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Mainzer Bistumsnachrichten Nr. 11 / 2026

Mainz, 4. Juni 2026: Bischof Peter Kohlgraf mit dem Weihrauchfass auf dem Marktplatz, gemeinsam mit Diakon Joseph Möller (links)
Datum:
Mi. 10. Juni 2026
Von:
hoff (MBN)

In der aktuellen Ausgabe mit dem Fronleichnamsgottesdienst mit Bischof Kohlgraf, einer Baustelle im Hohen Dom zu Mainz, dem traditionellen "Theotag" im Bischöflichen Jugendamt, Besuch von Bischof Fritz aus Paraguay, Weihbischof Joshy Pottackal feierte Pontifikalamt zum Bonifatiusfest im Mainzer Seminar, war im Austausch mit der Karl Kübel Stiftung in Bensheim und begrüßte Gäste aus aller Welt in St. Stephan, KZ- und Ghetto-Überlebende sprechen mit Jugendlichen im Bistum Mainz, das Mainzer Dom- und Diözesanmuseum erhält Kunstwerk aus Kroatien, dem St. Thomas Morus-Empfang des Kommissariats der Bischöfe im Lande Hessen und einer Neuerscheinung von Prof. Dr. Richard Hartmann.

„Wir bekennen den Wert des Glaubens und einer glaubenden Gemeinschaft“

Mainz, 4. Juni 2026: Auf der zweiten Hälfte der Prozessionsstrecke trug Weihbischof Joshy Pottackal die Monstranz.

Kohlgraf feierte Gottesdienst an Fronleichnam mit Prozession durch Mainzer Altstadt

 

Mainz. „Heute am Fronleichnamstag gehen wir als katholische Christinnen und Christen bewusst in die Öffentlichkeit: Wir bekennen ,Farbeʼ, wir bekennen den Wert des Glaubens und einer glaubenden Gemeinschaft, wir verstecken uns nicht.“ Das sagte der Mainzer Bischof Peter Kohlgraf bei seiner Predigt im Fronleichnamsgottesdienst am Donnerstag, 4. Juni, im Mainzer Dom.  Weiter sagte Bischof Kohlgraf: „Wir bekennen uns zu unserem Auftrag, eine menschliche Gesellschaft zu gestalten. Wir bekennen uns zu einem wahren Frieden und einer menschlichen Gemeinschaft, die wir mitgestalten wollen und immer auch mitgestalten werden. Von niemandem dürfen wir uns das offene Wort und das offene Bekenntnis zu Themen dieser Zeit verbieten lassen.“

 

Der Bischof betonte, dass die Prozession an Fronleichnam „keine politische Demonstration“ sei: „Wir tragen den einen Herrn in die Öffentlichkeit, Christus, der in der Gestalt des Brotes unter uns gegenwärtig bleibt. Zu ihm und seinem Evangelium bekennen wir uns. Letztlich garantiert er allein wahre Menschlichkeit. Jede Form der Politik und des gesellschaftlichen Machtgebrauchs, die sich religiös oder quasireligiös begründen, muss sich relativieren lassen. Als Mensch ist niemand unfehlbar. Christen und Christinnen bekennen sich zu ihrem Auftrag in der Welt, Zeugnis zu geben in Tat und Wort.“

 

Wörtlich sagte Kohlgraf: „Wir gehen heute mit Christus auf die Straßen, als eine Gemeinschaft der Vielfalt, die in ihm verbunden ist. Das ist ein starkes Zeichen und Bekenntnis in eine Gesellschaft, die oft aggressiv gespalten ist, in der Vielfalt als Bedrohung erlebt wird, in der viele Menschen vereinzelt und einsam sind, in der viele ihre Kraft nicht mehr aus Gott holen, sondern nur auf sich vertrauen. Tragfähig kann das nicht sein.“

 

Die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes hatten der Mainzer Domchor, der Mädchenchor am Dom und St. Quintin und die Dombläser unter Leitung von Domkapellmeister Karsten Storck übernommen. An der Domorgel spielte Domorganist Professor Daniel Beckmann. Für Kinder fand vor der Prozession ein eigener Gottesdienst in der nahegelegenen Kirche St. Quintin statt.

 

Fürbitten in verschiedenen Sprachen vorgetragen

 

An den Gottesdienst schloss sich, teilweise bei leichtem Nieselregen, die Fronleichnams-Prozession durch die Mainzer Altstadt mit feierlichem Segen an. Begleitet wurde die Prozession unter anderem von Fahnenabordnungen zahlreicher katholischer Verbände und Studentenverbindungen sowie von den Rittern vom Heiligen Grab zu Jerusalem und den Familiaren des Deutschen Ordens. In diesem Jahr fand der Abschluss wie schon 2024 auf dem Marktplatz statt. Der vor zwei Jahren leicht geänderte Prozessionsweg wurde beibehalten: Statt über die Rheinallee führte er durch Scharngasse, Heugasse, Gallusgasse und Schlossergasse zur Holztraße und dann über Augustinerstraße und Leichhof zurück zum Liebfrauenplatz. Vor dem Bruder Konrad-Stift fand eine kurze Statio mit den Bewohnerinnen und -bewohnern statt, die in der Hausgemeinschaft Eucharistie gefeiert hatten. Bischof Kohlgraf spendete ihnen den Segen mit der Monstranz.


