Mainzer Bistumsnachrichten Nr. 8

Mainz, 25.2.2019: Bei den Dekanatsversammlungen werden Vertreter der Bistumsleitung und der Koordinationsstelle sowohl den Pastoralen Weg als auch den Auftrag für das jeweilige Dekanat vorstellen. (c) Bistum Mainz / Matschak
Mainz, 25.2.2019: Bei den Dekanatsversammlungen werden Vertreter der Bistumsleitung und der Koordinationsstelle sowohl den Pastoralen Weg als auch den Auftrag für das jeweilige Dekanat vorstellen.
Mi, 27. Feb 2019
am (MBN)

Die Bilder zu den aktuellen MBN finden Sie am Ende dieser Seite zusammengefasst in einer Galerie.

Personalien

  • Hans Jürgen Dörr wird Dezernent des Seelsorgeamtes
  • Getrud Pollak verabschiedet
  • Thomas Karst vollendet 75. Lebensjahr (5.3.)

Vorschau

  • 40 Jahre Pfarrer Landvogt-Hilfe (8.3.)
  • Erster Todestag von Kardinal Lehmann (11.3.)
  • Außerordentliche Dekanatsversammlungen (12.3.-12.4.)
  • Treffen der Firmbewerber in Mainz (13.4.)

Publikation

  • Fünfter „Tippgeber“ des Umweltbeirates erschienen

MBN vor 40 Jahren

  • Hirtenbrief von Kardinal Volk

Personalien

Hans Jürgen Dörr wird Dezernent von Seelsorge- und Jugendamt

Winfried Reininger wird Abteilungsleiter und stellvertretender Dezernent

Mainz. Hans Jürgen Dörr, der seit 1. September 2018 das Seelsorgeamt und das Jugendamt des Bischöflichen Ordinariates in der Nachfolge von Domdekan Prälat Heinz Heckwolf zunächst kommissarisch geleitet hat, wird ab 1. März Dezernent von Seelsorge- und Jugendamt. Das hat der Mainzer Weihbischof, Dr. Udo Markus Bentz, der auch Generalvikar des Bistums Mainz ist, am Freitag, 22. Februar, bekannt gegeben. Die Nachfolge von Hans Jürgen Dörr als Abteilungsleiter im Seelsorgeamt übernimmt Winfried Reininger, der bisher als Bereichsleiter beim Diözesancaritasverband Mainz tätig ist. Reininger wird außerdem stellvertretender Dezernent von Seelsorge- und Jugendamt. Nach dem Ende der Berufstätigkeit von Hans Jürgen Dörr im Jahr 2021 wird Reininger ihm im Amt des Dezernenten nachfolgen.

Hans Jürgen Dörr wurde am 5. Juni 1954 in Groß-Bieberau geboren und wuchs in Ober-Ramstadt auf. Nach dem Abitur in Darmstadt studierte er Psychologie, Philosophie und Theologie in Mainz und Frankfurt. Dörr arbeitete von 1983 bis 1985 als Gemeindereferent im Ökumenischen Gemeindezentrum Darmstadt/Kranichstein mit den Schwerpunkten Jugend- und Firmpastoral. Ab 1986 war er Seelsorger im Psychiatrischen Landeskrankenhaus Philippshospital Riedstadt und in der Klinik für Kinder-und Jugendpsychiatrie Hofheim. Seine Sendung als Pastoralreferent im Bistum Mainz erfolgte 1994. Im gleichen Jahr erhielt er auch die Missio canonica für Katholischen Religionsunterricht in allen Schularten.

Am 1. Oktober 1996 wurde er zum Ordinariatsrat ernannt und wechselte als Leiter der Abteilung „Besondere seelsorgliche Dienste“ in das Seelsorgeamt des Bischöflichen Ordinariates Mainz. Dort ist er unter anderem verantwortlich für die Krankenhaus- und Altenheimseelsorge, die Gefängnis-, Polizei- und Notfallseelsorge, die Hospizarbeit und die Telefonseelsorge. Von 2004 bis 2014 leitete er zusätzlich die Abteilung Gemeindeseelsorge. Im Mai 2015 wurde er von den hessischen Bistümern zusätzlich zum Beauftragten für die Katholische Polizeiseelsorge im Land Hessen ernannt. Dörr hat sich unter anderem in den Bereichen Pastoralpsychologie, Gruppenanalyse, Pastorale Praxisberatung / Gemeindeberatung und Supervision fortgebildet. Zum 1. September 2018 übernahm er die kommissarische Leitung des Seelsorgeamtes und des Jugenddezernates im Bischöflichen Ordinariat. Dörr ist verheiratet und hat drei erwachsene Töchter.

