammenarbeit in Krisen- und Notfallsituationen. Dazu Ministerpräsident Gordon Schnieder: „Gerade wenn extremistische Kräfte die Gesellschaft auseinander treiben, kommt es auf diejenigen an, die den Zusammenhalt stärken. Ich bin dankbar, dass sich die Bistümer in Rheinland-Pfalz mit ihrer klaren Haltung zur gleichen Würde aller Menschen so entschieden für unsere freiheitliche Demokratie einsetzen. Die Kirchen schaffen Orte, an denen sich Menschen mit ganz unterschiedlichen Positionen begegnen können. Christinnen und Christen engagieren sich vielfach ehrenamtlich und tragen damit wesentlich zu einem guten Miteinander bei. Die Bistümer sind wichtige Partnerinnen des Landes auch in Notfall- oder Krisensituationen. Gerade in einer Zeit tiefgreifender Umbrüche, wie wir sie gerade erleben, leistet die katholische Kirche einen unverzichtbaren Beitrag für eine gute Zukunft von Rheinland-Pfalz.“

 

Die für die Kirchen zuständige Sozialministerin und stellvertretende Ministerpräsidentin Sabine Bätzing-Lichtenthäler sagte: „Die Stimme der katholischen Bischöfe ist eine wichtige für die rheinland-pfälzische Landesregierung. Wo Kirche in unserem Land ist, da kommen Menschen zusammen, da findet Austausch statt, da wächst Gemeinschaft. Auch deswegen ist der Dialog mit den katholischen Bischöfen über die Fragen des gesellschaftlichen Zusammenhalts, die Vitalisierung unserer demokratischen Gemeinschaft und die Herausforderungen auch für besonders schutzbedürftige Gruppen in unserem Bundesland so wertvoll. Dieser Austausch fußt auf einem tiefen Vertrauen, das über die vergangenen Jahrzehnte gewachsen ist und das wir beidseitig pflegen. Die Kirche ist und bleibt für die Menschen eine stabile Konstante und ein wichtiger Orientierungspunkt in diesen stürmischen und bewegten Zeiten.“

 

Die Landesregierung hat in ihrem Koalitionsvertrag verankert, dass sie die Kirchen insbesondere als Trägerinnen von Einrichtungen in den Bereichen Bildung, Gesundheit und Pflege sowie für Bedürftige unterstützt, damit sie diese Aufgaben auch künftig gut wahrnehmen können.

 

Der Mainzer Bischof Dr. Peter Kohlgraf bekräftigte dazu, dass die Kirche „gerne einen Beitrag für die gemeinsame Sorge um Land und Gesellschaft leistet“. Der neuen Landesregierung dankte er für die Wertschätzung des gesellschaftlichen Wirkens von Kirchen und Religionsgemeinschaften und die gute Zusammenarbeit. „Wir übernehmen gerne Verantwortung im Bereich der Bildung, weil wir das als Dienst für die Gemeinschaft betrachten“, sagte der Speyrer Diözesanadministrator Markus Magin. „Allerdings können unsere zurückgehenden Kirchensteuereinnahmen und die bisherige Refinanzierung schon seit längerer Zeit nicht mit den Kostensteigerungen mithalten“, erläuterte Magin.

 

Der Limburger Bischof Dr. Georg Bätzing betonte, „dass wir gerne mit unserem Kita-Angebot in der Fläche vertreten bleiben wollen: Wir möchten in diesem Bereich ein verlässlicher Partner bleiben, kommen aber auch hier an die Grenzen unserer finanziellen Leistungsfähigkeit.“ Bischof Dr. Stephan Ackermann aus Trier begrüßte die Gesprächsangebote der Landesregierung zur konstruktiven Umnutzung von Kirchengebäuden: „Wenn Kirchen etwa für eine gesellschaftliche Nutzung umgestaltet werden, bietet das eine Chance, dass Menschen ihre Wirksamkeit im Gestalten des Nahraums erfahren können.“

 

Die Vertreterinnen und Vertreter von Landesregierung und Kirche bekräftigten den Willen, im engen Austausch zu bleiben und zu guten Lösungen zu kommen. Von kirchlicher Seite nahmen außerdem Generalvikar Tim Sturm (Trier), Generalvikar Dr. Sebastian Lang (Mainz), die Bevollmächtigte des Generalvikars, Ordinariatsdirektorin Stephanie Rieth (Mainz), der stellvertretende Generalvikar Dr. Markus Wasserfuhr (Köln) sowie der Leiter des Katholischen Büros Mainz, Ordinariatsdirektor Dieter Skala, teil.

