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Mainzer Bistumsnachrichten Nr. 7 / 2026

Bischof Peter Kohlgraf hat sich erstmals mit der Diözesanen Schüler:innenvertretung getroffen
Datum:
Mi. 8. Apr. 2026
Von:
hoff (MBN)

In der aktuellen Ausgabe mit dem Begegnungstag der Firmbewerber mit Bischof Kohlgraf, der Gründung einer ersten bistumsweiten Schüler:innenvertretung, einem Gesprächsabend mit neu geweihtem Mainzer Weihbischof im Erbacher Hof in Mainz, der Feier der Kar- und Ostertage im Mainzer Dom (29.3.-6.4.), der Predigt von Bischof Peter Kohlgraf bei der traditionellen Missa Chrismatis im Mainzer Dom, und dem Pontifikalamt mit dem Mainzer Bischof an Gründonnerstag im Dom.

 

Rund 650 Firmbewerber bei Begegnungstag im Mainzer Dom

Mainz, 28. März 2026: Die Firmspender beim Auftakt des Firmbewerbertages im Mainzer Dom (v.l.n.r.): Klaus Forster, Michael Ritzert, Henning Priesel, Moderatorin Finja Fiedler, Bischof Peter Kohlgraf, Franz-Rudolf Weinert und Olaf Lindenberg.

Jugendvesper mit Bischof Kohlgraf und Begegnungsgruppen in der Innenstadt

 

Mainz. Am Samstagnachmittag, 28. März, sind rund 650 Firmbewerberinnen und Firmbewerber aus dem ganzen Bistum Mainz zusammen mit rund 150 Katecheten und Begleitpersonen zu einem Begegnungstag nach Mainz gekommen. Der Mainzer Bischof Peter Kohlgraf hatte die Firmbewerber aus dem Bistum mit den anderen Firmspendern zu dem Begegnungstag eingeladen.

 

„Es ist wichtig, dass Ihr die Frage nach dem Glauben mit in Euer Leben nehmt, so wie Ihr das mit Eurer Firmung zeigt“, betonte Bischof Kohlgraf:

 

„Unsere Kirche ist lebendig und wenn Ihr Eure Fragen und Eure Lebenserfahrung mit einbringt, dann können wir sie so in die Gesellschaft tragen.“

 

Der Tag stand unter der Überschrift „Zum Leben berufen! Christ-Sein erleben in vielen Facetten“. In den Begegnungen am Nachmittag ging es um die Vielfalt, mit welcher der eigene Weg als Christin oder Christ gestaltet werden kann. Die zahlreichen Gesprächspartner kamen mit den Jugendlichen darüber ins Gespräch, wie sie ihr eigenes Leben aktiv als Christen gestalten.

 

Beim Auftakt am Nachmittag im Mainzer Dom stellten sich die Firmspender im Gespräch mit den Moderatoren Finja Fiedler (KSJ) und Sophie Eberle (KJG). Die Jugendlichen hatten die Möglichkeit, direkt im Dom über ihre Mobiltelefone Fragen an den Bischof und die weiteren Firmspender zu stellen. Neben Bischof Kohlgraf waren der Mainzer Weihbischof, P. Joshy Pottackal O.Carm., Domdekan Henning Priesel, sowie die Domkapitulare Professor Dr. Franz-Rudolf Weinert, Klaus Forster, Michael Ritzert und Offizial Olaf Lindenberg zum Begegnungstag gekommen.

 

Nach der Begrüßung im Dom waren die Firmbewerber mit ihren Katecheten zu verschiedenen Begegnungen unter anderen mit Seelsorgerinnen und Seelsorgern sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus dem Ordinariat, dem Dom- und Diözesanmuseum aber auch von der Hospizarbeit und den Jesus-Bikern die Mainzer Innenstadt eingeladen. Nach einem „Come2gether“ im Garten des Mainzer Priesterseminars mit verschiedenen Mitmach-Aktionen feierte Bischof Kohlgraf mit den Firmbewerbern eine Jugendvesper im Mainzer Dom. Diese wurde musikalisch gestaltet von einer Band „Um Himmels Willen“ aus Münster bei Dieburg. Organisiert worden war der Tag vom Bischöflichen Jugendamt.