Beim Abschluss auf dem Marktplatz wurden die Fürbitten in feierlicher Form auch in den Sprachen der Gemeinden von Katholiken anderer Muttersprache vorgetragen, so dass unter anderem auch Fürbitten in Kroatisch, Polnisch, Portugiesisch, Spanisch und Italienisch gebetet wurden. Im Anschluss war Gelegenheit zum gemeinsamen Mittagessen in der Domstraße.

 

Vesper mit „Mainzer Segen“ am Nachmittag

 

Am Nachmittag feierte der Mainzer Generalvikar Dr. Sebastian Lang im Westchor des Domes die Vesper mit „Mainzer Segen“. Dieser Segen ist eine besondere Form der eucharistischen Frömmigkeit, die für Mainz lange überliefert ist. Beim „Mainzer Segen“ wird bereits zu Beginn der Vesper der Segen mit der Monstranz gespendet und zum Abschluss ein weiteres Mal. Im Mainzer Dom wird diese Form des Segens nur einmal im Jahr praktiziert.

 

Stichwort: Fronleichnam

 

Zehn Tage nach Pfingsten feiern katholische Christen das Fronleichnamsfest, das „Hochfest des Leibes und Blutes Christi“. Im Mittelpunkt dieses Festes steht das eucharistische Brot, das für die Katholiken ein Realsymbol für die Gegenwart Christi ist. Diese Gegenwart wird an Fronleichnam in besonderer Weise gefeiert, indem das eucharistische Brot - eine in einem Gottesdienst konsekrierte Hostie - in einer so genannten Monstranz durch die Straßen getragen wird.

 

Das Wort Fronleichnam stammt aus dem Mittelhochdeutschen: „fron“ bedeutet „Herr“, „lichnam“ meint den lebendigen Leib. Die Einführung des Festes geht auf eine Vision der Augustinernonne Juliane von Lüttich (um 1191 bis 1258) zurück. Im Traum sah sie den Mond, der einen sichtbaren dunklen Fleck aufwies. Sie deutete dies als Zeichen dafür, dass der Kirche (symbolisiert durch den Mond) ein Fest zu Ehren der Eucharistie fehle. Bischof Robert von Lüttich führte das Fest für sein Bistum im Jahr 1246 ein. Im Jahr 1264 legte Papst Urban IV. fest, Fronleichnam am zweiten Donnerstag nach Pfingsten zu feiern. Die ersten Prozessionen fanden damals in Köln-St. Gereon statt. Fronleichnam ist heute in Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, im Saarland sowie teilweise in Sachsen und Thüringen gesetzlicher Feiertag.

 

Die Feier des Fronleichnamsfestes besteht aus einer feierlichen Messe mit anschließender Prozession. Dabei werden entlang des Prozessionsweges Straßen und Häuser festlich geschmückt, in manchen Dörfern kennt man die Tradition großer Blumenteppiche. Während der Prozession wird die Hostie in einer Monstranz vom Priester unter einem so genannten „Himmel“ getragen, ein über vier Stäbe gespanntes, reich besticktes Tuch. Die Prozession macht Station an ebenfalls reich geschmückten Altären. Hier wird aus den Evangelien vorgelesen, Fürbitte gehalten und mit dem eucharistischen Brot der Segen erteilt.

 

Fotos unter www.bistummainz.de/presse

 

Nachricht voraus am 4.6.26                                                                                    tob (MBN)

 

 

 

 

Baustelle im Hohen Dom zu Mainz

Einschränkungen für Besucher im Juli zu erwarten

 

Mainz. Der Mainzer Domdekan Henning Priesel informiert im Namen des Domkapitels darüber, dass es vor allem in der Zeit von Montag, 6. Juli, bis Samstag, 18. Juli, zu erheblicher Lärmbeeinträchtigung für die Besucherinnen und Besucher des Mainzer Doms kommt. Das nördliche Querhaus wird nicht zu begehen sein. Vor allem Gruppenführungen werden davon betroffen sein. „Wir bitten diese Einschränkung zu entschuldigen. Wir haben uns trotz des zu erwartenden Baulärms entschlossen, den Dom in dieser Zeit nicht ganz für die Öffentlichkeit zu schließen“, schreibt Domdekan Priesel in einer Ankündigung.

 

Zum Hintergrund der Beeinträchtigung schreibt Priesel: Anfang Mai wurde im Mainzer Dom die Klais-Orgel von 1928 hinter dem Chorgestühl des Westchores ausgebaut und zur Restaurierung abtransportiert, um sie nach technischer Überarbeitung in Zukunft wieder in die Gesamtorgelanlage einzubauen. Im Rahmen dieses letzten Bauabschnitts des Projekts ‚Neue Mainzer Domorgel‘ müssen nun noch grundlegende Arbeiten getätigt werden. Ab Montag, 29. Juni, bis einschließlich Samstag, 18. Juli, wird nun die in den sechziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts über dem Eingang zur Gotthardkapelle des Doms eingebaute Betonkonsole, die große Orgelpfeifen trug, abgebrochen. Sie wird nicht mehr benötigt.