 

Foto unter https://bistummainz.de/presse

 

Nachricht voraus am 24.9.26                                                                     PM (MBN)

 

 

 

Verein „Kirchen auf der BUGA 2029“ gegründet

 Kirchen auf der Bundesgartenschau: Überraschend und gastfreundlich sein

 

Region Mittelrhein. Anlässlich der Bundesgartenschau (BUGA) 2029 im Oberen Mittelrheintal hat sich der Verein „Kirchen auf der BUGA 2029“ gegründet, um gemeinsam das Programm und die Angebote auf der BUGA mitzugestalten. Das teilten die beteiligten Kirchen am 8. September mit. Vertretungen aus den katholischen Bistümern Limburg, Mainz und Trier sowie aus den evangelischen Landeskirchen von Hessen und Nassau (EKHN) und der Kirche im Rheinland (EKiR), dem Evangelischen Dekanat Nassauer Land und der katholischen Kirchengemeinde Heilige Hildegard von Bingen, Rhein und Nahe bilden die Mitgliederversammlung des Vereins.

 

Kirchen gestalten die BUGA 2029 gemeinsam

„Den Kirchenleitungen im Gebiet der BUGA 2029 war es von Anfang an wichtig, sich gemeinsam auf der BUGA 2029 einzubringen und in ökumenischer Verbundenheit ein kirchliches Programm zu gestalten“, betont Vereinsvorsitzender Marcus Grünewald (Bistum Mainz) im Namen des Vorstands und der Mitgliederversammlung. Gute Erfahrungen in der Zusammenarbeit wurden schon im Rahmen zurückliegender Gartenschauen und Großereignisse gemacht. Um dieser partnerschaftlichen Arbeit einen guten Rahmen zu bieten, hat sich der Verein „Kirchen auf der BUGA 2029“ gegründet. „Der Verein koordiniert das kirchliche Engagement auf der BUGA und vertritt die beteiligten Kirchen als Vertragspartner gegenüber der BUGA“, erklärt Grünewald die Vorteile der Vereinsgründung.

 

Kirchliche Angebote zwischen Bingen und Lahnstein

„Überraschend und gastfreundlich“ wolle man wirken, fasst Urs Michalke, Vorstandsmitglied für die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau, die inhaltliche Ausrichtung zusammen. Dazu starten nun die gemeinsamen Planungen. „Als Kirchen möchten wir auf vielfältige Art und Weise in Kontakt mit den Gästen der Gartenschau, aber auch mit den Menschen im Oberen Mittelrheintal kommen“ betont Nicole Claire Heckmann vom Bistum Trier, die neben Grünewald und Michalke den Vorstand des Vereins vervollständigt. Der Verein fördert, koordiniert und vernetzt hierbei die kirchlichen Angebote an Standorten in Bingen, Lahnstein und dazwischen.

 

Kirchen wollen auf der BUGA ein „Mehr“ entdecken lassen

„Mit Freude und einer hohen Motivation gehen wir die nächsten Planungsschritte an, damit die Angebote der Kirchen die Besucher*innen und Bewohner*innen ein ‚Mehr‘ entdecken lassen“, macht Grünewald neugierig auf die kommende Zeit.

 

Hinweis: Kontakt für Medienanfragen: vorstand@kirchen-buga2029.de; Marcus Grünewald: +49177 8090481; Urs Michalke: +49162 4504113; Nicole Claire Heckmann: +49151 14395954

 

Foto unter www.bistummainz.de/presse

 

Nachricht voraus am 10.9.26                                                                      PM (MBN)

 

 

125 Radlerinnen und Radler

Einige Mitarbeitende des Bischöflichen Ordinariats haben mit ihren Fahrrädern an einem Fahrsicherheitstraining teilgenommen

Bistum beteiligte sich an bundesweiter Aktion für Klimaschutz und mehr Bewegung

 

Mainz. 125 Radfahrende aus dem Bistum Mainz haben wieder ordentlich in die Pedale getreten und sind 26.600 Kilometer mit dem Rad zur Arbeit geradelt. Von Mai bis August haben sie an der Aktion „Mit dem Rad zur Arbeit“ teilgenommen. Damit haben sie 5,2 Tonnen CO2 eingespart und als Bistum einen Beitrag geleistet zur Bewahrung der Schöpfung. Auch ihrer Gesundheit haben die Teilnehmenden mit dem Radfahren etwas Gutes getan: Über 600.000 Kalorien haben alle, die mitgeradelt sind, verbraucht. Einige der Teilnehmenden nutzten ihr Jobrad, ein neues Angebot des Bistums Mainz. Inzwischen sind rund 50 Personen mit ihrem Jobrad unterwegs.