Winfried Reininger wurde am 11. Mai 1963 in Fulda geboren. Nach dem Abitur am Mainzer Willigis-Gymnasium und Zivildienst studierte er mit dem Abschluss Diplom-Theologe Katholische Theologie in Mainz und Bonn. Von 1990 bis 1994 arbeitete er zunächst als Pastoralpraktikant, dann als Pastoralassistent in den drei Pfarrgemeinden in Mainz-Mombach. 1991 begann er ein Studium der Sozialen Arbeit an der Katholischen Fachhochschule Mainz. Im Jahr 1994 erfolgte die Sendung als Pastoralreferent durch Weihbischof Franziskus Eisenbach. Nach dem Anerkennungsjahr als Sozialarbeiter beim Stadtjugendamt Mainz arbeitete Reininger ab 1996 als Pastoralreferent in Mainz-Kastel, wo er das Gemeindezentrum St. Elisabeth aufbaute und leitete. Er gehört zu den Mitbegründern der 2003 gegründeten Initiative Sozialpastoral im Bistum Mainz. Von 2004 bis 2008 war er Religionslehrer und Schulseelsorger am Rudi Stephan-Gymnasium in Worms.

Im März 2008 wechselte er zum Diözesancaritasverband in Mainz, wo er Referent für Gemeindecaritas wurde. Anfang 2016 wurde er Bereichsleiter „Gemeindecaritas und Engagementförderung“ beim Diözesancaritasverband, wo er neben den Bereichen Gemeindecaritas und Ehrenamt auch für den Bundesfreiwilligendienst zuständig ist. Während seiner Zeit beim Diözesancaritasverband hat er unter anderem gemeinsam mit Dörr die Konzeption und Umsetzung des Bistumsziels Sozialpastoral gestaltet. Reininger ist seit 2008 als Referent im Pastoralkurs des Bistums im Fach „Diakonische Pastoral“ tätig und hat seit 2016 einen Lehrauftrag bei dem Studiengang „Theologie im Fernkurs“. Reininger ist verheiratet und hat zwei erwachsene Töchter.

tob (MBN)

 

 „Sie haben das Bistum über viele Jahre geprägt“

Dr. Gertrud Pollak, Dezernentin für Schulen und Hochschulen, geht in den Ruhestand

Mainz. Die langjährige Dezernentin für Schulen und Hochschulen im Bistum Mainz, Ordinariatsdirektorin Dr. Gertrud Pollak, ist in den Ruhestand verabschiedet worden. Der Mainzer Bischof Peter Kohlgraf würdigte Pollak als „eine Persönlichkeit, die das Bistums Mainz über lange Jahre geprägt hat. Wir haben Ihnen viel zu verdanken.“ „Sie haben für die Bildung im Bistum Mainz gekämpft wie kaum jemand anderes“, sagte Kohlgraf. Der Mainzer Bischof betonte weiter, dass Pollak immer für den konfessionellen Religionsunterricht eingestanden habe. „Sie haben uns als Kirche ins Stammbuch geschrieben, die Bedeutung des Religionsunterrichts nicht gering zu schätzen, da er für viele Kinder und Jugendliche oft der einzige Ort für religiöse Themen und Erfahrungen ist“, sagte Kohlgraf.

Weitere Grußworte sprachen der Leiter des Katholischen Büros Mainz, Dieter Skala, und die Leiterin der Hauptabteilung Schulen/Hochschulen im Erzbistum Köln, Dr. Bernadette Schwarz-Boenneke. Zu Beginn der Feierstunde hatte Weihbischof Dr. Udo Markus Bentz, der auch Generalvikar des Bistums Mainz ist, die Gäste der Feierstunde begrüßt. Als erste Dezernentin im Bistum Mainz sei Pollak eine „Pionierin“ gewesen, deren Arbeit „von hohem Sachverstand gekennzeichnet gewesen sei“, betonte Bentz.