 

Schließung der Gotthardkapelle

 

Die Gotthardkapelle wird in dieser Zeit (6.-18.7.) allerdings geschlossen bleiben. Eine Alternative ist die Memorie Sakramentskapelle. Sie dient für das persönliche Gebet und die Feier der Gottesdienste. Die werktäglichen Gottesdienste um 7.00 Uhr und um 8.15 Uhr werden darum ab dem 6. Juli bis zum 18. Juli in der Memorie des Hohen Doms gefeiert.

 

Orgelweihe für Herbst 2028 geplant

 

Nach erfolgter Restaurierung und dem Wiedereinbau der Orgel im Westchor soll die feierliche Orgelweihe im Herbst 2028 sein, genau 100 Jahre nach der ersten Inbetriebnahme des Instruments und der damaligen Orgelweihe durch Bischof Ludwig Maria Hugo im Oktober 1928.

 

Foto unter www.bistummainz.de/presse

 

Nachricht voraus am 3.6.26                                                                                 hoff (MBN)

 

„Frieden stiften – im Großen und Kleinen“

Bischof Kohlgraf besucht den 'Markt der Möglichkeiten' beim Theotag 2026

Studierende der Theologie trafen sich zum „Theotag“ im Bischöflichen Jugendamt

Mainz. Am Mittwoch, 27. Mai fand der traditionelle „Theotag“ des Bistums Mainz statt. Unter dem Motto „Jugend gestaltet: Welt und Kirche“ hatte der Mainzer Bischof Peter Kohlgraf Studierende der Theologie ins Bischöflichen Jugendamt (BJA) in Mainz eingeladen. Der Tag stand im Zeichen der jungen Generation. „Jugend bildet eine wichtige und tragende Gruppe – sie ist die Zukunft der Kirche. Welche Möglichkeiten es für junge Menschen im Bistum Mainz gibt, Zukunft mitzugestalten und aktiv eingebunden zu werden, darum soll es am Theotag gehen“, hatte Bischof Kohlgraf in seiner Einladung geschrieben.

 

Auf einem Markt der Möglichkeiten stellte das BJA seine vielfältigen Angebote vor. Dadurch sollten die zukünftigen Theolog:innen auf verschiedene Arbeitsfelder aufmerksam gemacht werden. Anschließend setzten sich die Teilnehmenden in Vertiefungsgruppen mit gesellschaftlichen Themen auseinander und überlegten gemeinsam, wie Jugendarbeit vor Ort aktiv gestaltet werden kann.

 

Der „Theotag“ wurde vorbereitet von Studierenden unter der Leitung von Pastoralreferentin Dr. Monika Müller, Studienleiterin des Bischöflichen Priesterseminars und Studienbegleiterin für Gemeindereferent:innen, sowie von Pastoralreferentin Maike Jakob (Geistliche Mentorin für Theologiestudierende), der stellvertretenden Leiterin des Priesterseminars Helena Gilbert, Pastoralreferentin Janina Adler und Stephanie Bitz-Künster, die für den Bewerber:innenkreis der Pastoralreferent:innen zuständig ist.

 

Den Abschluss des inhaltlichen Teils des Tages bildete eine Diskussionsrunde zum Thema „Frieden stiften – im Großen und Kleinen“, an der neben Bischof Kohlgraf auch Diözesanjugendseelsorger und BDKJ-Diözesanpräses Pfarrer Daniel Kretsch teilnahm. Als Repräsentant:innen der jungen Generation brachten die Teilnehmenden ihre eigenen Fragen und Themen aus den Vertiefungsgruppen ein. „Es ist wichtig, die Welt realistisch zu sehen, aber nicht hoffnungslos“, betonte Bischof Kohlgraf. Weiter sagte er: „Auch kleine Schritte machen einen Unterschied, und es ist wichtig, auch jungen Menschen zu vermitteln, dass sie dem Geschehen nicht hilflos ausgeliefert sind.“ Pfarrer Kretsch pflichtete ihm bei: „Es ist wichtig, Jugendlichen Hoffnungshorizonte zu eröffnen, und sie zu begleiten, wenn sie sich etwa gegen Unrecht auflehnen wollen“, sagte er.

 

Der Tag endete mit einem gemeinsamen Abendessen und einem Abendlob. Bischof Kohlgraf stand dem Gottesdienst vor, die musikalische Gestaltung übernahm Ferdinand Fahn am E-Piano.

 

Stichwort: Theotag

Insgesamt nahmen rund 30 Theologiestudierende am „Theotag“ teil. Sie studieren an der katholisch-theologischen Fakultät der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz, der Katholischen Hochschule (KH) in Mainz, sowie an der katholischen Fakultät in Frankfurt-St. Georgen. Der Tag findet immer im Sommersemester auf Einladung des Bischofs statt und wird inhaltlich durch ein Dezernat geprägt.

