Bevollmächtigte Rieth würdigte diesjährigen Missio-Gast in der Christuskirche:Ökumenischer Gottesdienst „Globale Gerechtigkeit und Frauen“


Rieth sprach bei einem ökumenischen Gottesdienst unter der Überschrift „,Gaias Töchterʼ – globale Gerechtigkeit und Frauen“, der im Rahmen des Gaia-Programms in der Mainzer Christuskirche stattfand. Anliegen dabei war es, im Gebet und im anschließenden Gespräch den Blick auf Frauen zu richten, die sich in der Kirche für die Schöpfung und für weltweite Gerechtigkeit engagieren.
Schwester Marie Odette berichtete bei dem Gottesdienst von ihrer Arbeit in Madagaskar. Sie ist seit 2018 Leiterin des Kultur- und Sozialzentrums Filles Tanamakoa in Toamasina, einem Zentrum für technische und berufliche Bildung. Ziel der Einrichtung ist es, arbeitslose Jugendliche, junge Frauen und Menschen mit Behinderung bei der Arbeitssuche zu unterstützen. Schwester Marie Odette ist zurzeit auf Einladung des Hilfswerkes Missio zu Gast in einigen deutschen Diözesen. Im Vorfeld des Sonntags der Weltmission am 25. Oktober organisiert Missio Besuchsreisen von Gästen aus den jeweiligen Beispielländern. In diesem Jahr wird der 100. Sonntag der Weltmission gefeiert. Seit seiner Einführung am 14. Juni 1926 durch Papst Pius XI. engagieren sich Katholikinnen und Katholiken weltweit für die Menschen in den ärmsten Bistümern. Die Kollekte am Sonntag der Weltmission ist die größte Solidaritätsaktion von Katholiken für Katholiken weltweit.

Ein weiteres Zeugnis steuerte Dr. Brigitte Bertelmann von Oikocredit bei, einer internationalen Entwicklungsgemeinschaft, die vor 51 Jahren gegründet wurde und mittlerweile Partner in 34 Ländern unterstützt. Bertelmann wies darauf hin, dass Frauen mit eigenem Einkommen rund 80 Prozent für Kindern und Familie ausgeben, bei Männern seien es nur rund 30 Prozent. Bei Oikocredit könne man „mit relativ kleinen Beträgen wirksam helfen und beitragen, das Leben von Menschen zu verbessern“.
Die musikalische Gestaltung hatte die Frauenschola St. Stephan sowie Natasha Goldberg (Sopran) und Ralph Hammes (Klavier) übernommen. Die Liturgie gestalteten Pastoralassistentin Martina Wingenfeld und Pfarrerin Dr. Inga Kreusch. Im Anschluss lud Dr. Eva Baillie vom Referat Weltkirche im Bistum Mainz zur Begegnung im Vorraum der Christuskirche ein.
Installation „Gaia“

In der Christuskirche ist seit dem 13. September die Wander-Installation „Gaia“ des britischen Künstlers Luke Jerram zu sehen. Der Name „Gaia“ stammt aus der griechischen Mythologie und bezeichnet dort die Personifizierung der Erde. Mit einem Durchmesser von sieben Metern und gestaltet auf der Grundlage hochauflösender Aufnahmen der Erdoberfläche bietet das Kunstwerk die Möglichkeit, die Erde dreidimensional schwebend zu betrachten, um den sogenannten „Overview-Effekt“ erfahrbar zu machen. Die Installation des Evangelischen Dekanates und der Evangelischen Kirchengemeinde Mainz-Innenstadt ist noch bis 4. Oktober in der Christuskirche zu sehen.