Pollak wurde im Rahmen eines festlichen Abendessens mit Wegbegleitern, Freunden und Mitarbeitern am Freitag, 22. Februar, im Erbacher Hof in Mainz verabschiedet; zuvor wurde in der St. Bernhard-Kapelle des Erbacher Hofes ein Abendlob gefeiert. Anstelle von persönlichen Geschenken hatte Pollak um Spenden zugunsten des Projektes „Mainzer Domorgel“ gebeten. Aktuell ist die Leitung des Dezernates Schulen und Hochschulen zusammen mit dem Dezernat Weiterbildung, das seit Februar vakant ist, ausgeschrieben. Die kommissarische Leitung des Dezernates Schulen und Hochschulen hat derzeit PD Dr. Norbert Witsch inne.

Gertrud Pollak wurde am 18. März 1954 in Geislingen an der Steige geboren. Sie studierte in Freiburg i.Br. Germanistik und Katholische Theologie für den Unterricht an Gymnasien. Danach absolvierte sie eine Ausbildung zur Pastoralreferentin (1986 bis 1989). 1986 wurde sie mit einer Dissertation bei Professor Dr. Karl Lehmann - damals schon Bischof von Mainz - im Fach Dogmatik zur Doktorin der Theologie promoviert. Von 1989 bis 1999 war sie Direktorin und Dozentin für Dogmatik an der Fachakademie zur Ausbildung von Gemeindereferentinnen und Gemeindereferenten in Mainz. Im Januar 2000 wurde Pollak in der Nachfolge von Domkapitular Prälat Ernst Kalb Dezernentin für Schulen und Hochschulen im Bistum Mainz. Damit war sie die erste Frau im Bistum Mainz, die Mitglied der Dezernentenkonferenz geworden ist.

am (MBN)

 

Thomas Karst vollendet 75. Lebensjahr (5.3.)

Langjähriger Finanzdirektor in der Diözese Mainz

Mainz. Thomas Karst, der langjährige Finanzdirektor des Bistums Mainz, vollendet am Dienstag, 5. März, sein 75. Lebensjahr. Karst hatte von 1987 bis 2009 Verantwortung für die Finanzen des Bistums übernommen. Auch nach seinem Ruhestand hat er sich noch ehrenamtlich engagiert, unter anderem war er bis 2017 für acht Jahre Vorstandsvorsitzender der Wilhelm Emmanuel von Ketteler-Stiftung, welche die karitative und soziale Arbeit im Bistum Mainz fördert.

Thomas Karst wurde am 5. März 1944 in Mainz geboren. Er war das achte von zehn Kindern des Oberfinanzpräsidenten Joseph Karst und seiner Frau Eugenie. In Koblenz besuchte Karst das altsprachliche Görres-Gymnasium und studierte anschließend an der Freiburger Albert Ludwigs-Universität Rechtswissenschaften. Die erste juristische Staatsprüfung legte er 1970 in Freiburg, die zweite 1974 in Mainz ab. 1974 trat er in den Dienst der Finanzverwaltung des Landes Rheinland-Pfalz ein. Im Jahr 1976 wurde er stellvertretender Leiter des Finanzamtes Worms. Am 1. August 1986 kam er zum Bistum Mainz und wurde Stellvertreter des damaligen Finanzdezernenten, Domkapitular Prälat Josef Ludwig. Im September 1987 übernahm er die Leitung des Dezernates für Finanz- und Vermögensverwaltung. Daneben war Karst unter anderem Vorsitzender des Aufsichtsrates des Gemeinnützigen Siedlungswerks (GSW) der Bistümer Fulda, Limburg, Mainz und Erfurt und Mitglied im Aufsichtsrat der Pax-Bank. Karst ist verheiratet und hat mit seiner Frau zwei Töchter und einen Sohn.

tob (MBN)

Vorschau

40 Jahre Pfarrer Landvogt-Hilfe (8.3.)

Akademische Feier mit Oberbürgermeister Ebling

Mainz. Die Pfarrer Landvogt-Hilfe begeht ihren 40. Geburtstag am Freitag, 8. März, um 11.00 Uhr mit einer Akademischen Feier. In den Räumlichkeiten der Mainzer Wohnungslosen-Hilfe auf der Mainzer Zitadelle wird der Mainzer Oberbürgermeister Michael Ebling die Festrede halten. Die Begrüßung übernimmt der erste Vorsitzende der Pfarrer Landvogt-Hilfe, Guido Meudt. In der Pfarrer Landvogt-Hilfe, die 1981 gegründet wurde, haben sich engagierte Christen zusammengeschlossen, die sich in erster Linie um Wohnungslose kümmern. Ursprung des Vereins ist das 1979 gegründete Möbel- und Kleiderlager. Namensgeber ist der Mainzer Pfarrer Franz Adam Landvogt (1889-1953).