 

Fotos unter www.bistummainz.de/presse

 

Nachricht voraus am 28.5.26                                                                                 hoff (MBN)

 

 

 

 

 

Besuch von Bischof Fritz aus Paraguay

Bischof Peter Kohlgraf (links) trifft Bischof Miguel Fritz aus Paraguay

Oblatenmissionar zu Gast bei Bischof Kohlgraf in Mainz

Mainz. Am Dienstag, 26. Mai, hat der aus Deutschland stammende Oblatenmissionar Bischof Miguel Fritz aus Paraguay den Mainzer Bischof Peter Kohlgraf im Bischofshaus in Mainz besucht. Die beiden Bischöfe nutzten die Gelegenheit, um sich unter anderem über die aktuelle Lage der Kirche in Deutschland und Paraguay auszutauschen. Miguel Fritz war vor einem Jahr zum Bischof für das Apostolische Vikariat Pilcomayo in Paraguay ernannt worden. Er lebt seit mehr als 40 Jahren in Paraguay und hatte an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz Theologie studiert. 

 

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Nachricht voraus am 27.5.26                                                                                  hoff (MBN)

„Scheuen wir uns nicht, die Botschaft Jesu in unsere Zeit hineinzutragen“

Mainz, 28. Mai 2026: Gottesdienst zum Patronatsfest des Priesterseminars (v.l.n.r.): Regens Michael Leja, Weihbischof Joshy Pottackal und Spiritual Philipp Müller.

Weihbischof Pottackal feierte Pontifikalamt zum Bonifatiusfest im Mainzer Seminar

Mainz. Der Mainzer Weihbischof Joshy Pottackal O.Carm. hat am Donnerstagabend, 28. Mai, in der Mainzer Augustinerkirche den Gottesdienst zum Patronatsfest des Mainzer Priesterseminars St. Bonifatius gefeiert: „Scheuen wir uns nicht, die Botschaft Jesu in unsere Zeit hineinzutragen“, sagte Pottackal. Das Leben des heiligen Bonifatius erinnere daran, dass nicht alles in unserer Hand liegt: „Bleiben wir als Getaufte mutig und entschlossen unserem Auftrag treu, Zeugnis zu geben von unserem Glauben. Der Rest liegt bei Gott.“ Im Anschluss an den Gottesdienst fand im Arnsburger Hof des Seminars das traditionelle Sommerfest des Hauses statt.

 

Domkapitular Weinert verabschiedet

Am Ende des Gottesdienstes verabschiedete der Personaldezernent des Bistums, Dr. Wolfgang Fritzen, den Mainzer Domkapitular, Prof. Dr. Franz Rudolf Weinert, als Dozent für Pastoralliturgie am Pastoralseminar. Mit dem Abschied „geht eine Ära zu Ende“, betonte Fritzen. In den 38 Jahren seines Wirkens habe Weinert das liturgische Verständnis im Bistum über Generationen geprägt. Fritzen dankte Weinert im Namen des Bistums für sein großes Engagement.

 

Regens Michael Leja benannte außerdem weitere aktuelle Personalien aus Priesterseminar und Haus der kirchlichen Berufe: Cecilia Hickl wird zusammen mit Pfarrer Johannes Zepezauer die Aufgaben von Domkapitular Weinert in der Pastoralliturgie übernehmen. Pfarrer Thomas Müller beendet seine Aufgabe als Dozent für Homiletik am Pastoralseminar; im Laufe des Jahres wird Generalvikar Dr. Sebastian Lang diese Aufgabe übernehmen. Leja begrüßte außerdem Isabell Steiner als Sekretärin im Haus der kirchlichen Berufe und dankte Dominic Linzmeier, der bisher als Sekretär im Haus der kirchlichen Berufe tätig war und in die Personalabteilung des Bistums gewechselt ist.

 

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Nachricht voraus am 28.5.26                                                                                  tob (MBN)

 

 

 

 

Brücken bauen für gesellschaftlichen Zusammenhalt in der globalen Welt

Weihbischof Joshy Pottackal zu Gast bei der Karl-Kübel-Stiftung in Bensheim. Hier neben Stiftungsratsvorsitzendem Dr. Matthias Wilkes

Mainzer Weihbischof Joshy Pottackal im Austausch mit der Karl Kübel Stiftung

Bensheim. Angesichts zunehmender Polarisierung ist der interkulturelle Austausch heute wichtiger denn je, um gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken. Das bekräftigte der neue Mainzer Weihbischof Pater Joshy Pottackal bei seinem Besuch in der Karl Kübel Stiftung.

 

Pater Pottackal ist der erste Weihbischof in der Kirchengeschichte Deutschlands mit außereuropäischen Wurzeln. Er war einer Einladung der Stiftung gefolgt, die zu seiner alten Heimat Indien seit mehr als 50 Jahren enge Beziehungen im Bereich der internationalen Zusammenarbeit unterhält. „Die Berufung von Pater Joshy Pottackal ist ein mutiges, aber ebenso richtiges Zeichen der katholischen Kirche für eine gemeinsame globale Verantwortung über nationale Grenzen hinweg“, so Stiftungsratsvorsitzender Dr. Matthias Wilkes bei der Begrüßung des Weihbischofs in der Stiftungszentrale in Bensheim.