Koordiniert wurde die Aktion vom Umweltbeirat des Bistums Mainz, unter anderen von Ratsmitglied Beate Hirt und dem Umweltbeauftragten des Bistums Mainz, Marcus Grünewald, sowie von der Stabsstelle Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, unter anderen von Claudia Wilhelm.

Hinweise:

  • Weitere Informationen zur Aktion, unter anderem die Ergebnisse der 16 Bistums-Teams, unter: https://www.mdrza.de/bistum-mainz

Foto unter www.bistummainz.de/presse

hoff (MBN)

 

 

Bischof Kohlgraf übernimmt weitere politische Patenschaft

Der Mainzer Bischof Peter Kohlgraf (rechts) hat eine weitere politische Patenschaft übernommen. Organisiert hat sie Behrouz Asadi

Gemeinsam mit Menschenrechtsorganisationen fordert er die Freilassung der Iranierin

 

Mainz/Maschhad (Iran). Der Mainzer Bischof Peter Kohlgraf übernimmt eine weitere Patenschaft für eine politisch verfolgte Frau und fordert ihre Freilassung. Mahboubeh Shabani ist nach Angaben mehrerer Menschenrechtsorganisationen 33 Jahre alt und stammt aus der iranischen Stadt Maschhad. Mit Mahboubeh Shabani übernimmt Bischof Kohlgraf zum fünften Mal eine politische Patenschaft. „Hier steht eine Frau vor uns, die nach den Berichten verletzten Menschen geholfen hat, die berufliche Pläne für ihre Zukunft hatte und die nun mit der Todesstrafe konfrontiert ist“, betonte der Menschenrechtsaktivist Behrouz Asadi, der vor einem Jahr das Bundesverdienstkreuz erhalten hat, bei einem Treffen im Bischofshaus am Freitag, 23. Oktober. Asadi hat die Patenschaft vermittelt. Bischof Kohlgraf: „Mit diesem Unrecht kann ich mich nicht mit abfinden. Ob eine politische Patenschaft hilfreich ist, kann ich nicht beurteilen. Es gar nicht erst versuchen, halte ich aber für den falschen Weg.“

 

Während der landesweiten Proteste im Januar 2026 soll Shabani mit ihrem eigenen Motorrad verletzte Menschen zu Krankenhäusern und medizinischen Einrichtungen transportiert haben. Am 2. Februar 2026 wurde sie von Sicherheitskräften festgenommen. Nach Berichten von Menschenrechtsorganisationen soll sie bei der Festnahme geschlagen und anschließend längere Zeit in Einzelhaft gehalten worden sein. Am 26. September 2026 wurde ihrem Rechtsanwalt ein Todesurteil mitgeteilt, das die Erste Kammer des Revolutionsgerichts von Maschhad ausgesprochen hatte. Nur zwei Tage später wurde sie nach Angaben von Iran Human Rights erneut in Einzelhaft verlegt.

 

Vor ihrer Festnahme war sie nach Berichten von Iran Human Rights an mehreren Bauprojekten beteiligt und bereitete sich auf eine berufliche Prüfung im Ingenieurwesen vor. Ihre Eltern sollen bereits verstorben sein. Menschenrechtsorganisationen beschreiben sie deshalb als eine Frau, die in ihrer schwierigen Situation nur über begrenzten familiären Rückhalt verfügt.

 

Hintergrund: Politische Patenschaften

Bischof Kohlgraf hatte bereits im Jahr 2022 im Rahmen des Patenschaftsprojektes der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) erstmals politische Patenschaften für zwei Gefangene im Iran übernommen. Aktuell setzt er sich außerdem noch für Arian Farzamnia und Mahmoud Mehrabi ein. Im April 2026 übernahm er eine weitere politische Patenschaft für die iranische Menschenrechtsanwältin Nasrin Sotoudeh. Sotoudeh wurde bald darauf wieder aus dem Gefängnis entlassen. Reza Nowrozi, für den sich Kohlgraf eingesetzt hatte, war nach Angaben der IGFM im Mai 2023 ebenfalls aus dem Gefängnis entlassen worden. Shabani ist die fünfte Patenschaft, die Kohlgraf übernimmt.