Hinweis: Weitere Informationen im Internet unter www.plh.de    

tob (MBN)

 

Erster Todestag von Kardinal Karl Lehmann

Bischof Kohlgraf begeht Jahresgedächtnis im Stiftsgottesdienst am 17. März

 Mainz. Am Montag, 11. März, jährt sich der Todestag des früheren Mainzer Bischofs, Kardinal Karl Lehmann, zum ersten Mal. Der Mainzer Bischof Peter Kohlgraf wird das Jahresgedächtnis für seinen Vorgänger im Rahmen des Stiftsgottesdienstes am Sonntag, 17. März, um 10.00 Uhr im Mainzer Dom begehen. Kohlgraf zelebriert den Gottesdienst gemeinsam mit Weihbischof Dr. Udo Markus Bentz, der auch Generalvikar des Bistums Mainz ist, und dem Mainzer Domstift. Am 11. März selbst wird im Mainzer Dom in den Gottesdiensten am Morgen des Verstorbenen gedacht. Die Gottesdienste finden um 7.00 Uhr (Gotthardkapelle), 7.30 Uhr (Sakramentsaltar) und 8.15 Uhr (Gotthardkapelle) statt. Ein Gottesdienst mit Bischof Kohlgraf und Weihbischof Bentz ist an diesem Tag im Mainzer Dom wegen der zeitgleich stattfindenen Frühjahrsvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz in Lingen nicht möglich.

Kardinal Lehmann war am 11. März 2018 im Alter von 81 Jahren in Mainz verstorben. Viele tausend Menschen hatten in der Kirche des Mainzer Priesterseminars in der Augustinergasse von Kardinal Lehmann Abschied genommen, wo der Verstorbene vom 13. bis zum 20. März aufgebahrt war. Das Requiem fand am 21. März im Mainzer Dom statt. Zuvor war der Verstorbene in einem Trauerzug durch die Mainzer Altstadt in den Dom überführt worden. Kardinal Lehmann ist in der Bischofsgruft unter dem Westaltar des Mainzer Domes beigesetzt.

tob (MBN)

 

Auftakt für die erste Phase des Pastoralen Weges

Außerordentliche Dekanatsversammlungen beginnen (12.3.-12.4.)

Mainz. Mit einer Versammlung im Dekanat Darmstadt beginnen am Dienstag, 12. März, die außerordentlichen Dekanatsversammlungen im Bistum Mainz. Diese sind Auftakt für die erste Phase des Pastoralen Weges in den zwanzig Dekanaten des Bistums. Sie enden am 12. April im Dekanat Alsfeld. Eingeladen zu den Dekanatsversammlungen sind unter anderem haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, darunter alle Mitglieder der Dekanatsversammlungen. Den Dekanaten ist es aber auch möglich, einen erweiterten Personenkreis einzuladen. So wurden in einigen Dekanaten auch Vertreter aus Politik, aus Verbänden und anderen gesellschaftlichen Gruppen eingeladen. Der Pastorale Weg des Bistums Mainz ist ein Prozess der theologischen und strukturellen Erneuerung der Kirche im Bistum Mainz, den der Mainzer Bischof Peter Kohlgraf initiiert hat. Die Umsetzung des Pastoralen Wegs, der unter dem Leitwort „Eine Kirche des Teilens werden“ steht, soll bis zum Jahr 2030 erfolgt sein.

Im Rahmen der zweistündigen Versammlungen werden Vertreter der Bistumsleitung und der Koordinationsstelle für den Pastoralen Weg im Bischöflichen Ordinariat Mainz sowohl den Pastoralen Weg als auch den Auftrag für das jeweilige Dekanat vorstellen und erläutern; dem schließt sich eine Diskussion an. „Die Dekanate sollen in einem möglichst breiten Beteiligungsprozess wahrnehmen und feststellen, was Menschen von der Kirche brauchen, ob sie bekommen, was sie brauchen und ob sie brauchen, was sie bekommen. Auf dieser Grundlage sollen dann Konzepte entwickelt werden, in den jeweiligen Dekanaten pastorale Schwerpunkte und zukunftsfähige Strukturen zu benennen“, erläutert Dr. Wolfgang Fritzen, Leiter der Koordinationsstelle. Bis zum Sommer 2021 soll in den Dekanaten das entsprechende Konzept vorliegen. Unterstützt werden die Dekanate von zwei Prozessberatern aus dem Bischöflichen Ordinariat Mainz.