 

Stichwort: Firmung

Das Sakrament der Firmung gehört mit Taufe und Eucharistie zu den so genannten Einführungssakramenten. Die Spendung der Firmung geschieht durch Handauflegung und Salbung der Stirn mit den Worten: „Sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist.“ Der Ritus steht für den Empfang des Heiligen Geistes zur Stärkung des persönlichen Glaubens und als Zeichen für die Verbundenheit mit allen anderen Glaubenden. Während der Firmung legt der Pate dem Firmling die Hand auf die Schulter. Damit drückt er aus, dass er ihn auf seinem Glaubensweg stärken will. In der Regel wird die Firmung im Bistum Mainz im Alter zwischen 14 und 16 Jahren gespendet. Die Firmlinge bekräftigen in der Firmung ihre Entscheidung, Christ zu sein. Während bei der Taufe noch Eltern und Paten für sie entschieden haben, treten sie nun selbst für ihren Glauben ein. In diesem Sinn vollendet die Firmung die Taufe.

 

Fotos unter www.bistummainz.de/presse

tob (MBN)

 

Nachricht voraus vom 28.3.2026

 

 

 

Bistumsweite Schüler:innenvertretung gegründet

Bischof Peter Kohlgraf hat sich erstmals mit der Diözesanen Schüler:innenvertretung getroffen

Erstes Treffen mit dem Mainzer Bischof Peter Kohlgraf hat stattgefunden

 

Mainz. Im Bistum Mainz hat sich eine diözesane Schüler:innenvertretung (DSV) der katholischen Schulen gegründet. Am Dienstag, 24. März, hat sich eine Gruppe Schülerinnen und Schüler unterschiedlicher katholischer Schulen im Bistum Mainz erstmals mit dem Mainzer Bischof Peter Kohlgraf zu einem Gespräch getroffen. Die Teilnehmenden engagieren sich in der Schüler:innenvertretung ihrer jeweiligen Schulen. Ziel der DSV ist es, die Mitbestimmung an katholischen Schulen zu stärken. An dem Gespräch nahm auch der Bildungsdezernent Ordinariatsdirektor Gereon Geissler teil, sowie Joachim Schneider, Abteilungsleiter der katholischen Schulen, und der Referent für Schulentwicklung, Markus Birkenbach.

 

Themen des Treffens waren etwa aktuelle Fragestellungen in den Schulen, Möglichkeiten von Mitbestimmung und Beteiligung von Schüler:innen am schulischen Leben und die Frage, wie die weitere Arbeit der DSV aussehen könnte. Das Dezernat Bildung unterstützt die Arbeit der DSV durch inhaltliche Beratung und Hilfe bei der Organisation einer bistumsweiten Vernetzung.

 

Fotos unter www.bistummainz.de/presse

 

hoff (MBN)

Nachricht voraus am 26.3.2026

 

 

Weihbischof Pottackal: Wenn ich als Christ Freude ausstrahle, dann wirkt das

Mainz, 26. März 2026: Weihbischof P. Joshy Pottackal O.Carm. im Gespräch mit Andreas Linsenmann (links).

Gesprächsabend mit neu geweihtem Mainzer Weihbischof im Erbacher Hof in Mainz


Mainz. Um den Glauben in die Öffentlichkeit zu tragen, müsse man nicht immer laut sein: „Wenn ich als Christ Freude ausstrahle, dann wirkt das. Und wenn ich das, was ich predige, auch in meinem Leben widerspiegelt, dann wird das wahrgenommen.“ Das sagte der neue Mainzer Weihbischof, P. Joshy Pottackal O.Carm., am Donnerstagabend, 26. März, im Erbacher Hof in Mainz. Der Abend stand unter der Überschrift „Hoffen in Zeiten der Herausforderung. Weihbischof Pater Joshy George Pottackal O.Carm. im Gespräch“. Moderiert wurde die Veranstaltung von Dr. Andreas Linsenmann von der Akademie des Bistums.

