Mainzer Bistumsnachrichten Nr. 10 / 2026

Bischof Kohlgraf bei einer Podiumsdiskussion zum Thema Antifeminismus (c) Bistum Mainz/Hoffmann
Bischof Kohlgraf bei einer Podiumsdiskussion zum Thema Antifeminismus
Datum:
Mi. 27. Mai 2026
Von:
hoff (MBN)

In der aktuellen Ausgabe mit dem Bistum Mainz auf dem Katholikentag, Dr. Markus Patenge als neuem Leiter des Katholischen Büros, der Renovabis-Ausstellung „FriedensMenschen“ in Gau-Algesheim, und dem Ökumenischen Pfingstläuten am 23. Mai.

Habt Mut!

Auch das Diözesanarchiv war auf der Kirchenmeile vertreten (c) Bistum Mainz/Hoffmann
Auch das Diözesanarchiv war auf der Kirchenmeile vertreten

Bistum Mainz war beim Katholikentag in Würzburg dabei

 

Würzburg. Unter dem Motto „Hab Mut, steh auf“, findet von Mittwoch, 13., bis Sonntag, 17. Mai der 104. Katholikentag in Würzburg statt. Das Bistum Mainz präsentierte sich mit einem eigenen von der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit gestalteten Stand auf der Kirchenmeile (Nummer FB-N-10) in der Nähe der Friedensbrücke. Die Bistumsleitung sowie zahlreiche Ehrenamtliche waren vor Ort. Der Mainzer Bischof Peter Kohlgraf hat an einer Liturgiewerkstatt zum Thema „Wenn die Kirche nicht mehr im Dorf bleibt“ mitgewirkt, sowie an einem Podium zum Thema Antifeminismus. Die Bevollmächtigte des Generalvikars, Ordinariatsdirektorin Stephanie Rieth, war an einem Gespräch zum Thema Missbrauchskrise beteiligt.

 

Die Liturgiewerkstatt mit Bischof Kohlgraf fand im Mutterhausareal der Schwestern des Erlösers statt und musste wegen Überfüllung vorzeitig seine Türen schließen. Drinnen diskutierte Bischof Kohlgraf unter dem Motto „Wenn die Kirche nicht mehr im Dorf bleibt - (Liturgisch) heimatlos in Großgemeinden?“ mit dem Mainzer Bistumspriester Professor Dr. Martin Stuflesser aus Würzburg, sowie Liturgiereferentin Nikola Banach aus Berlin. Es ging zum Beispiel um die Frage, wie Menschen in größer werdenden Pfarreistrukturen weiterhin ihre liturgische Heimat finden können. Kohlgraf schilderte die Situation im Bistum Mainz, Liturgiereferentin Banach sprach von ihren Erfahrungen aus dem Erzbistum Berlin. Überall in Deutschland stünden die Menschen vor ähnlichen Herausforderungen. Auch das Publikum beteiligte sich an der Diskussion, Teilnehmende schilderten die Erfahrungen, die sie in ihren Gemeinden machen.

 

Das Bistum Mainz auf der Kirchenmeile

Wie bereits am Tag zuvor, besuchte Bischof Kohlgraf auch am Samstagnachmittag den Stand des Bistums Mainz auf der Kirchenmeile. Dort schauten auch Weihbischof Joshy Pottackal, Generalvikar Sebastian Lang und die Bevollmächtigte Stephanie Rieth vorbei. Die Bistumsleitung dankte den Mitarbeitenden, die am Stand des Bistums als Ansprechpersonen für Besucherinnen und Besucher des Katholikentags zur Verfügung standen, für ihr Engagement.

