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Fahrradpause am Pilgerweg Fahrradpause am Pilgerweg

Antworten von Helena Gilbert, Ökonomin und Ausbildungsreferentin im Haus der kirchlichen Berufe: „Den Begriff HEILIG würde ich gerne mit ins neue Jahr nehmen“

Datum:
29. Dez. 2025
Von:
Helena Gilbert interviewt von Bernhard Deister

„Erst mal mag ich den Begriff „Heilig“. Den würde ich gerne mit ins neue Jahr nehmen. Ich mag heilige Momente, heilige Ort, ich mag auch die Heiligen der katholischen Kirche. Das nehme ich mit und darf auch gerne bleiben." sagt Helena Gilbert im Interview zu ihrem Erleben im Heiligen Jahr. Sie ist spontan zu einer 260 km Tour mit dem Fahrrad aufgebrochen und hat Schönes erlebt.

Das Heilige Jahr stand unter der Überschrift „Pilger der Hoffnung“ - Wohin sind Sie persönlich aufgebrochen in diesem Jahr?

Sehr spontan habe ich in diesen Sommerferien entschieden, dass ich  3 Tage etwas alleine für mich machen möchte. Etwas aktives sollte es sein. Montags kam mir dann die Idee. Ich fahre 260 km alleine mit dem Rad. Vom Mittelrhein ins Ruhrgebiet. Ohne konkreten Plan und ohne Unterkunft. Nur ein Ziel: Zur Saisoneröffnung der 2. Bundesliga. Schalke- gegen Hertha. Um 18.30 Uhr Anpfiff. Mittwochs fuhr ich los. Am ersten Tag kam ich bis Bonn. Eine ziemliche Anstrengung für mich, da ich diese weiten Strecken überhaupt nicht gewohnt war. Mitten in der Innenstadt suchte ich mir ein Hotel. Das Schöne hier: Die Frau an der Rezeption machte mir ein kleines Geschenk: Sie sagte nur: Ich habe ihnen einfach mal ein Upgrade gebucht. Ich kam in das Zimmer und konnte es gar nicht glauben. Ich hatte eine Suite. Das war eine schöne Überraschung und die Badewanne hat mir an diesem Abend sehr gut getan. Am nächsten Tag ging es bis Düsseldorf und am Freitag dann bis nach Gelsenkirchen. Am Mittag war ich schon da, habe mir noch in Ruhe ein Schwimmbad gesucht, mich dort umgezogen, irgendwie einen guten Abstellplatz für mein Rad gesucht und dann zum Spiel. Zurück wurde ich von einem Bus mitgenommen.

Woran erinnern Sie sich ganz besonders und was hat Ihnen Hoffnung gemacht?

Eine kleine Reise für mich, die mich aber viel gelehrt hat:

Es ist auch mal gut ganz alleine unterwegs zu sein. &
Wir leben in einem wunderschönen Land, mit wunderschöner Landschaft und wunderschön hilfsbereiten Menschen. &
Ich darf mir auch mal eine Herausforderung stellen und an der wachsen. &
Alleine war ich eigentlich nie. Irgendwie war ich tatsächlich eine Pilgerin. &
...

Was nehmen Sie mit aus diesem Heiligen Jahr? 

Erst mal mag ich den Begriff „Heilig“. Den würde ich gerne mit ins neue Jahr nehmen. Ich mag heilige Momente, heilige Ort, ich mag auch die Heiligen der katholischen Kirche. Das nehme ich mit und darf auch gerne bleiben.