 

Seit dem Jahr 2009 hat die IGFM bereits über 300 politische Patenschaften initiiert und 2011 ein Programm für Patenschaften gestartet. Die IGFM leistet seit Jahrzehnten Einzelfallarbeit und setzt sich für politische Gefangene weltweit ein. Der Menschenrechtsaktivist Behrouz Asadi, der sich seit vielen Jahren für Freiheit, Demokratie und Menschenrechte im Iran einsetzt, hat mehrere dieser politischen Patenschaften maßgeblich vermittelt und begleitet und engagiert sich weiterhin persönlich für das Schicksal der betroffenen politischen Gefangenen.

 

Foto unter www.bistummainz.de/presse

 

Nachricht voraus am 23.10.26                                                                   hoff (MBN)

 

 

Mitradel-Aktion „road2cop31“ in Mainz

Mainz, 27. Oktober 2026: Die Mitradel-Aktion „road2cop31“ hat auf ihrem Weg zur 31. Klimakonferenz Station im Mainzer Priesterseminar gemacht; links Eva Baillie vom Bistum und die Organisatorin von Misereor, Madeleine Wörner.

 Gruppe machte Station im Priesterseminar / Begrüßung durch Eva Baillie

 

Mainz. Die Mitradel-Aktion „road2cop31“ hat auf ihrem Weg zur 31. Klimakonferenz in der Türkei am Dienstagmittag, 27. Oktober, Station im Mainzer Priesterseminar gemacht. Die am 25. Oktober in Aachen gestartete Fahrt will Menschen entlang der Route zur Weltklimakonferenz COP31 über Klimagerechtigkeit und die Folgen der Klimakrise miteinander ins Gespräch bringen. Die Aktion ist eine Initiative von Misereor, dem Klima-Bündnis und dem European Climate Pact Deutschland sowie den ADFC-Kreisverbänden Düsseldorf und Bonn/Rhein-Sieg.

 

Dr. Eva Baillie, Leiterin der Koordinationsstelle Dialog und gesellschaftliche Verantwortung des Bistums Mainz, begrüßte die Gruppe auf ihrer Etappe von Bingen nach Frankfurt für das Bistum Mainz im Hof des Priesterseminars. In ihrem Grußwort ging sie auf das Engagement des Bistums im Bereich Nachhaltigkeit ein und wies auf das neue Job-Bike Angebot des Ordinariates hin.

 

Hinweis: https://www.misereor.de

 

Fotos unter https://bistummainz.de/presse

 

Nachricht voraus am 27.10.26                                                                    tob (MBN)

 

 

„Es geht mir um dich“

Diakon Dr. Simon Helms spendete Paaren den Segen

Tag der Ehejubiläen mit Bischof Peter Kohlgraf im Mainzer Dom

 

Mainz. Gleich zwei Mal wurde an diesem Wochenende der „Tag der Ehejubiläen“ gefeiert: Am Samstag, 26. September, und Sonntag, 27. September, waren Ehepaare in den Mainzer Dom eingeladen, um mit dem Mainzer Bischof Peter Kohlgraf einen Festgottesdienst zu feiern. Für Samstag hatten sich 175 Paare angemeldet, für den Sonntagsgottesdienst 190. Eingeladen waren Paare, die in diesem Jahr ihr 25., 50., 60. oder 65. Ehejubiläum begehen.

 

„Mich persönlich berührt die Begegnung mit Ihnen sehr“, sagte Bischof Kohlgraf in seiner Predigt. Kohlgraf: „Sie kommen mit Ihrer Lebensgeschichte, mit der Erinnerung an gute und vielleicht auch schlechte Tage, mit Glücks- und Versöhnungserfahrungen, mit Hoffnung auf eine gemeinsame Zukunft und, je nachdem, auch mit der Erfahrung, dass Sie sich gegenseitig tragen und stützen.“

 

„Der Blick der Liebe macht einen Menschen einmalig“

„Der persönlichste Augenblick in diesem Gottesdienst ist der, in dem Sie sich anschauen und sich das Eheversprechen erneuern. ‚Es geht mir um dich‘, sagen Sie beide.“ Vor Jahren hätten sich die Paare Liebe und Treue geschworen, „und Sie haben sie gelebt“, betonte Kohlgraf. Mit Blick auf den heutigen Tag sagte er: „Sie nehmen noch einmal neu den Blick der Liebe ein. Der Blick der Liebe macht einen Menschen einmalig.“