 

Podium zu Antifeminismus

Am Nachmittag nahm Bischof Kohlgraf Teil an der Diskussion „Wer hat das Wort? Wie Antifeminismus Diskursräume verengt. Und wie wir sie wieder öffnen können“, die in der St. Johannis-Kirche stattfand. Zu Beginn gab die Direktorin der Bundesstiftung Gleichstellung, Lisi Maier aus Berlin, einen Impuls. Auf dem Podium saßen neben Bischof Kohlgraf auch Josephine Ballon, Geschäftsführerin von HateAid Berlin, Dr. Katarina Barley MdEP, Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments, Brüssel/Belgien, sowie Anna Klüsener, Bundesvorsitzende der Pfadfinderinnenschaft St. Georg, Düsseldorf. Die Moderation übernahm Jutta Weduwen, Berlin. Anwältinnen des Publikums waren Joana Kulgemeyer und Annika Pohl aus Berlin.

 

Podium mit Bevollmächtigter Rieth zum Thema Missbrauchskrise

Auch die Bevollmächtige des Generalvikars, Stephanie Rieth, nahm an einer Podiumsdiskussion teil. Bei ihr stand die Diskussion unter dem Titel „Verpasste Chancen - verständlicher Schutzreflex? Von Erkenntnissen und Möglichkeiten aus der Missbrauchskrise“. Im Würzburger Maritim Hotel diskutierte sie mit Professor Dr. Lars Castellucci MdB, Menschenrechtsbeauftragter der Bundesregierung, Berlin, Johannes Norpoth vom Betroffenenbeirat bei der Deutschen Bischofskonferenz, ZdK-Mitglied, Bonn, sowie Landesbischöfin Professorin Dr. Heike Springhart aus Karlsruhe. Die Gesprächsleitung übernahm Joachim Frank, Chefkorrespondent der DuMont Mediengruppe und ZdK-Mitglied aus Köln.

 

Mainzer Stände auf der Kirchenmeile

Auf der Kirchenmeile präsentierte sich auch das Dom- und Diözesanarchiv des Bistums Mainz. Das Archiv beteiligte sich am Stand der Bundeskonferenz der katholischen Archive. Das Christliche Orientierungsjahr Mainz war ebenfalls an einem Stand auf der Kirchenmeile vertreten. Gemeinsam mit den (Erz-)Diözesen Freiburg und Rottenburg-Stuttgart präsentierte sich das Team am Stand „Orientierungsjahre im Südwesten!“.

 

Hinweis: Weitere Informationen unter https://bistummainz.de/aktionen/katholikentage/wuerzburg-2026/

 

Fotos unter www.bistummainz.de/presse

 

Nachricht voraus am 16.5.26                                                                     hoff (MBN)

 

 

 

Neue Leitung für das Katholische Büro Mainz

Markus Patenge neu (c) Bistum Mainz
Markus Patenge neu

Dr. Markus Patenge folgt Anfang Oktober auf Dieter Skala

 

Mainz/Trier. Dr. Markus Patenge wird neuer Leiter des Katholischen Büros Mainz in der Nachfolge von Dieter Skala, der in den Ruhestand eintritt. Derzeit arbeitet der promovierte Theologe als Referent für Friedens- und Sicherheitspolitik der Deutschen Kommission Justitia et Pax (einer Einrichtung der Deutschen Bischofskonferenz und des Zentralkomitees der Deutschen Katholiken) mit Sitz in Berlin. Patenge übernimmt die Aufgabe am 1. Oktober 2026.

 

Nach einer Ausbildung als Chemielaborant hat der 1979 in Kaiserslautern geborene Patenge praktische Theologie an der Katholischen Fachhochschule in Mainz studiert und sich anschließend an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Sankt Georgen in Frankfurt am Main als Volltheologe weiterqualifiziert. Das Promotionsstudium schloss er, ebenfalls in Sankt Georgen, 2013 erfolgreich ab. Seine beruflichen Stationen führten ihn ab 2013 über das Zentrum für ethische Bildung in den Streitkräften in Hamburg, das Institut für Weltkirche und Mission in Frankfurt am Main und den Lehrstuhl für Theologische Ethik – Moraltheologie an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg im Jahr 2019 zur Deutschen Kommission Justitia et Pax. Dort hat er nicht nur verschiedene Arbeitsgruppen, Task Forces und die Erstellung offizieller Dokumente der Kommission begleitet, sondern auch den politischen Dialog der Ergebnisse koordiniert.

