Zum Inhalt springen

Unser Weg hin zu einem gemeinsamen :Leitbild der Pfarrrei Heilige Familie

Leitbild  Heilige Familie Langen - Egelsbach - Erzhausen
Datum:
8. Jan. 2027
Von:
Charlotte Hermes / cd

– eine Bahnreise, die uns verbindet

Als wir uns in unserer Pfarrei Heilige Familie Langen/Egelsbach/Erzhausen als Pfarreirat auf den Weg machten, ein Leitbild zu entwickeln, fühlte es sich an wie der Moment, in dem ein Zug anrollt: Man steigt ein, ohne jede Station zu kennen, aber mit der Gewissheit, dass man gemeinsam unterwegs ist – mit einem Ziel, das sich unterwegs immer klarer zeigt. Genau so hat sich unser Pfarreirat auf den Weg gemacht.

Der Startbahnhof 

Im November 2024 begann unsere Reise – und schon am ersten Bahnhof lag spürbar etwas in der Luft: Aufbruch, Neugier, Vorfreude. Der Pfarreirat kam in Maria Königin in Erzhausen zusammen, begleitet von Moderatorinnen des Bistums, und es war sofort klar, dass wir uns auf einen besonderen Weg begeben würden.

Die Türen unseres Zuges öffneten sich weit, und wir stiegen ein mit dem Gefühl: Jetzt geht es los. Wir gestalten Zukunft.

Es herrschte eine Atmosphäre von Engagement und echter Lust, etwas Gemeinsames entstehen zu lassen. Viele brachten bereits erste Gedanken mit, andere einfach die Bereitschaft, sich einzubringen und mitzudenken. Die Moderatorinnen halfen uns, die Aufgabe zu verstehen – nicht als Pflicht, sondern als Chance.

So setzte sich unser Zug in Bewegung: getragen von Motivation, getragen von Gemeinschaft, getragen von der Freude, gemeinsam etwas Neues zu beginnen.

Die erste große Zwischenstation 

Einige Monate später erreichten wir die nächste Station: die Klausurtagung des Pfarreirates im März 2025 in Schmerlenbach. Hier wurde der Zug nicht nur weitergetrieben – hier wurde der Fahrplan konkret. In einem von Nadine Hillabrand und Carola Simon hervorragend vorbereiteten und wunderbar moderierten Workshop entstand ein Konzept, wie wir Schritt für Schritt zu unserem Leitbild gelangen könnten.

Uns war klar: Ein Zug fährt nicht nur für das Lokpersonal. Er fährt für alle, die mitreisen wollen. Also öffneten wir die Türen weit.

Viele Stimmen steigen ein – Vielfalt, die unseren Zug lebendig macht

Je weiter unser Zug durch die Monate fuhr, desto mehr Menschen stiegen ein. Und mit jedem Halt wurde deutlicher: Unsere Pfarrei ist ein bunter Zug voller unterschiedlicher Abteile, voller Stimmen, Erfahrungen und Glaubenswege. Genau diese Vielfalt machte unsere Reise so wertvoll.

Am Runden Tisch in Albertus Magnus im September 2025 kamen unterschiedliche Gruppen, Gremien und Verbände unserer Pfarrei zusammen – alle Ehrenamtlichen waren eingeladen, an diesem wichtigen Punkt unserer gemeinsamen Strecke mitzuwirken. Dort bekamen die Vertreterinnen und Vertreter der vielfältigen Gruppierungen runde, farbige Impulskarten an die Hand, auf denen sie festhalten konnten, was ihren Glauben in der Gemeinschaft trägt, was sie zu ihrem Engagement bewegt und wie sie als Gruppen wahrgenommen werden möchten.

In den Wochen danach kamen sie in ihren Kreisen zusammen, tauschten sich aus, hörten einander zu und ließen ihre Überlegungen wachsen. Alles, was dabei entstand, wurde auf diesen Karten gesammelt – wie kleine Mosaiksteine, die später ein größeres Bild ergeben sollten: das Leitbild unserer Pfarrei Heilige Familie Langen/Egelsbach/Erzhausen. 

Als wir uns im Januar 2026 erneut am Runden Tisch begegneten, brachten die Gruppen ihre Impulskarten mit – verdichtete Gedanken als Wegweiser hin zu unserem gemeinsamen Leitbild. Vertraute Stimmen und neue Perspektiven kamen zusammen, jede mit ihrem eigenen Klang.

In diesem Miteinander wurde spürbar, wie sehr uns das Zusammenspiel vieler Erfahrungen und Lebenswege bereichert. Eine leise Offenheit füreinander lag im Raum, ein Zuhören, das Verbindung schuf. Die Impulskarten in der Mitte nahmen all das auf und hielten fest, was uns im Innersten bewegt.

Je länger wir sie betrachteten, desto deutlicher zeigte sich, wie viel Leben, Glauben und gemeinsame Suche darin steckte. Immer wieder war zu spüren, dass der Heilige Geist uns durch diese Vielfalt hindurchführte – wie ein sanfter Wind, der die vielen Stimmen nicht angleicht, sondern miteinander in Resonanz bringt. So floss all das, was uns trägt, herausfordert und miteinander verbindet, in unser Leitbild ein. Nicht als Kompromiss, sondern als Ausdruck einer Gemeinschaft, die sich in ihrer Vielfalt ernst nimmt und gemeinsam weitergeht.