 

Weihbischof Pottackal erzählte, dass er in einer sehr christlichen Familie im indischen Kerala aufgewachsen ist: „Dort spielt der Glaube eine größere Rolle als hier.“ Ein besonderes Vorbild sei ihm in der Jugend sein Heimatpfarrer gewesen, der sich sehr für Familien engagiert habe und trotz großer Hierarchien in der Gesellschaft stets auf Augenhöhe mit den Menschen gesprochen habe. Einer seiner Brüder ist als Karmelit in Kanada und sein Cousin sei Karmelit in Irland. Was die Berufungen angehe, sei Situation der Karmeliten in Europa inzwischen schwierig, sagte Pottackal, erinnerte aber an das weltweite Wachstum des Ordens: „In Afrika und Indien wächst der Orden und Indonesien ist mittlerweile unsere größte Provinz.“

 

Zum Pastoralen Weg im Bistum Mainz befragt, erinnerte Pottackal daran, „dass der Pastorale Weg als spiritueller Weg begonnen wurde. Auch wenn wir jetzt viel mit Gebäudeprozessen und Finanzfragen zu tun haben, sollten wir diesen spirituellen Aspekt nicht zu kurz kommen lassen“. Pottackal war am 26. November 2025 von Papst Leo XIV. zum Weihbischof ernannt worden. Die Bischofsweihe von Pottackal hatte der Mainzer Bischof Peter Kohlgraf am 15. März im Mainzer Dom vorgenommen. Er ist der erste Bischof in Deutschland, der nicht aus Europa stammt.

 

Fotos unter www.bistummainz.de/presse

tob (MBN)

 

Nachricht voraus am 26.3.2026

 

Feier der Kar- und Ostertage im Mainzer Dom (29.3.-6.4.)

Pontifikalamt am Ostersonntag mit Bischof Kohlgraf, Gottesdienste im Livestream

 

Mainz. Mit der Karwoche („Woche der Trauer“) vom 29. März bis 4. April endet in der katholischen Kirche die österliche Bußzeit. Ihr schließt sich das Osterfest (5. und 6. April) an, das als Höhepunkt des Kirchenjahres gilt und das ritenreichste aller christlichen Feste ist. Im Folgenden geben wir einen Überblick über die Gottesdienste im Mainzer Dom in der Karwoche und an Ostern. Der Gottesdienst in der Osternacht sowie das Pontifikalamt an Ostersonntag werden live im Internet (www.bistummainz.de) übertragen.

 

Erster Tag der Karwoche ist der Palmsonntag, 29. März, an dem an den Einzug Jesu in Jerusalem erinnert wird. An diesem Tag feiert Domdekan Henning Priesel um 10.00 Uhr unter Anwesenheit der Mitglieder des Domstiftes einen Gottesdienst im Dom. Die Liturgie beginnt mit der Palmweihe im Kreuzgang, es folgt eine kurze Prozession zum Westchor, dem sich das Stiftsamt anschließt. Im Zentrum des Gottesdienstes steht die Passion Christi. Die musikalische Gestaltung übernimmt der Mädchenchor am Dom und St. Quintin mit den Männerstimmen des Mainzer Domchores unter Leitung von Domkantor Michael Kaltenbach. An der Orgel spielt Domorganist Professor Daniel Beckmann. Die Palmsonntagskollekte steht in diesem Jahr unter dem Motto „„Hoffnung säen“, geht an den Deutschen Verein vom Heiligen Lande und das Kommissariat des Heiligen Landes und unterstützt Christen im Heiligen.

 

Die Missa Chrismatis („Ölweihmesse“) findet am Montag, 30. März, um 17.00 Uhr statt. Im Rahmen dieser Heiligen Messe weiht Bischof Kohlgraf das Katechumenenöl (mit dem Taufbewerber gesalbt werden), das Krankenöl (zur Spendung der Krankensalbung) und das Chrisam (das unter anderem bei der Spendung der Taufe, des Firmsakramentes und der Priesterweihe Verwendung findet). Eingebettet ist diese Feier in einen Geistlichen Tag für alle Priester und Diakone des Bistums. Bischof Kohlgraf wird dem Gottesdienst vorstehen, Konzelebranten sind Weihbischof Joshy Pottackal, Generalvikar Dr. Sebastian Lang und das Domstift. Zur Konzelebration sind darüber hinaus alle Priester des Bistums eingeladen. Im Anschluss nehmen Vertreter aus allen Pastoralräumen und Pfarreien die heiligen Öle mit. Die musikalische Gestaltung übernimmt ein Vokalensemble des Mädchenchors am Dom und St. Quintin unter der Leitung von Domkantor Kaltenbach, sowie Domkantorin Jutta Hörl, an der Orgel wird Professor Beckmann spielen.