Von Seiten der Bistumsleitung werden Bischof Peter Kohlgraf und Weihbischof Dr. Udo Markus Bentz, der auch Generalvikar des Bistums Mainz ist, in die Dekanate fahren, in denen sie zur Visitation waren bzw. sind. Die weiteren Termine werden von Domkapitular Prälat Hans-Jürgen Eberhardt, Personaldezernent des Bistums Mainz, und Ordinariatsrat Hans Jürgen Dörr, Leiter des Dezernates Seelsorge, wahrgenommen. Vorbereitet wurden die Versammlungen von Dr. Wolfgang Fritzen und Dr. Ursula Stroth von der Koordinationsstelle für den Pastoralen Weg.

Die Termine im Einzelnen:

  • 12. März: Dekanat Darmstadt
  • 19. März: Dekanate Bergstraße-Mitte und Rüsselsheim
  • 20. März: Dekanat Bergstraße-West
  • 21. März: Dekanate Gießen und Wetterau-West
  • 22. März: Dekanat Mainz-Süd
  • 25. März: Dekanat Wetterau-Ost
  • 26. März: Dekanate Rodgau und Worms
  • 28. März: Dekanat Mainz-Stadt
  • 29. März: Dekanat Alzey/Gau-Bickelheim
  • 2. April: Dekanat Dieburg
  • 3. April: Dekanat Dreieich
  • 4. April: Dekanate Offenbach und Bingen
  • 10. April: Dekanat Seligenstadt
  • 11. April: Dekanate Erbach und Bergstraße-Ost
  • 12. April: Dekanat Alsfeld

Umsetzung des Pastoralen Wegs beginnt

Bischof Kohlgraf hatte bei der Sitzung der Diözesanversammlung im Bistum Mainz im September vergangenen Jahres einen Vorschlag für den künftigen Pastoralen Weg im Bistum Mainz präsentiert und angekündigt, dass der Auftakt für die Umsetzung des Pastoralen Wegs im Bistum Mainz in der Fastenzeit 2019 erfolgen soll. Er hatte zudem darauf hingewiesen, dass mit dem Pastoralen Weg auch eine theologische Neuorientierung einhergehe. „Wir wollen eine Kirche des Teilens werden, in der nicht nur Leben und Glauben, sondern auch Ressourcen und Verantwortung geteilt werden“, sagte er. Leitfigur für den Pastoralen Weg soll der heilige Martin sein.

Auch strukturelle Veränderungen hatte Bischof Kohlgraf angekündigt. Diese zielten in erster Linie darauf hin, die Gemeinden vor Ort lebendig zu halten: „Die lokalen Gemeinden sollen Orte des christlichen Lebens im Bistum Mainz bleiben“, betonte er. Die Pfarreien werden sich künftig aus mehreren dieser lokalen Einheiten zusammensetzen. „Die Pfarreien verstehe ich als Verwaltungseinheiten. Sie begleiten und unterstützen das Leben in den Gemeinden vor Ort“, hatte Kohlgraf betont. Von Seiten des Bischöflichen Ordinariates wird vorgegeben, wie viele Pfarreien als Verwaltungseinheiten in den 20 Dekanaten des Bistums Mainz gebildet werden sollen. Er gehe davon aus, dass es im Bistum Mainz künftig rund 60 Pfarreien geben werde, hatte Kohlgraf gesagt. Derzeit hat das Bistum Mainz 134 Pastorale Einheiten (Pfarrgruppen und Pfarreienverbünde).

Hinweis für die Redaktionen: Bei Interesse an den außerordentlichen Dekanatsversammlungen, die presseöffentlich sind, wenden Sie sich bitte an Dr. Wolfgang Fritzen von der Koordinationsstelle für den Pastoralen Weg im Bischöflichen Ordinariat Mainz, Telefon:  06131/253-526, E-Mail: pastoraler.weg@bistum-mainz.de

Hinweis:  Weitere Informationen zum Pastoralen Weg des Bistums Mainz auch im Internet unter www.bistummainz.de/pastoraler-weg 

am (MBN)

 

Treffen der Firmbewerber in Mainz (13.4.)

