Umweltpreis des Bistums Mainz

Das Bistum Mainz schrieb im Jahr 2018 erneut einen Umweltpreis aus. Gesucht wurden Beiträge zur Bewahrung unseres „gemeinsamen Hauses". Der Bischof von Mainz, Dr. Peter Kohlgraf ist Schirmherr des Umweltpreises.


Grußwort des Bischofs

Liebe Gläubige im Bistum Mainz,
„Über die Sorge für das gemeinsame Haus" – ich freue mich sehr, dass der Umweltpreis des Bistums Mainz 2018 unter dem Leitwort der Enzyklika Laudato si' von Papst Franziskus steht. Als Schirmherr des Preises lade ich Sie herzlich ein, die Ausschreibung zum Anlass zu nehmen, sich mit der Enzyklika des Papstes auseinander zu setzen und nach Wegen zu suchen, wie „die Sorge um das gemeinsame Haus" bei uns im Bistum Mainz konkret werden kann.
Das Thema „Umwelt und Entwicklung als Aufgabe der Kirche" hat uns Bischöfe in Deutschland bei unserer Vollversammlung im September 2017 intensiv beschäftigt. Im Rahmen eines Studientages hatten wir Gelegenheit, einen Vortrag des Klimaforschers Prof. DDr. Hans Joachim Schellnhuber zu hören, der das Ausmaß und die Ursachen der ökologischen Krise und insbesondere die Folgen der globalen Erderwärmung beschrieb. Deutlich geworden ist dabei, in welch engem Verhältnis weltweites wirtschaftliches Handeln, soziale Gerechtigkeit und die Sicherung der natürlichen Lebensgrundlagen zueinander stehen. Wir als einzelne und als Kirche müssen uns fragen, was wir in unserem Umfeld für eine ganzheitliche Ökologie und eine nachhaltige Entwicklung, was wir für die Umwelt und für die Armen tun können.
Ich danke dem Umweltbeirat, dass er mit der Ausschreibung des Umweltpreises die Aufmerksamkeit auf diese Themen lenkt und dazu anregt, die Botschaft von Papst Franziskus in die Praxis zu übertragen.
Gemeinsam mit dem Umweltbeirat freue ich mich auf Ihre Bewerbungen und bin neugierig auf Ihre Ideen!


Ihr
+ Peter Kohlgraf
Bischof von Mainz

 

In diesem Jahr wurden zwei mit jeweils 2.000 Euro dotierte erste Preis vergeben: zum einen an das St. Josephshaus Kinder- und Jugendhilfezentrum gGmbH in Groß-Zimmern und Klein-Zimmern für das Projekt „Das gemeinsame Haus“, zum anderen an die Pfarrei St. Franziskus von Assisi in Nieder-Olm für das Projekt „St. Franziskus von Assisi Nieder-Olm – auf dem Weg zu einer nachhaltigen Gemeinde“. Beim St. Josephshaus gibt es zahlreiche Projekte und Initiativen im Bereich Schöpfung und Umwelt wie eine Streuobstwiese, eine Bienen AG oder auch die Anschaffung eines E-Autos. Die Pfarrei St. Franziskus hat beispielsweise Themenwochen zu „Fairer Kaffee“ und „Fairer Schokolade“ durchgeführt oder bietet Umwelt- und Naturprojekte für Kinder an. Ausgezeichnet wurden insgesamt vier Projekte aus Pfarreien und Einrichtungen des Bistums Mainz.
Im Ketteler-Saal des Erbacher Hofes in Mainz überreichte Kohlgraf den Preisträgern gemeinsam mit dem Umweltbeauftragten des Bistums, Dr. Franz Jakob Hock, einen symbolischen Scheck. Bei der siebten Ausschreibung des Preises waren Projekte gesucht, die in besonderer Weise von der päpstlichen Enzyklika „Laudato si – Über die Sorge für das gemeinsame Haus“ inspiriert sind und deren Botschaft in die konkrete Praxis vor Ort übersetzen. Eine unabhängige Jury hatte die Preisträger ausgewählt. Insgesamt wurden acht Projekte eingereicht.
Die weiteren Preisträger sind die Marienschule in Offenbach mit ihrem Projekt „Green is the new Black“ (dritter Preis, mit 1.500 Euro dotiert) sowie die katholische Pfarrei St. Martin in Pohlheim mit ihrem Projekt „Solarthermische Luftkollektoranlage mit PCM-Wärmespeicher, Planung und Realisierung für die Filialkirche St. Matthäus“ (vierter Preis, mit 500 Euro dotiert). Den Sonderpreis für Kindergärten und Schulen (mit 500 Euro dotiert) erhielt der evangelischer Kindergarten der Johannes Kirchengemeinde in Bingen.

Für das Jahr 2020 wird erneut ein Umweltpreis ausgeschrieben.