 

Am Mittwoch der Karwoche (1. April) feiert Bischof Kohlgraf mit Weihbischof Joshy Pottackal und den Mitgliedern des Domstifts um 19.00 Uhr die Matutin. Musikalisch wird der Gottesdienst durch den Mainzer Domchor unter Leitung von Domkapellmeister Karsten Storck und mit Professor Daniel Beckmann an der Orgel gestaltet.

Dem Leiden und Sterben Jesu gedenken die Christen an Gründonnerstag und Karfreitag. An Gründonnerstag (2. April) feiert Bischof Peter Kohlgraf unter Anwesenheit des Domstiftes um 8.30 Uhr die Laudes im Ostchor des Mainzer Domes. Musikalisch begleitet wird die Laudes durch Kantoren und den Domorganisten Professor Daniel Beckmann. Um 19.00 Uhr beginnt das Abendmahlsamt, mit einer Predigt von Bischof Kohlgraf, in Konzelebration mit Weihbischof Joshy Pottackal und dem Domstift. Bischof Kohlgraf wird an Frauen und Männern aus den Innenstadtgemeinden, die in besonderer Weise sozial-caritativ engagiert sind, sowie im Umfeld des Domes Tätigen, die Fußwaschung vornehmen. Die musikalische Gestaltung übernimmt die Domkantorei St. Martin unter der Leitung von Domkapellmeister Karsten Storck, sowie Domkantorin Jutta Hörl, die Orgel wird Professor Daniel Beckmann spielen. Im Anschluss findet eine Agapefeier statt. Nach dem Gottesdienst wird das Allerheiligste zur Anbetung in die Gotthardkapelle gebracht. Dort besteht bis 22.00 Uhr die Möglichkeit zur stillen Anbetung. Der Zugang zur Kapelle ist vom Markt aus möglich, da der Dom um diese Uhrzeit bereits geschlossen sein wird.

 

Am Karfreitag, 3. April, steht Bischof Kohlgraf um 15.00 Uhr der Feier der Karfreitagsliturgie vor, an der auch Weihbischof Joshy Pottackal sowie die Mitglieder des Domstiftes teilnehmen. Es ist die Feier vom Leiden und Sterben Jesu Christi. Dieser Gottesdienst wird als Wortgottesdienst mit Kreuzverehrung und Kommunionausteilung begangen; Orgel und Glocken schweigen an diesem Tag. Im Zentrum steht die Passion. Die Domkantorei St. Martin sowie die Kantoren unter der Leitung von Domkapellmeister Storck gestalten die Karfreitagsliturgie musikalisch. Die Passion wird in einer Vertonung für Solisten und Chor von Heinrich Schütz vorgetragen. Bereits am Karfreitagmorgen findet um 8.30 Uhr eine Matutin und Laudes im Westchor mit Bischof Kohlgraf und Mitgliedern des Domstiftes statt. Sie wird musikalisch gestaltet durch den Mainzer Domchor unter Leitung von Domkapellmeister Storck.

 

Um 8.30 Uhr am Karsamstag, 4. April, findet am Heiligen Grab in der Nassauer Kapelle eine Statio (kurzes Gebet) mit Bischof Kohlgraf und dem Domstift statt, an die sich Matutin und Laudes im Ostchor anschließen. Kantoren werden den Gottesdienst musikalisch begleiten.

 

An Ostern feiern die Christen die Auferstehung Christi. Die Feier der Osternacht an Karsamstag, 4. April, beginnt um 21.30 Uhr mit einem Osterfeuer auf dem Domfriedhof, anschließend wird die Liturgie der Osternacht im Dom gefeiert. Dieser steht der Mainzer Bischof Kohlgraf vor, Generalvikar Sebastian Lang und Domdekan Henning Priesel werden die Konzelebration übernehmen, das Domstift wird an der Feier teilnehmen. Die musikalische Gestaltung der Osternacht übernehmen der Mädchenchor am Dom und St. Quintin, und das Mainzer Domorchester unter der Leitung von Domkantor Kaltenbach, sowie Domkantorin Hörl, Professor Beckmann wird die Orgel spielen. Am Ende des Gottesdienstes werden Ostereier gesegnet und an die Mitfeiernden verteilt.