Barbara Mey, unsere Pfarreiratsvorsitzende, nahm diese Stimmen behutsam auf, damit sie ihren Weg in den weiteren Prozess finden konnten – nicht als bloße Sammlung von Gedanken, sondern als Ausdruck dessen, was uns als Gemeinschaft trägt und weiterführt.

Der Sammelbahnhof 

Im Februar 2026 trafen sich Vertreterinnen des Pastoralteams, Pfarreiratsmitglieder und Ehrenamtliche erneut zu einem Workshop, diesmal in St Josef mit fantastischer Moderation von Barbara Mey. 

Hier wurden die vielen Stimmen, Gedanken und Impulse zusammengeführt. Es war, als würden wir all das Gepäck, das unterwegs eingestiegen war, sortieren und zu einem gemeinsamen Reisegepäck bündeln.

Aus dieser Vielfalt entstand ein Leitbild, das unsere Pfarrei trägt: klar in der Ausrichtung, offen für die Zukunft, geprägt von vielen Herzen und Händen.

Der Zielbahnhof 

Im März 2026 erreichte unser Zug eine wichtige Station: Am Hochfest der Verkündigung des Herrn fand im Pfarreirat die Beschlussfassung und Verkündigung des Leitbildes statt – ein Moment, in dem zwei Jahre gemeinsamer Arbeit ihren sichtbaren Ausdruck erhielten. Es war ein Augenblick der Freude und Dankbarkeit – für all die Stimmen, die mitgereist sind, und für den Weg, den wir miteinander gegangen sind.

Pfarrer Neff schenkte dem Leitbild ein Gebet, das uns wie ein geistlicher Begleiter weiter auf unserer Reise mitnimmt. Mit spürbarem Stolz und echter Freude gab er das fertige Leitbild an das Bistum Mainz weiter – als Ausdruck dessen, was in unserer Pfarrei entstanden ist.

Doch wie bei jeder guten Zugfahrt gilt: Auch wenn wir einen Bahnhof erreicht haben, bleibt die Reise nicht stehen. Sie geht weiter – nur auf einer neuen Strecke, mit neuer Klarheit und neuer Ausrichtung.

Die Weiterfahrt – unsere nächsten Schritte

Damit unser Leitbild nicht nur auf dem Papier existiert, sondern wirklich sichtbar und spürbar wird, geht unsere Reise nun in eine neue Phase über. In den kommenden Wochen wird das Leitbild gedruckt und an allen Kirchorten unserer Pfarrei ausgehängt – an einem Platz, der ihm gerecht wird und an dem es Menschen begegnen kann.

Auch in unseren Mitteilungen, im „Aktuell“ und auf der Homepage wird es vorgestellt, damit möglichst viele Gemeindemitglieder es kennenlernen können. Zusätzlich entsteht ein Roll‑Up, das unser Leitbild aufgreift und bei Veranstaltungen, Gottesdiensten oder Begegnungen präsent sein wird – wie ein Reisebegleiter, der uns daran erinnert, wohin wir gemeinsam unterwegs sind.

Und natürlich wird das Leitbild im Rahmen eines Gottesdienstes feierlich gesegnet. Ein Moment, in dem wir all das, was in zwei Jahren gewachsen ist, bewusst unter Gottes Segen stellen und uns neu auf den Weg schicken lassen.

Gemeinsam unterwegs

Unser Leitbild ist kein Fahrplan, sondern ein Blick nach vorn. Es beschreibt nicht die Stationen, sondern die Haltung, mit der wir unterwegs sind. Es ist das gemeinsame Fenster, durch das wir schauen – als Pfarrei, als Gemeinschaft, als Menschen, die miteinander auf dem Weg sind. Und wenn wir durch dieses Fenster blicken, sehen wir das Bild, das uns leitet: ein Unterwegssein in Anstand und Respekt, das unser Miteinander prägt und trägt.

Möge dieser Weg uns weiter verbinden und inspirieren.

Charlotte Hermes

 

Leitbild der
Pfarrei Heilige Familie Langen-Egelsbach-Erzhausen

Die Pfarrgemeinde Heilige Familie, Langen-Egelsbach-Erzhausen, lebt von den Menschen, die hier bei uns wohnen und ihr Leben hier gestalten. Als Kirchengemeinde wollen wir die verschiedenen Fähigkeiten und Charismen in der Vielfältigkeit des gelebten Glaubens abbilden. So lade ich Sie ein, entdecken sie uns und gestalten sie mit uns Ihren Glauben in der jeweiligen Lebenssituation. 

Pfarrer Ulrich Neff

 

Mit dem Ziel, Glauben und Leben zu teilen leiten uns folgende Sätze:

  • In der Nachfolge Jesu leben wir die christliche Botschaft und strahlen Freude am Glauben aus. 
  • Wir verstehen uns als offenen Raum, in dem Menschen mit unterschiedlichen Talenten und Bedürfnissen einander begegnen und Kirche mitgestalten. 
  • An Orten des Glaubens erleben wir Einheit in Vielfalt. 
  • Wir verstehen Gottesdienst als zentralen Ankerpunkt unserer lebendigen Gemeinschaft. 
  • Bei der Ausgestaltung des persönlichen Glaubens begegnen wir uns verständnisvoll. 
  • Zukunftsorientierung und Tradition werden als Quelle unterschiedlicher kraftvoller Glaubensformen verstanden. 
  • Gelebte Nächstenliebe ist die Basis unseres Handelns und Ausdruck unseres Glaubens.