Begegnung mit Bischof Kohlgraf / Jugendvesper im Dom

Mainz. Der Mainzer Bischof Peter Kohlgraf lädt die Jugendlichen, die sich im Bistum Mainz auf die Firmung vorbereiten, am Samstag, 13. April, zu einem Begegnungstag nach Mainz ein. Der Tag steht unter der Überschrift „Zum Leben berufen! Christ-Sein erleben in vielen Facetten“. Für 13.30 Uhr ist ein gemeinsamer Auftakt mit Bischof Kohlgraf und den weiteren Firmspendern im Mainzer Dom vorgesehen. Ab 14.00 Uhr wird unter dem Motto „Berufen ins Leben“ eine Begegnungstour mit Menschen angeboten, die in ihrem Beruf Berufung erleben. Nach einer Austauschrunde findet um 17.00 Uhr eine Jugendvesper mit Bischof Kohlgraf im Mainzer Dom statt. Den Abschluss bildet ein musikalischer Ausklang ab 18.00 Uhr.

Künftig wird es im Bistum Mainz pro Jahr zwei solcher Begegnungstage für Firmbewerber geben. Im zweiten Halbjahr findet der Tag am Samstag, 14. September, in Mainz statt. Veranstalter ist das Bischöfliche Jugendamt gemeinsam mit der Diözesanstelle Berufungspastoral und dem Referat Gemeindekatechese des Bischöflichen Seelsorgeamtes. Im Laufe des Vormittages haben die Firmbewerber nach Rücksprache die Möglichkeit, den eigenen Firmspender zu treffen. Anmeldeschluss ist Freitag, 29. März.

Hinweis: Bischöfliches Jugendamt Mainz, Referat für Religiöse Bildung, Telefon: 06131/253-636, E-Mail: bdkj-bja-religioesebildung@bistum-mainz.de, Internet: www.religioesebildung.bistummainz.de

tob (MBN)

 

Publikation

Umwelttipps zu „F(f)este feiern“

Fünfter „Tippgeber“ des Umweltbeirates im Bistum Mainz erschienen

Mainz. Der Umweltbeirat des Bistums Mainz hat einen „Tippgeber“ mit dem Titel „F(f)feste feiern. Ökologisch – fantasievoll – nachhaltig“ veröffentlicht. Darin wird angeregt, „beim Feiern auch die Schöpfung mit in den Blick zu nehmen. Denn oft sind wir – insbesondere bei Veranstaltungen mit mehreren Gästen – schnell bereit, ein oder gar zwei ökologische Augen zuzudrücken“. Vielleicht könne „ein (Pfarr)fest ja sogar der Anlass sein, ökologisches Handeln zu testen, (…) und dieses dann auf andere Feste und Lebensbereiche auszuweiten“. Das Faltblatt gibt Ideen zur Abfallvermeidung, zu Speisen, Dekoration, Veranstaltungsorten, Öffentlichkeitsarbeit und Reinigungsmitteln.

Das Faltblatt ist bereits das fünfte in einer Reihe von „Tippgebern“, die der Umweltbeirat herausgibt. Sie werden an die Gemeinden im Bistum versandt und haben zum Ziel, die Pastorale Richtlinie Nr. 14 des Bistums Mainz „Nachhaltigkeit. Zur Verantwortung der Christen für die Bewahrung der Schöpfung“ weiter zu konkretisieren. Die bisherigen „Tippgeber“ beschäftigten sich mit den Themen „Essen und Trinken“, „Mobilität“, „Energie“ sowie „Technik und Konsum“

Hinweis: Weitere Informationen auch auf der Internetseite www.um-welt-bedacht.de

am (MBN)