 

Am Ostersonntag, 5. April, erfolgt um 9.30 Uhr die Abholung des Bischofs am Bischofsportal, anschließend wird die Pontifikalterz im Westchor gesungen. Um 10.00 Uhr feiert Bischof Kohlgraf ein Pontifikalamt in Konzelebration mit dem Domstift. Die musikalische Gestaltung übernehmen der Mainzer Domchor, das Mainzer Domorchester, die Mainzer Dombläser und Solisten unter Leitung von Domkapellmeister Karsten Storck, sowie Domkantorin Jutta Hörl. An der Orgel: Professor Beckmann. Um 15.00 Uhr feiert Bischof Kohlgraf mit Weihbischof Joshy Pottackal und dem Domstift eine Pontifikalvesper. Der Domchor unter Leitung von Domkapellmeister Storck und Professor Beckmann an der Orgel werden den Gottesdienst musikalisch begleiten.

 

Am Ostermontag, 6. April, wird Weihbischof Joshy Pottackal um 10.00 Uhr ein Pontifikalamt feiern. Musikalisch gestaltet wird der Gottesdienst von der Domkantorei unter der Leitung von Domkapellmeister Karsten Storck, sowie Domkantorin Jutta Hörl, und Professor Beckmann an der Orgel. Zeitgleich wird Bischof Kohlgraf eine Messe in St. Quintin feiern, begleitet durch den Mädchenchor am Dom und St. Quintin unter Leitung von Cécile Kretz.

 

Hinweis: Der Live-Stream der Osternacht (21.30 Uhr) und am Ostersonntag (10.00 Uhr) wird auf der Internetseite des Bistums Mainz (www.bistummainz.de) und im Youtube-Kanal (https://www.youtube.com/user/bistummainz) zu sehen sein.

 

Fotos unter www.bistummainz.de/presse

 

hoff (MBN)

 

Nachricht voraus am 26.3.2026

 

Kar- und Ostertage sind Ermutigung, den eigenen Glauben zu feiern und zu leben

Mainz, 30. März 2026: Bischof Peter Kohlgraf beim Einzug zur Missa chrismatis vor den Gefäßen mit den heiligen Ölen-

Predigt von Bischof Peter Kohlgraf bei traditioneller Missa Chrismatis im Mainzer Dom

 

Mainz. Der Mainzer Bischof Peter Kohlgraf hat die Kar- und Ostertage als Ermutigung bezeichnet, den eignen lebendigen Glauben zu leben und zu feiern. In seiner Predigt in der traditionellen Missa Chrismatis im Mainzer Dom sagte Kohlgraf am Montagabend, 30. März: „Ich glaube tatsächlich, was wir heute und in den kommenden Tagen feiern, und es ermutigt mich, dass viele Menschen in den kommenden Tagen ebenfalls ihren lebendigen Glauben feiern und leben. Ich wünsche Ihnen allen, dass Sie sich einander tragen und stärken in diesem Glauben. Wir feiern das, was wir glauben. Natürlich tasten wir uns auch manchmal an diesen Glauben heran. Aber die Liturgie hilft uns auch glauben. Wir dürfen uns in den kommenden Tagen tragen lassen von einem gefeierten Glauben, der immer größer ist als der je individuelle Zugang zu ihm.“

Bischof Kohlgraf hob hervor, dass weder Bischof noch Priester und auch nicht Gemeinden oder Gruppen „Liturgie machen, sondern wir treten hinzu zur Feier der Kirche“. Und weiter: „Das Messbuch bietet zahlreiche Möglichkeiten der Gestaltung, welche die Situation und die feiernde Gruppe in den Blick nimmt. Ihre Situation verbindet sich mit dem Glauben der Kirche. Diese Möglichkeiten gilt es auszuschöpfen. Aber genauso muss deutlich bleiben, dass jede Liturgie Ausdruck eines größeren Glaubens bleibt, der alle Christinnen und Christen dieser Welt im Glauben und Feiern verbindet. Die Liturgie der Kirche ist daher nicht museal, sondern immer Ausdruck eines lebendigen Glaubens. Und deswegen muss sie verwurzelt bleiben in dem großen Glauben der Kirche, deren lebendige Glieder wir sind. Liturgie ist dann authentisch, wenn sie sich einreiht in das Glaubensbekenntnis auch der Menschen vor uns, auf deren Glauben und Glaubensleben wir stehen.“

