Energie: Zukunft der Menschheit

„Um unsere von Gott geschenkte Erde für alle Geschöpfe als zukunftsfähiges Lebenshaus zu bewahren, sind
Klimaschutz, schonender Umgang mit Ressourcen, die Verringerung des Energieverbrauchs, Verbesserung
der Energieeffizienz und der Ausbau der erneuerbaren Energien unverzichtbar."

Die deutschen Bischöfe, Empfehlungen zur Energiewende, 02. 12. 2013

 

„Darum ist es dringend geboten, politische Programme zu entwickeln, um in den kommenden Jahren den Ausstoß von Kohlendioxid und anderen stark verunreinigenden Gasen drastisch zu reduzieren, zum Beispiel indem man die Verbrennung von fossilem Kraftstoff ersetzt und Quellen erneuerbarer Energie entwickelt."

Papst Franziskus, Enzyklika „Laudato si" Nr. 26, 24.05.2015

 

Mehr als nur Stromwende

Energiewende bedeutet weit mehr als nur eine Stromwende! In allen Lebensbereichen, in denen wir Energie – oft allzu selbstverständlich - nutzen, müssen wir unser Tun prüfen: wie wir heizen, wie wir uns fortbewegen, was wir kaufen und verbrauchen – unser gesamtes Leben. Auch wir, als Kirche in der Diözese Mainz, stellen uns
diesem Anspruch, hinterfragen und ändern unser Handeln in den Gemeinden und Einrichtungen des Bistums. Klimaschutz ist eine weltweite Aufgabe: Zwei Lösungsstrategien standen bisher im Vordergrund des Handelns:
Dies ist zum einen die EFFIZIENZ: Ein Mehr aus Weniger - also gleiche (oder gar mehr) Leistung bei geringerem Ressourceneinsatz. Zum anderen die KONSISTENZ: „Von der Wiege zur Wiege" - die Wiederverwendung eines Produktes in kontinuierlichen technische Kreisläufen (Recycling) bzw. die rückstandslose Rückführung eines Produktes in die Natur (Abfall als Nahrung).
Diese beiden Strategien können aber nur erfolgreich sein mit einer dritten Strategie, der SUFFIZIENZ. Nur in Kombination mit der Suffizienz werden Effizienz und Konsistenz auf Dauer die nachhaltige Entwicklung erfolgreich gestalten können. Die Suffizienz setzt auf die Einsicht, dass ein „Genug" an die Stelle eines „immer Mehr" treten muss.

Heizung

Die derzeit noch am meisten genutzten Energieträger für unsere Heizung sind Gas, Öl und Strom. Hier ist es wichtig, umzudenken: Öl, als fossilen Energieträger, gilt es zu vermeiden, und bei Gas und Strom sollte nur Grüne Energie verwendet werden. Bei Neuanschaffung oder Austausch von Heizungen kann man Holz (Pellets), als CO2 neutralen Energieträger, Blockkraftheizwerke (BKHW) und andere zukunftsträchtige Energieträgern nutzen. Durch den Einbau einer SOLARTHERME (hier lassen sich staatliche FÖRDERMITTEL in Anspruch nehmen!) lassen sich 60 Prozent des jährlichen WARMWASSERBEDARFS durch (kostenlose) Sonnenenergie erzeugen. Wenn neu gebaut wird oder größere Renovierungen anstehen, sollten zusätzliche DÄMMMASSNAHMEN und der Austausch der Fenster geprüft werden. „Gut gedämmt ist halb geheizt!"

Aber auch in unserem alltäglichen Heizen können wir die Umwelt nachhaltig schützen:

  • Räume bedarfsgerecht heizen (Wohnräume 20-22°C, Küche 18°C, Schlafräume 16°C); wer die Raumtemperatur um 1°C absenkt, spart 6 bis 10 Prozent Heizenergie. 
  • Heizungsregelung optimieren (etwa mit einer Zeitschaltuhr), die Nachtabsenkung aktivieren und alle Einstellungen regelmäßig kontrollieren. Ggf. Raumthermostate einbauen und alte Thermostate erneuern 
  • gezielt und voll, aber kurz lüften („Stoßlüftung"); dabei die Heizkörperthermostate zudrehen
  • hinter Heizkörpern (hier sind die Außenwände oft dünner) einbauen
  • durchführen, kosten wenig und amortisieren sich oft ummanteln, Fenster, Rollladenkästen und Türen abdichten

Strom

gruener-strom (c) www.pixabay.com

Im Sinne der Nachhaltigkeit sollte ausschließlich auf Ökostrom umgestellt werden. Achten Sie dabei auf die Ökostromzertifizierungen „Grüner Strom Label Gold" und „OK Power". Diese Zertifikate sichern Strom zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energiequellen und garantieren außerdem, dass in neue Anlagen zur Erzeugung von Ökostrom und innovative Energieprojekte investiert wird.
Wenn wir Strom sparen, können wir gleichzeitig Geld sparen und im Kleinen die Umwelt schützen:

  • Wasser im Wasserkocher statt auf dem Herd erhitzen
  • LED-LEUCHTKÖRPER einsetzen – ab einer täglichen Brenndauer von 10 Minuten aufwärts. Beispiel: Eine LED Lampe mit 6 Watt brennt 5 Stunden täglich. Der Stromverbrauch für diese LED Lampe beträgt 11 KWh für ein Jahr. Bei einer konventionellen Glühbirne mit 40 Watt liegt der Stromverbrauch bei 73 KWh. Der reduzierte Energieverbrauch macht die höheren Anschaffungskosten schon nach kurzer Zeit bezahlt 
  • Elektrogeräte mit STAND-BY-SCHALTUNG (Computer/ Laptop, Fernseher, Ladegeräte u.a.m.) verbrauchen auch im Ruhezustand Strom – trennen Sie diese Geräte mittels schaltbarer Steckdosenleistung vom Stromnetz
  • genutzt werden, konsequent AUSSCHALTEN Außenbereich BEWEGUNGSMELDER einsetzen.
  • Zeitschaltuhr regeln; besser noch mit „THERMO-STOPP"