 

Vielfalt anerkennen und wertschätzen

Wie unsere Stiftung diesen Zusammenhalt konkret stärkt, erläuterte er am Beispiel der Koordinierungsstelle Vielfalt in der Kindertagesbetreuung in Hessen. Sie setzt sich dafür ein, dass das Bewusstsein für Diversität in der frühkindlichen Bildung gefördert, Vielfalt anerkannt und wertgeschätzt wird. Fachkräfte in Kitas erhalten praxisnahe Impulse für den Umgang mit Kindern und Eltern mit Fluchterfahrung und aus unterschiedlichen kulturellen Kontexten – damit Teilhabe von Anfang an gelingt.

 

Auch unser weltwärts-Freiwilligenprogramm trägt durch interkulturellen Austausch zum Miteinander bei. Es bietet jungen Menschen die Möglichkeit des Perspektivwechsels und sozialen Engagements im Kontext jeweils anderer Lebensbedingungen. Aktuell sind fünf weltwärts-Freiwillige aus Indien und von den Philippinen an der Bergstraße im Einsatz. „Der Freiwilligendienst fördert das Verständnis für andere Menschen und Sichtweisen. Das ist essenziell für ein friedliches Leben in einer globalen Welt“, betonte Wilkes.

 

Blick über den Tellerrand hinaus ist wichtig

Weihbischof Pottackal, der inzwischen seit mehr als 20 Jahren in Deutschland lebt, hob die Bedeutung solcher Lernwege hervor: „So ein Blick über den Tellerrand hinaus ist wichtig – sowohl für jeden Einzelnen wie auch für die Kirche. Er schafft Nähe, wo vorher Fremdheit war, und öffnet Raum für Verständnis.“

 

Mit seiner Erfahrung und interkulturellen Kompetenz ist er geradezu prädestiniert für die Anfang Mai neu geschaffene Koordinierungsstelle für Dialog und gesellschaftliche Verantwortung, deren Dezernent er ist. Weiß er doch, wie es sich anfühlt, zunächst fremd in einem Land zu sein. „In der Koordinationsstelle werden die bereits existierenden Fachstellen, die schon in der Vergangenheit bedeutende Arbeit in den Bereichen Gerechtigkeit und Frieden, Weltkirche, interreligiöser Dialog und Ökumene geleistet haben, zusammengefasst, um Vertretungsaufgaben zu koordinieren, Synergien zu erzielen und Ressourcen besser zu nutzen. Mit der Schaffung dieser Stelle unterstreicht das Bistum, dass der Bau von Brücken zwischen Menschen, Religionen, Kulturen und Ländern einen hohen Stellenwert hat.“

 

Fotos unter www.bistummainz.de/presse

 

Nachricht voraus am 27.5.26                                                                                   PM (MBN)

 

 

 

 

Weihbischof Pottackal begrüßte Gäste aus aller Welt in St. Stephan

Mainz, 9. Juni 2026: Die Internationale Konferenz der Vereinigung für Seelsorgende im Hochschulbereich (IACHE) macht Station in St. Stephan (v.l.n.r.): Viva Roumieh, Dr. Kerstin Söderblom, Christine Schardt, Weihbischof Joshy Pottackal, Rabbi Barry Baron und Prof. Dr. Thomas Hieke.

Internationale Konferenz der Vereinigung für Seelsorgende im Hochschulbereich

 

Mainz. Der Mainzer Weihbischof Joshy Pottackal O.Carm. hat am Dienstagmorgen, 9. Juni, in Mainz-St. Stephan die Teilnehmenden der Konferenz der International Association of Chaplains in Higher Education (IACHE) für das Bistum Mainz begrüßt. Die berühmten Chagall-Fenster von St. Stephan seien „zu einem Symbol der Versöhnung zwischen Juden und Christen und zu einem Aufruf zur gegenseitigen Verständigung“ geworden, sagte der Weihbischof in seinem Grußwort. Und weiter: „Ich glaube, dass der Frieden dort aufblüht, wo Menschen einander als Brüder und Schwestern begegnen, die Würde des anderen anerkennen und gemeinsam nach Wegen der Wahrheit und Gerechtigkeit suchen. Brüder und Schwestern, als Hochschulseelsorger begleiten Sie junge Menschen in einer Zeit großer Herausforderungen. Umso wichtiger ist es, Räume zu schaffen, in denen Menschen einander wirklich zuhören können, in denen Unterschiede nicht trennen müssen und in denen Verständigung gedeihen kann.“

 

Die internationale und multireligiöse Vereinigung für Seelsorgerinnen und Seelsorger im Hochschulbereich trifft sich vom 8. bis 12. Juli zu ihrer alle vier Jahre stattfindenden Konferenz in Mainz und am Donnerstag auch in Frankfurt. Die Konferenz mit rund 120 Teilnehmenden aus 25 Ländern steht in diesem Jahr unter der Überschrift „Diversity, Dialogue & Democracy“. Zuletzt hatte sich die IACHE im Jahr 2022 in Sheffield/England getroffen.