Gottesdienst sei „zuerst Gottes Dienst an uns“, betonte der Bischof. Und wörtlich heißt es in der Predigt: „Christus schenkt sich uns in den Gaben von Brot und Wein, sie sind Zeichen seiner Hingabe an uns, die sich in jeder Eucharistiefeier erneuert. Er wäscht uns die Füße, ein Zeichen seiner Liebe zu jedem Menschen. Wir gehen seinen Kreuzweg mit, den er für uns und die ganze Welt gegangen ist. Am Karsamstag halten wir die Trauer und die Stille aus, bevor wir Ostern feiern. Die Osternacht ist unser Geburtstag zum ewigen Leben, den wir feiern. Ostern ist der große Jubel über den Sieg des Lebens über den Tod. Unsere Feiern mit ihren Symbolen, der Musik, den Gebeten und Liedern übersteigen jedes bloße Wort, mit dem wir unseren Glauben beschreiben wollten.“ Und weiter: „Daher ist Liturgie keine kreative Selbstverwirklichung, aber auch kein stumpfes ritualisiertes Ablesen von Texten. Sie ist eine gemeinsame Feier des tiefsten Geheimnisses unseres Glaubens, an dem wir teilnehmen dürfen.“

Konzelebranten des Gottesdienstes waren unter anderen Generalvikar Dr. Sebastian Lang sowie der Mainzer Domdekan Henning Priesel. Der Gottesdienst war eingebettet in einen Geistlichen Tag für alle Priester und Diakone des Bistums. Im Gottesdienst hatten die anwesenden Priester ihre Bereitschaftserklärung zum priesterlichen Dienst erneuert und waren beim Gottesdienst zur Konzelebration eingeladen. Bischof Kohlgraf dankte im Gottesdienst allen Priestern, Diakonen sowie den Seelsorgerinnen und Seelsorgern für ihren Dienst im Bistum. Die musikalische Gestaltung hatte ein Vokalensemble des Mädchenchors am Dom und St. Quintin unter der Leitung von Domkantor Michael Kaltenbach übernommen. Der Mainzer Domorganist, Professor Daniel Beckmann, spielte die Domorgel.

 

Weihe der Heiligen Öle

Im Rahmen der Missa Chrismatis weihte Kohlgraf das Katechumenenöl (mit dem der Taufbewerber gesalbt wird), das Krankenöl (zur Spendung der Krankensalbung) und das Chrisam (das bei der Spendung der Taufe, des Firmsakramentes und der Priesterweihe Verwendung findet). Im Anschluss an die Missa Chrismatis nahmen Vertreter aus allen Pastoralräumen die heiligen Öle mit in die Pfarreien des Bistums.

 

Fotos unter www.bistummainz.de/presse

tob (MBN)

 

Nachricht voraus am 30.3.2026

 

 

Kohlgraf: „Wir alle sind Monstranzen Christi“

Mainz, 2. April 2026: Der Mainzer Bischof Peter Kohlgraf bei der Fußwaschung im Mainzer Dom; assistiert von Diakon Professor Matthias Pulte (links) und dem Mainzer Seminaristen Joseph Möller (rechts).

Pontifikalamt mit dem Mainzer Bischof an Gründonnerstag im Dom


Mainz. „Jesus zeigt uns in der Fußwaschung, worum es geht. Eine derartige Haltung, für andere da zu sein, kann die Welt verwandeln. Wir sind gerufen, Wege der Verwandlung und Veränderung zu beschreiten, und Gott wird mit uns gehen.“ Das sagte der Mainzer Bischof Peter Kohlgraf im Pontifikalamt an Gründonnerstag, 2. April, im Mainzer Dom. Bischof Kohlgraf wusch im Rahmen des Gottesdienstes die Füße mehrerer Frauen und Männern aus den Innenstadtgemeinden sowie Menschen aus dem Umfeld des Domes. Mit der Fußwaschung wird daran erinnert, dass Jesus seinen Jüngern die Füße gewaschen hat, um deutlich zu machen, dass Christen einander dienen sollen. Seit dem Jahr 2023 wäscht der Bischof im Mainzer Dom an Gründonnerstag auch Frauen und nicht mehr ausschließlich Männern die Füße.