 

Kohlgraf sprach auch über den „Weg des miteinander Vertrautwerdens“: Das gehe nicht von heute auf morgen. Es sei ein langer Weg „ja sogar eine Lebensaufgabe.“ Und diese Aufgabe ende nicht, sagte der Bischof. Auch Gott spiele auf diesem Weg eine wichtige Rolle: „Von ihm kann man Treue lernen, das Interesse am anderen, auch das Beieinanderbleiben, wenn vielleicht Schuld und menschliche Schwäche die Beziehung infrage stellen. Er verspricht uns, Ihnen, Treue in guten und bösen Tagen, in Gesundheit und Krankheit, alle Tage Ihres Lebens.“

 

Bekräftigung des Eheversprechens

Im Rahmen des Gottesdienstes bekräftigten die Ehepaare ihr Eheversprechen. Zudem hatten sie nach dem Gottesdienst Gelegenheit, einen individuellen Paarsegen zu empfangen. Neben Bischof Kohlgraf als Vorsteher des Gottesdienstes und Weihbischof Joshy Pottackal als Konzelebrant spendeten in den beiden Gottesdiensten auch den Einzelsegen für die Ehepaare: Domkapitular Dr. Franz-Rudolf Weinert (Samstag), Generalvikar Dr. Sebastian Lang (Sonntag), die Gemeindereferentinnen Kerstin Aufenanger und Simone Kreuzberger, sowie die Diakone Markus Guinchard (Samstag) und Dr. Simon Helms (Sonntag).

 

Außerdem konnten sich die Paare im Kreuzgang von Fotografin Silke Kemmer fotografieren lassen. Musikalisch gestaltet wurden die beiden Gottesdienste von Domorganist Professor Daniel Beckmann an der Orgel, Domkapellmeister Karsten Storck als Kantor (Samstag), sowie Domkantorin Jutta Hörl (Sonntag). Nach dem Gottesdienst waren die Paare zu einer Begegnung mit Bischof Kohlgraf in die Domstraße eingeladen.

 

Stichwort: Tag der Ehejubiläen

Der Tag der Ehejubiläen stand unter der Überschrift „Ein Segen zu lieben“ und wurde vom Referat Partnerschaft · Ehe · Familie im Bischöflichen Ordinariat Mainz vorbereitet. Im Jahr 2019 war erstmals im Mainzer Dom ein Tag der Ehejubiläen gefeiert worden.

 

Hinweis: Weitere Informationen über das Referat Partnerschaft · Ehe · Familie: www.bistummainz.de/ews

 

Fotos unter www.bistummainz.de/presse

 

Nachricht voraus am 27.9.26                                                                     hoff (MBN)

 

 

 

 

Gutes ökumenisches Miteinander

Bischof Kohlgraf bei seiner Predigt anlässlich dem Jubiläum 500 Jahre Reformation in Darmstadt

Bischof Kohlgraf predigte beim Jubiläum „500 Jahre Reformation in Darmstadt“

 

Darmstadt. Der Mainzer Bischof Peter Kohlgraf hat am Sonntag, 18. Oktober, im Rahmen der Predigtreihe zum Thema „500 Jahre Reformation in Darmstadt – Was bedeutet Reformation heute?“ in der Darmstädter Stadtkirche gepredigt. In seiner Predigt mit dem Titel „Reformation und Ökumene heute“ sprach Kohlgraf von einer „brüderlichen Verbindung“ aller Christen.

 

Kohlgraf sprach von zwei Ebenen der Ökumene: der theologischen und der Ebene der gelebten Wirklichkeit. Theologisch und auf Ebene der Kirchenleitung sei viel geschehen: „Tatsächlich erlebe ich das Miteinander hier als sehr fruchtbar, geschwisterlich und lösungsorientiert.“ Auf der zweiten Ebene des kirchlichen Alltags sei die Basis „noch weiter“: Bestimmte Seelsorgeangebote fragten nicht mehr vorrangig nach einem spezifisch konfessionellen Profil. Beispielhaft nannte er die Notfall- oder Telefonseelsorge, „auch in manchen Pflegeeinrichtungen ist jeweils eine Kirche vertreten“. Und: „Paare leben oft schon jahrzehntelang Ökumene, ohne dass es größere Probleme gibt, die es vielleicht zu Beginn der Partnerschaft noch gab.“

 