 

Veranstalter des Treffens in Mainz sind die katholischen und evangelischen Hochschulgemeinden in Mainz sowie in Frankfurt, unterstützt von den Bistümern Mainz und Limburg, dem Bundesverband Katholische Kirche an Hochschulen und der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN). Mit einer Keynote zum Thema „Diversity and Educational Equity“ hatte PD Dr. Marita Liebermann, Direktorin der Akademie des Bistums Mainz, das Treffen am Vorabend in der Evangelischen Studierenden Gemeinde Mainz (ESG) eröffnet. Nach Grußwort und kurzer Fragerunde mit Weihbischof Pottackal sprach der Mainzer Alttestamentler Prof. Dr. Thomas Hieke in einer Keynote über die Chagall-Fenster von St. Stephan („Theological and political insightsy<ya from Chagall´s windows“) sowie Rabbi Barry Baron von der Colgate University in Hamilton/USA. Die Veranstaltungen der Tagung finden vornehmlich in der ESG und der Katholischen Hochschulgemeinde (KHG) in Mainz statt.

 

Hinweis: www.iache.org

 

Fotos unter www.bistummainz.de/presse

 

Nachricht voraus am 9.6.26                                                                                    tob (MBN)

„Fragt uns, wir sind die letzten...“ (7. bis 13. Juni)

KZ- und Ghetto-Überlebende sprechen mit Jugendlichen im Bistum Mainz

 

Rheinhessen. Auch in diesem Jahr besuchen vier Überlebende der Konzentrationslager und Ghettos das Bistum Mainz, um Schülerinnen und Schülern ihre Erfahrungen aus der Zeit des Nationalsozialismus schildern. Die Gäste werden von Sonntag, 7., bis Samstag, 13. Juni, in der DJH Kloster Höchst in Höchst im Odenwald wohnen. Begleitet werden die Zeitzeug*innen von Ehren- und Hauptamtlichen des Bistums Mainz und des Maxi-milian-Kolbe-Werkes. In der aktuellen gesellschaftlichen Situation, wollen die Zeitzeug*innen ihren Beitrag für ein Bewusstsein leisten, was passieren kann, wenn man die Demokratie und den Rechtsstaat nicht gegen seine Feinde verteidigt. Die Überlebenden sind zwischen 85 und 91 Jahre alt. Sie wurden in dem Internierungs- und Arbeitslager Lebrechtsdorf-Potulitz, im Konzentrationslager Ravensbrück und im Ghetto Sambor inhaftiert.

 

Besuchstermine

An den Gesprächen nehmen Klassen bzw. Jahrgänge aus folgenden Schulen teil:

 

  • Montag, 8.6.: Ernst-Göbel-Schule Höchst
  • Dienstag, 9.6.: Theodor-Frey-Schule Eberbach
  • Mittwoch, 10.6.: Theodor-Litt-Schule Michelstadt
  • Donnerstag, 11.6.: Georg-Ackermann-Schule, Peter Behrens-Schule Darmstadt
  • Freitag, 12.6.: Starkenburg-Gymnasium Heppenheim

 

Öffentliche Abendveranstaltung

 

Am Mittwoch, 10. Juni, findet um 19.00 Uhr eine öffentliche Abendveranstaltung mit dem Titel „Verschleppt und entrechtet: Zeitzeugengespräch mit Jozefa Posch-Kotyrba“ statt. In Kooperation mit dem Evangelischen Dekanat Odenwald, der katholischen Pfarrei Guter Hirte im Odenwaldkreis, der Gemeinde Höchst im Odenwald, Odenwald gegen Rechts, dem Deutschen Gewerkschaftsbund DGB, dem Deutschen Jugendherbergsverband DJH, dem pax christi Rhein-Main Regional-verband Limburg-Mainz und dem DGB Bildungswerk Hessen e.V.

Ort: DJH Kloster Höchst, Kirchberg 3, 64739 Höchst im Odenwald

 

Józefa Posch-Kotyrba wurde 1943 im Alter von fünf Jahren mit zusammen mit ihrer Mutter und ihren Geschwistern verhaftet. Die Kinder wurden von der Mutter getrennt und in verschiedenen Lagern inhaftiert. Die Mutter wurde in Auschwitz ermordet, der Vater als Untergrundkämpfer erschossen. Nach dem Krieg nahm die Großmutter die Kinder zu sich, Józefa wuchs später in einem Waisenhaus auf. 

 

Hinweis: Weitere Informationen zu den Begegnungen: Stephanie Roth, zeitzeugen@stephanie-roth.de, mobil 0171-8289973, Dr. Christoph Krauß, frieden@bistum-mainz.de, www.bistummainz.de/zeitzeugenbesuche; Maximilian-Kolbe-Werk, Freiburg, www.maximilian-kolbe-werk.de

 

Nachricht voraus am 2.6.26                                                                                     PM (MBN)

 

 

 

 

„Das ist für uns wie Familienzuwachs“

Treffen im Mainzer Dom- und Diözesanmuseum, von links: Domkapitular Professor Dr. Franz-Rudolf Weinert, Direktorin des Mainzer Dom- und Diözesanmuseums, Dr. Anja Lempges, Professorin Daška Domljan und ihr Mann Dr. Tomislav Luetić

Mainzer Dom- und Diözesanmuseum erhält Kunstwerk aus Kroatien

 

Mainz. Die Direktorin des Mainzer Dom- und Diözesanmuseums, Dr. Anja Lempges, zeigte sich sehr dankbar für das Kunstwerk, das ihr am Donnerstag, 28. Mai, übergeben wurde: Ein Hundekopf aus feinem Kalkstein, vollplastisch ausgearbeitet und offensichtlich aus dem Spätmittelalter. „Das ist für uns wie Familienzuwachs“, sagte Lempges an den Besuch gewandt. Der Kopf ist 16x12 cm groß und wurde am Hals abgetrennt, gehörte also zu einem größeren Kunstwerk. Denkbar wäre, dass die Figur zu einem Grabmal gehörte und als Grabwächter fungierte. „Da wollte ein Auftraggeber beste Qualität, und die hat er auch bekommen“, sagte Lempges bei dem Treffen im Mainzer Dom- und Diözesanmuseum.