 

Das Katholische Büro Mainz vertritt die katholischen Diözesen mit rheinland-pfälzischen Gebietsanteilen (Trier, Speyer, Mainz, Limburg und Köln) bei der Landesregierung. Es wurde im Jahr 1968 gegründet und hat seinen Sitz am Ballplatz in Mainz.

 

Hinweis: Webseite Katholische Büros Mainz und Saarbrücken: https://www.bistum-trier.de/unser-bistum/verwaltung/katholische-bueros-mainz-und-saarbruecken/index.html

 

Foto unter www.bistummainz.de/presse

 

Nachricht voraus am 22.5.26                                                                      JR (MBN)

 

 

 

Ausstellung „FriedensMenschen“

Osteuropa-Hilfswerk Renovabis präsentiert Ausstellung in Gau-Algesheimer Kirche

 

Gau-Algesheim. In Zusammenarbeit mit der Geschäftsstelle ‚Weltkirche, Gerechtigkeit und Frieden‘ des Bistums Mainz präsentiert die Kolpingsfamilie St. Cosmas und St. Damian die Wanderausstellung des Osteuropa-Hilfswerks Renovabis „FriedensMenschen“ in der Gau-Algesheimer Pfarrkirche St. Cosmas und St. Damian. 24 Fotografien zeigen nahezu lebensgroß Frauen und Männer in Polen, Bosnien und Herzegowina, der Ukraine und Deutschland, die sich vielfältig engagieren, dass Frieden wachsen kann. Am Mittwoch, 20. Mai, feierte Pfarrer Christian Feuerstein einen Gottesdienst zur Ausstellungs-Eröffnung in der Pfarrkirche. Im Anschluss erfolgte um 18.45 Uhr die Eröffnung der Ausstellung mit Statements zum Anliegen der Ausstellung und zum Frieden fördernden Beitrag der Solidaritätsaktion Renovabis. Die Ausstellung kann bis 6. Juni während der Öffnung der Kirche besichtigt werden.

 

Hinweis: Ort: Gau-Algesheim, St. Cosmas und Damian, Schlossgasse 1, 55435 Gau-Algesheim

 

Nachricht vom 20. Mai 2026                                                                                  PM (MBN)

 

Ökumenisches Pfingstläuten am 23. Mai

Die Martinusglocke des Mainzer Doms (c) Bistum Mainz / Institut für Kirchenmusik
Die Martinusglocke des Mainzer Doms

Glocken in der Mainzer Innenstadt läuten und es gibt eine Führung  

 

Mainz. Mit dem Stadtgeläute am Vorabend des Pfingstfestes am Samstag, 23. Mai, wird die im Dezember 2023 begonnene ökumenische Läutetradition (Vorabend des 1.Advents, Trauerläuten am 27. Februar) fortgesetzt. Um 16.30 Uhr beginnen die Glocken von St. Peter und der Christuskirche. Des Weiteren erklingen die Geläute der Karmeliterkirche, St. Bonifaz, Antonius-Kapelle, Altmünsterkirche, Alter Dom St. Johannis, St. Klara-Kapelle, St. Quintin, Dom, Augustinerkirche, St. Ignaz und St. Stephan. Das Läuten der Innenstadtkirchen wird gegen 17.00 Uhr enden. Von zwölf Kirchtürmen werden insgesamt fast 50 Glocken läuten und so eine achthundertjährige Mainzer Glockengeschichte hörbar machen.

 

Auch in diesem Jahr veranstaltet die Abteilung Orgeln und Glocken im Bischöflichen Ordinariat einen Glockenspaziergang. Der neue Mainzer Regionalkantor Alexander Grün wird den Glockenspaziergang durch die Mainzer Innenstadt führen. Treffpunkt: 16.20 Uhr am Ernst-Ludwig-Platz vor dem Dativius-Victor-Bogen. Die Führung endet gegen 17.00 Uhr am Höfchen.

 

Foto unter www.bistummainz.de/presse

 

Nachricht voraus am 20.5.26                                                                                    PM (MBN)