Einander aushalten und miteinander diskutieren

Im Hinblick auf existierende Diskrepanzen sagte Kohlgraf: „In manchen Themen werden wir weiter ringen, denn in einigen ethischen Fragen sind wir nicht einer Meinung. Das muss ausgehalten und diskutiert werden. Aber die Kirchen sollten einen Stil der Debatte und der Auseinandersetzung leben, der eine Gesellschaft, die sich in Polarisierung und Hetze gefällt, nachdenklich macht.“

 

Kohlgraf resümierte: „Es macht Freude, Ökumene auf verschiedenen Ebenen zu gestalten: in theologischen Gesprächen, in Beziehungen und Gemeinden sowie in der persönlichen Frömmigkeit und in der Gottes- und Christusbeziehung. Das wichtigste Fundament bleibt das Gebet, miteinander, füreinander und stellvertretend für die vielen.“

 

500 Jahre Reformation in Darmstadt

Die Evangelische Stadtkirchengemeinde Darmstadt und das Evangelische Dekanat Darmstadt würdigen den Beginn der Reformation in Darmstadt mit einer Veranstaltungsreihe vom 22. August bis 1. November 2026. Die Herbst-Predigtreihe der Stadtkirche zum Thema „500 Jahre Reformation in Darmstadt - Was bedeutet uns Reformation heute?“ ist Teil dieses Programms.

 

Foto unter www.bistummainz.de/presse

 

Nachricht voraus am 19.10.26                                                                                  hoff (MBN)

 

 

Größte katholische Spendenaktion: Bistum Mainz mit rund 90.000 Euro dabei

Plakat zum Weltmissionssonntag von missio

Weltmissionssonntag: Bistum Mainz und Hilfswerk missio Aachen rufen zu Kollekte auf

 

Mainz. Das Bistum Mainz und das Hilfswerk missio Aachen rufen zum diesjährigen Weltmissionssonntag am 25. Oktober zu Spenden in den Gottesdiensten für die größte katholische Solidaritätsaktion der Welt auf. Dabei wird zeitgleich in mehr als 100 Ländern eine Kollekte gesammelt, mit der die soziale und pastorale Arbeit der Kirche in besonders armen Regionen Afrikas, Asiens und Ozeaniens unterstützt wird. Im vergangenen Jahr kamen im Bistum Mainz dafür über 90.000 Euro zusammen. In Deutschland sammelte missio Aachen 2025 rund 2,15 Millionen Euro für diese weltweite Aktion.

 

Der Weltmissionssonntag wurde von Papst Pius XI. 1926 eingeführt. „Damit beweisen Christinnen und Christen weltweit schon seit 100 Jahren über alle nationalen Grenzen hinweg eine unermüdliche Solidarität mit den Armen und Benachteiligten. Das ist in einer Welt, in der Nationalismus und Egoismus zunehmen, auch ein wichtiges politisches Zeichen”, sagte Weihbischof Joshy Pottackal O.Carm., der als Bischofsvikar für den Bereich Weltkirche im Bistum Mainz zuständig und Mitglied der Kommission Weltkirche und Migration der DBK ist.  „Jede Spende zum Weltmissionssonntag fördert die Globalisierung der Nächstenliebe und eine Kultur des Mitgefühls, nach der wir uns alle sehnen und alle davon profitieren”, hofft Weihbischof Pottackal auf das Engagement der Gottesdienstbesucher am 25. Oktober.

 

In diesem Jahr begrüßt missio Aachen zum Weltmissionssonntag Gäste aus Madagaskar, die seit Anfang Oktober in Deutschland auf rund 200 Veranstaltungen über ihre Arbeit berichten. Sie illustrieren damit stellvertretend die Arbeit der Kirchen in den ärmsten Regionen der Welt für Menschen in Not. In Mainz war Sr. Marie Odette Baomazava zu Gast und berichtete bei verschiedenen Veranstaltungen von ihrer Arbeit mit jungen Frauen im Bildungsbereich. Weitere Aktionen sind an verschiedenen Orten im Bistum geplant, wie z.B. in der KHG Darmstadt, wo am Weltmissionssonntag eine Junge Messe mit anschließendem Länderabend Madagaskar stattfindet.