 

Mitgebracht hatte die Skulptur Professorin Daška Domljan aus Zagreb/Kroatien, die gemeinsam mit ihrem Mann Dr. Tomislav Luetić nach Mainz gekommen war, um das Fragment zurückzugeben. Der Hundekopf gehörte ursprünglich Domljans Vater, Dr. Žarko Domljan, der inzwischen verstorben ist. Dieser war nach dem Zweiten Weltkrieg nach Deutschland gereist, um einen Freund zu besuchen. Von Mainz war der damalige Student der Kunstgeschichte und spätere Lexikograph sehr begeistert, der Hundekopf stammt wohl aus dem Nachkriegs-Schutt am Mainzer Dom. Domljan nahm ihn mit nach Kroatien, nutzte ihn zunächst als Briefbeschwerer auf seinem Schreibtisch, und zeigte ihn später einem seiner Professoren. Seitdem hatte Domljan, der später der erste Präsident des kroatischen Parlaments nach der Unabhängigkeit wurde, das Kunstwerk in einer gläsernen Vitrine aufbewahrt.

 

Im März 2020 wurde Zagreb von einem Erdbeben erschüttert, das an der Kathedrale in Zagreb erheblichen Schaden anrichtete. Unter anderem stürzte dabei einer der Türme herab. In einem Brief an den Mainzer Bischof Peter Kohlgraf schrieb Zarko Domljan, dass ihm beim Anblick dieser Bilder wieder einfiel, dass er ja das Kunstwerk aus dem Mainzer Dom noch bei sich hatte, und er verspürte den „nachdrücklichen Wunsch, das Fragment wieder dorthin zurückzubringen, wo es sich jahrhundertelang befand“. Aus seinem Vorhaben, persönlich nach Mainz zu reisen, wurde leider nichts, weil kurz darauf die Corona-Pandemie begann. Inzwischen ist Domljan verstorben, daher hat nun seine Tochter den Hundekopf nach Mainz zurückgebracht.

 

Bei der Begegnung im Mainzer Dom- und Diözesanmuseum war auch Domkapitular Professor Dr. Franz-Rudolf Weinert anwesend. „Vielen Dank für dieses Zeichen der Verbundenheit und dafür, dass Sie den Kopf zurückgebracht haben“, sagte Weinert. Zum Dank ihrerseits überreichten Lempges und Weinert den Gästen das Begleitbuch zur Sonderausstellung: „Vom Bombenkrieg gezeichnet. Vergessene Fragmente erzählen Geschichte“, sowie ein Buch über Mainzer Liturgische Gewänder. Domljan hatte noch eine Nachbildung des „Silbernen Kreuz der Äbtissin Čika“ in Form eines Anhängers als Geschenk mitgebracht. Das Team des Dom- und Diözesanmuseums wird den Hundekopf nun erforschen.

 

Hinweis: Das Dommuseum im Internet: https://www.dommuseum-mainz.de/

 

Fotos unter www.bistummainz.de/presse

 

Nachricht voraus am 2.6.26                                                                                 hoff (MBN)

 

 

 

 

 

Vorleben, wie menschenwürdige Gesellschaft gestaltet werden kann

Wiesbaden, 26. Mai 2026: Bischof Peter Kohlgraf (rechts) im Gespräch beim Thomas Morus-Empfang.

St. Thomas Morus-Empfang des Kommissariats der Bischöfe im Lande Hessen


Wiesbaden. Es sei in besonderer Weise „Auftrag der Kirche, glaubwürdig vorzuleben, wie eine menschenwürdige Gesellschaft gestaltet werden kann“. Das sagte der Fuldaer Bischof Michael Gerber am Dienstagabend, 26. Mai, beim Thomas Morus-Empfang des Kommissariates der Katholischen Bischöfe im Lande Hessen. Diese Gemeinwohlorientierung könne durch die Religionen in der Gesellschaft stark gemacht werden. Ein wichtiger Beitrag der Kirchen für die Gesellschaft sei außerdem die Stärkung des Ehrenamtes. Gerber äußerte sich im Rahmen einer Podiumsdiskussion zum Thema „Staat und Kirche – Partner in schwierigen Zeiten“. Der alle zwei Jahre stattfindende Thomas Morus-Empfang des Kommissariates der Katholischen Bischöfe im Landes Hessen wurde im Hotel Oranien in Wiesbaden ausgerichtet.