MBN vor 40 Jahren

Über den Fastenhirtenbrief von Kardinal Hermann Volk schreiben die Bistumsnachrichten: „‚Wir dürfen nicht unkontrolliert einem Zug, einer Tendenz der Zeit verfallen’, mahnte der Bischof von Mainz, Kardinal Hermann Volk, in seinem Fastenhirtenbrief, der am 4. März in allen Gottesdiensten des Bistums Mainz verlesen wird. Im ‚Jahr des Kindes’ müssten wir uns bewusst machen, dass die Gründe, warum Kinder unverschuldet in Nöte gerieten - zweithäufigste Todesursache bei Kindern sei der Selbstmord - an der Auffassung von Familie, Ehe und im Verhältnis zum Kind überhaupt lägen. In diesen Bereichen müssten wir die eigenen Vorstellungen und Maßstäbe verwirklichen. ‚In einer gesunden Familie aufzuwachsen ist eine wichtige und unersetzliche Grundlage für das Leben’, unterstrich Kardinal Volk. Wir dürften uns nicht ausreden lassen, dass die Betreuung und Pflege der Familie eine sinngebende Aufgabe für die Frau sei. Wenn eine Frau und Mutter am Ende nichts anderes aufzuweisen habe als eine intakte Familie, dann sei das viel. Der Mensch finde eher zu sich, wenn er für andere da sei, als wenn er um sich selber kreise.

Wir müssten auch selbständig sein bei der Auffassung vom Rang der Ehe und ihrer inneren Ordnung, betonte der Kardinal. ‚Die Unauflöslichkeit ist der Ehe nicht von außen her auferlegt oder gar aufgezwungen, sie entspricht vielmehr der inneren Wahrheit der Ehe.’ Ihre Endgültigkeit solle eine breite Basis in unserem Verhalten vor Gott haben, vor dem Entschiedenheit, das ‚ein für allemal’ fällig sei. Wie sehr müsse die Menschheit verarmen, wenn die Treue nicht mehr ganz hoch im Kurse stehe. Das Kind sei auch heute noch die sinngemäße natürliche Frucht der ehelichen Liebe stellte Kardinal Volk fest. Auch heute noch sei eine Frau gesegneten Leibes, wenn sie ein Kind empfangen habe. Kinder verhindern dürfe man nur bei Vorliegen wichtiger Gründe und auf Wegen, die vor Gott verantwortbar seien. Auch wenn die neueren staatlichen Gesetze Abtreibung bei bestimmten Voraussetzungen nicht mehr unter Strafe stellten, so bleibe sie doch ‚himmelschreiende Sünde’ und von Gott verboten. Staatliche Gesetze könnten nicht an die Stelle unseres Gewissens treten und Gottes Gebot ablösen. Wenn Frauen in Schwierigkeiten gerieten, seien die kirchlichen Beratungsstellen zur Hilfe bereit.“

Eine kurze Meldung berichtet vom Fastenopfer der Kinder: „Die katholischen Kinder im Bistum Mainz sind zum ‚Fastenopfer der Kinder 1979’ aufgerufen. Sie sollen vom Aschermittwoch an bis zur Karwoche eigene Geld-Opfer bringen, die der Kinderseelsorge in der DDR zu Gute kommen.“

Über die 15. Sozialstation des Bistums Mainz in Bad Nauheim/Ober-Mörlen schreiben die MBN: „Mit einem ökumenischen Wortgottesdienst in der St. Bonifatiuskirche in Bad Nauheim wurde am Freitag, 23. Februar, die neue Sozialstation Bad Nauheim/Ober-Mörlen eingeweiht. Die neu errichtete Sozialstation dient kranken und alten Menschen, die in ihrem Zuhause pflegerische Hilfe benötigen sowie Familien, die vorübergehende Aushilfe brauchen.

Träger ist der Caritasverband Gießen. Für die Caritas in der Diözese Mainz, die 1970 die erste Sozialstation in der Bundesrepublik überhaupt errichtet hat, ist diese neue ökumenische Sozialstation die 15. in ihrer Trägerschaft. Für ihre Sozialstationen wendet die Kirche im Bistum Mainz aus eigenen Mitteln beträchtliche Gelder auf (1977: 1,4 Millionen D-Mark). Von Anfang an haben beide Kirchen bei der Errichtung von Sozialstationen zusammengearbeitet. Im nahegelegenen Friedberg gibt es eine Sozialstation, in der wie jetzt in Bad Nauheim/Ober-Mörlen evangelische und katholische Schwestern und Pfleger zusammenarbeiten. Sie wird vom Zweckverband der evangelischen Kirchengemeinden getragen.“

Mainzer Bistumsnachrichten Nr. 5 vom 28. Februar 1979

Bilder in druckfähiger Qualität für die MBN Nr. 8 vom 27. Februar 2019

Mi, 27. Feb 2019
3 Bilder