 

Hintergrund

 

Die Kollekte zum Weltmissionssonntag wird weltweit in der katholischen Kirche im Auftrag des Papstes durchgeführt. Sie wurde vor 100 Jahren von Papst Pius XI. 2026 ins Leben gerufen. Mehr als 120 Päpstliche Missionswerke sammeln auf allen Kontinenten für die soziale und pastorale Arbeit der Kirche in den 1.100 ärmsten Bistümern der Welt. Die Spenden fließen in einen globalen Solidaritätsfonds der Päpstlichen Missionswerke. Einmal im Jahr entscheiden die Nationaldirektorinnen und Nationaldirektoren der rund 120 Päpstlichen Missionswerke darüber, welche Diözesen der ärmsten Ortskirchen aus diesem Fonds unterstützt werden.

In Deutschland organisieren die Internationalen Katholischen Missionswerke missio Aachen und missio München als Mitglieder der Päpstlichen Missionswerke die Kollekte zum Weltmissionssonntag und die Kampagne zum Monat der Weltmission.

 

Hinweis: Weitere Informationen unter www.bistummainz.de/weltkirche und unter www.missio-hilft.de/wms

 

Foto unter www.bistummainz.de/presse

 

Nachricht voraus am 20.10.26                                                                    PM (MBN)

 

 

 

Ökumenischer Gottesdienst „Globale Gerechtigkeit und Frauen“

Mainz, 2. Oktober 2026: Die Bevollmächtigte des Generalvikars, Stephanie Rieth, würdigte die Arbeit von Schwester Marie Odette Baomazava (links), die als Gast von Missio über ihre Arbeit in Madagaskar berichtet.

Bevollmächtigte Rieth würdigte diesjährigen Missio-Gast in der Christuskirche

 

Mainz. „Wo Frauen wie Schwester Marie Odette Baomazava aus Madagaskar aufstehen, da bricht das Reich Gottes an.“ Das sagte die Bevollmächtigte des Generalvikars, Ordinariatsdirektorin Stephanie Rieth, am Freitag, 2. Oktober, in der Mainzer Christuskirche. Sie würdigte in ihrer Ansprache die Arbeit des diesjährigen Missio-Gastes im Bistum, die mit ihrer Arbeit unter anderem junge Frauen ermutigt „und ihnen Selbstbewusstein und ein Wissen um ihre eigene Wirksamkeit schenkt“. Rieth sprach bei einem ökumenischen Gottesdienst unter der Überschrift „,Gaias Töchterʼ – globale Gerechtigkeit und Frauen“, der im Rahmen des Gaia-Programms in der Mainzer Christuskirche stattfand. Anliegen dabei war es, im Gebet und im anschließenden Gespräch den Blick auf Frauen zu richten, die sich in der Kirche für die Schöpfung und für weltweite Gerechtigkeit engagieren.

 

Schwester Marie Odette berichtete bei dem Gottesdienst von ihrer Arbeit in Madagaskar. Sie ist seit 2018 Leiterin des Kultur- und Sozialzentrums Filles Tanamakoa in Toamasina, einem Zentrum für technische und berufliche Bildung. Ziel der Einrichtung ist es, arbeitslose Jugendliche, junge Frauen und Menschen mit Behinderung bei der Arbeitssuche zu unterstützen. Schwester Marie Odette ist zurzeit auf Einladung des Hilfswerkes Missio zu Gast in einigen deutschen Diözesen. Im Vorfeld des Sonntags der Weltmission am 25. Oktober organisiert Missio Besuchsreisen von Gästen aus den jeweiligen Beispielländern. In diesem Jahr wird der 100. Sonntag der Weltmission gefeiert. Seit seiner Einführung am 14. Juni 1926 durch Papst Pius XI. engagieren sich Katholikinnen und Katholiken weltweit für die Menschen in den ärmsten Bistümern. Die Kollekte am Sonntag der Weltmission ist die größte Solidaritätsaktion von Katholiken für Katholiken weltweit.

 

Ein weiteres Zeugnis steuerte Dr. Brigitte Bertelmann von Oikocredit bei, einer internationalen Entwicklungsgemeinschaft, die vor 51 Jahren gegründet wurde und mittlerweile Partner in 34 Ländern unterstützt. Bertelmann wies darauf hin, dass Frauen mit eigenem Einkommen rund 80 Prozent für Kindern und Familie ausgeben, bei Männern seien es nur rund 30 Prozent. Bei Oikocredit könne man „mit relativ kleinen Beträgen wirksam helfen und beitragen, das Leben von Menschen zu verbessern“.