 

Die Präsidentin des Hessischen Landtages, Astrid Wallmann, sprach sich dafür aus, „noch mehr diejenigen Lebensbereiche zu stärken, wo sich Menschen persönlich begegnen und nicht nur im digitalen Raum. Dazu gehören Sportvereine, aber natürlich auch die Kirchen“, sagte Wallmann: „Die persönliche Begegnung ist wichtig für unsere Gesellschaft.“ Es sei ein Verlust für die Demokratie, wenn es in der sich verändernden Debattenkultur nicht mehr gelänge, „einander zuzuhören und sich vielleicht doch von den Argumenten anderer überzeugen zu lassen“, sagte Wallmann. Die Landtagspräsidentin bezeichnete es als „ein ganz großes Geschenk, dass wir in diesem Jahr den 80. Jahrestag der Landesverfassung in Hessen feiern können“.

 

Staatsminister Armin Schwarz, Hessischer Minister für Kultus, Bildung und Chancen, würdigte in seinem Grußwort die gute Zusammenarbeit von Staat und Kirche in Hessen. „Ich wünsche mir weiterhin einen konstruktiven Dialog und ein partnerschaftliches Miteinander in der Zusammenarbeit“, sagte Schwarz. Der Bischof von Limburg, Georg Bätzing, dankte in seinem Grußwort der Politik im Land Hessen „für die vertrauensvolle Zusammenarbeit, die wir sehr zu schätzen wissen“. Es komme darauf an, in der Gesellschaft, „die Stärke des Rechts zu sichern und Räume des Dialogs zu öffnen“, um eine lebenswerte Zukunft für alle Menschen zu gestalten, sagte Bätzing.

 

Der Leiter des Kommissariates der Katholischen Bischöfe im Lande Hessen, Domkapitular Prof. Dr. Tonke Dennebaum, hatte die rund 200 Gäste des Empfangs begrüßt. Dennebaum übernahm auch die Moderation der Podiumsdiskussion mit Wallmann und Gerber. Musikalisch gestaltet wurde der Abend vom Kammerchor der Mädchenkantorei am Limburger Dom unter Leitung von Domchordirektorin Judith Kunz und Leo Schuler sowie dem Lioba-Q4-Trio der Sankt Lioba-Schule in Bad Nauheim mit Noah Jüngel (Klavier), Tobias Reuter (Posaune) und Linus Ernst (Cello).

 

Fotos unter www.bistummainz.de/presse

 

Nachricht voraus am 27.5.26                                                                                        tob (MBN)

Neuerscheinung von Prof. Dr. Richard Hartmann

„Die Kirche und ihre Ämter. Ein Zwischenruf“ im Patmos-Verlag erschienen

 

Ostfildern. „Die Kirche und ihre Ämter. Ein Zwischenruf“ heißt eine Neuerscheinung von Prof. Dr. Richard Hartmann, die Anfang Juni im Patmos-Verlag in Ostfildern erschienen ist. Hartmann ist Priester des Bistums Mainz und war bis 2023 Ordinarius für Pastoraltheologie und Homiletik an der Theologischen Fakultät Fulda, die er von 2004 bis 2008 als Rektor leitete. Von 2009 bis 2019 war er Vorsitzender der Konferenz der deutschsprachigen Pastoraltheologen und Pastoraltheologinnen e. V.

 

In seinem einleitenden Kapitel schreibt Hartmann: „Wenn ich die Frage nach dem Zustand der Kirche beantworten will, lege ich damit zugleich offen, aus welcher Position ich auf die Kirche und ihre Ämter schaue. Es kommt auf den Blickwinkel an: auf den jeweiligen Ausgangspunkt und auf die denkbare Perspektive auf die Zukunft.“ Und weiter: „Ich schlage eine Perspektive vor, die einerseits nicht neu ist, andererseits im Krisenmanagement aber bisher kaum in den Fokus geraten ist. Ich erweitere den Rahmen, indem ich betrachte, welche Bedeutung und welche Aufgabe – und in ihr das Amt – im Rahmen der Sendung Christi haben, um vom größeren Ganzen her Mut zu neuen Ausdrucksformen zu gewinnen. Das mag Einzelnen zunächst fromm, vielleicht sogar herkömmlich erscheinen. Mir jedoch scheint dieser weitere Blick Freiräume zu schaffen, manches – vor allem auch jenseits bisheriger Regelungen und rechtlicher Fixierungen – anders zu sehen, damit wir neu und mutig ,gemeinsam Kirche seinʼ können. Ausdrücklich knüpfe ich an das gleichnamige Dokument der deutschen Bischöfe von Jahr 2015 an, an dem ich mitarbeiten durfte und das für Vieles Wege aufgezeigt hat, die jedoch noch längst nicht beschritten wurden. Eine weiter gefasste Sicht auf die Sendung von Christus her kann neue Entwicklungen initiieren, die weitreichende Konsequenzen haben, die bei eingeengter Perspektive nicht gesehen werden.“

 

Hinweis: Richard Hartmann. Die Kirche und ihre Ämter. Ein Zwischenruf.“ Patmos-Verlag/Ostfildern. 112 Seiten. 16 Euro. ISBN 978-3-8436-1667-6.

 

tob (MBN)