 

In seiner Predigt sagte der Bischof: „Das Wichtigste an der Heiligen Messe sind die vielen Wandlungen. Nichts und niemand sollte unverändert bleiben. Dafür steht das Pessach, das wir neu feiern – jeden Sonntag, jeden Tag. Als das Zweite Vatikanische Konzil von der lebendigen Teilnahme aller Gläubigen sprach, meinte es nicht, wie es manchmal verstanden wurde, dass möglichst viele etwas Sichtbares tun. Es meinte die innere Teilnahme, die Bereitschaft, sich einzugeben und sich verwandeln zu lassen, das eigene Leben in den Wirkungsbereich Gottes zu bringen. Heute feiern wir das Pessach, den Übergang des Herrn. Wir sind Teil der großen Geschichte, die Gott mit den Menschen schreibt.“

 

Wörtlich sagte Kohlgraf: „Wir essen seinen Leib und trinken sein Blut. Dadurch werden wir zu einem Tempel Gottes, zu einem Tabernakel, zu einem Zelt, in dem er wohnt. Wir sollen darstellen, was wir feiern und empfangen. Christus gewinnt in uns Gestalt, er bekommt durch uns Hand und Fuß. Bei der Eucharistiefeier geht es nicht nur darum, in den Genuss der Gegenwart Christi zu kommen, sondern auch darum, dass derjenige, der Christus empfängt, ein zweiter Christus wird und Christus in der Welt gegenwärtig setzt. Wir sind alle Monstranzen Christi, denn wir werden mit dem Auftrag gesandt, unseren Glauben öffentlich zu machen. Die Fußwaschung ist ein Sinnbild für das christliche Leben in der Nachfolge Christi. ,So sollt auch ihr einander tunʼ, sagt er.“ Die musikalische Gestaltung hatten die Domkantorei St. Martin unter der Leitung von Domkapellmeister Professor Karsten Storck, sowie Domkantorin Jutta Hörl und Domorganist Professor Daniel Beckmann übernommen.

 

Stichwort: Gründonnerstag

Am Abend des Gründonnerstags beginnt innerhalb der Karwoche das so genannte Triduum Sacrum, also die Feier der drei österlichen Tage (Karfreitag, Karsamstag und Ostersonntag), an denen die Christen des Leidens, des Sterbens und der Auferstehung Jesu Christi gedenken. Im Mittelpunkt des Abendmahlsamtes am Gründonnerstag steht das Gedächtnis des Letzten Abendmahls Christi am Vorabend seiner Kreuzigung. Die Trauer über das Leiden und Sterben Jesu wird in diesem Gottesdienst dadurch symbolisiert, dass nach dem Gloria Orgel und Glocken bis zur Osternacht schweigen. Eingebunden ist in diesen Gottesdienst oft auch eine Fußwaschung, die daran erinnert, dass Jesus an diesem Abend seinen Jüngern die Füße gewaschen hat.

 

Mit der Fußwaschung wird zum Ausdruck gebracht, dass Christen einander dienen sollen. Im Neuen Testament sagt Jesus dazu: „Wenn nun ich, der Herr und Meister, euch die Füße gewaschen habe, dann müsst auch ihr einander die Füße waschen. Ich habe euch ein Beispiel gegeben, damit auch ihr so handelt, wie ich an euch gehandelt habe. Amen, amen, ich sage euch: Der Sklave ist nicht größer als sein Herr und der Abgesandte ist nicht größer als der, der ihn gesandt hat. Selig seid ihr, wenn ihr das wisst und danach handelt.“ (Joh 13, 14-17)

 

Am Ende des Gottesdienstes werden die konsekrierten (zu deutsch: geweihten) Hostien in einer Prozession zu einem Seitenaltar gebracht und der Hauptaltar abgeräumt. Zur Kommunionfeier in der Karfreitagsliturgie werden die bereits am Gründonnerstag geweihten Hostien an die Gläubigen ausgeteilt. Dieses so genannte eucharistische Brot, das im Tabernakel aufbewahrt wird, ist für Katholiken ein Realsymbol für die Gegenwart Christi. In vielen katholischen Gemeinden findet im Anschluss an den Gottesdienst am Gründonnerstag eine Nachtwache statt - in Anlehnung an die im Neuen Testament überlieferte Nachtwache der Jünger Jesu am Ölberg. Seinen Namen verdankt der Gründonnerstag nicht der Farbe Grün, obwohl manche Volksbräuche vorsehen, dass an diesem Tag „Grüne Speisen“ auf dem Tisch stehen. „Grün“ leitet sich wahrscheinlich von dem althochdeutschen Wort „grinen“ ab - „greinen“, „weinen“, „klagen“.

 

Fotos unter www.bistummainz.de/presse

tob (MBN)

Nachricht voraus am 2.4.2026