 

Die musikalische Gestaltung hatte die Frauenschola St. Stephan sowie Natasha Goldberg (Sopran) und Ralph Hammes (Klavier) übernommen. Die Liturgie gestalteten Pastoralassistentin Martina Wingenfeld und Pfarrerin Dr. Inga Kreusch. Im Anschluss lud Dr. Eva Baillie vom Referat Weltkirche im Bistum Mainz zur Begegnung im Vorraum der Christuskirche ein.

 

Installation „Gaia“

In der Christuskirche ist seit dem 13. September die Wander-Installation „Gaia“ des britischen Künstlers Luke Jerram zu sehen. Der Name „Gaia“ stammt aus der griechischen Mythologie und bezeichnet dort die Personifizierung der Erde.  Mit einem Durchmesser von sieben Metern und gestaltet auf der Grundlage hochauflösender Aufnahmen der Erdoberfläche bietet das Kunstwerk die Möglichkeit, die Erde dreidimensional schwebend zu betrachten, um den sogenannten „Overview-Effekt“ erfahrbar zu machen. Die Installation des Evangelischen Dekanates und der Evangelischen Kirchengemeinde Mainz-Innenstadt ist noch bis 4. Oktober in der Christuskirche zu sehen.

 

Hinweis: Weitere Informationen zum Monat der Weltmission unter https://www.missio.de

 

Fotos unter https://www.bistummainz.de/presse

 

Nachricht voraus am 2.10.26                                                                      tob (MBN)

 

 

Kirche im Mentoring: Führen heißt Gestalten

Kira Ludwig und Antje Schilling zusammen mit Helena Gilbert und Eva Baillie

 

Zwei Mentorinnen und zwei Mentee aus dem Bistum Mainz

 

Mainz/Augsburg. Führen heißt Gestalten – unter diesem Leitgedanken startet „Kirche im Mentoring“ in die nächste Etappe. Kira Ludwig und Antje Schilling gehören zum elften Jahrgang der Initiative. Vom 6. bis 8. Oktober fand das dreitägige Auftaktseminar in Augsburg statt, das die einjährige Mentoring-Phase einläutet. Kira Ludwig leitet das Referat Liegenschaften, Antje Schilling ist Museumspädagogin des Bischöflichen Dom- und Diözesanmuseums. Helena Gilbert, Ökonomin des Priesterseminars, und Dr. Eva Baillie, Leiterin der Koordinationsstelle für Dialog und Gesellschaftliche Verantwortung, begleiten die beiden als Mentorinnen durch das Programm.

 

Während des 3-tägigen Seminars in Augsburg fanden sich die Mentees und ihre Mentor*innen auch zu einem ersten, konstituierenden Tandem-Gespräch zusammen – dem im Laufe der nächsten Monate weitere folgen werden. Für Kira Ludwig und Antje Schilling beginnt damit eine besondere Reise: Im Rahmen der Kooperation mit dem Hildegardis-Verein erhalten sie die Möglichkeit, ihre Führungskompetenzen weiterzuentwickeln, neue Perspektiven kennenzulernen und sich mit anderen Frauen über ihre Erfahrungen und Ziele auszutauschen. Ein wichtiger Meilenstein des Auftakts war der Abschluss der Mentoring-Vereinbarung. Sie bildet die Grundlage für die gemeinsame Zusammenarbeit zwischen Mentee und Mentorin und schafft einen verbindlichen Rahmen für den bevorstehenden Mentoring-Prozess.

 

Sr. Dr.in Katharina Ganz OSF, langjährige Generaloberin der Franziskanerinnen von Oberzell und designierte Präsidentin des Deutschen Caritasverbandes, sprach mit den Teilnehmenden über Geschlechtergerechtigkeit in der Kirche: „Führen heißt Gestalten. Das bedeutet für mich, an einflussreicher Stelle Entscheidendes bewirken zu können – was den Menschen dient und die Organisation voranbringt.“

 

In diesem Jahr sind unter den 30 Tandems erstmals vier Mentoring-Paare aus der Schweiz. Am Mentoring, das der Hildegardis-Verein e.V. in Kooperation mit der Deutschen Bischofskonferenz durchführt, beteiligen sich insgesamt zwölf (Erz-)Bistümer, drei Diözesancaritasverbände, der Deutsche Caritasverband, zwei Wissenschafts-Institutionen und ein Hilfswerk.

 

Hinweis: Weitere Informationen unter www.kirche-im-mentoring.de

Fotos unter www.bistummainz.de/presse

 

Nachricht voraus am 22.10.26                                                                   hoff (MBN)