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Bevollmächtigte Rieth würdigte große Kooperation zu Ausstellung in Alzey:„Betroffene zeigen Gesicht“

Alzey, 15. September 2026: Zu Besuch in der Ausstellung 'Betroffene zeigen Gesicht' (v.l.n.r.): Angela Rinaldi , Ilonka Czerny, Anke Fery und Bevollmächtigte Stephanie Rieth.
Alzey. „Ich bin sehr dankbar, dass die Initiative für diese Ausstellung direkt aus Alzey kam. Das ist eine tolle Vernetzung hier in der Stadt. Wenn vor Ort erkannt, dass ein Thema wichtig ist, dann wird die Ausstellung damit viel wirksamer, als wenn wir so etwas zentral anbieten.“ Das sagte die Bevollmächtigte des Generalvikars, Ordinariatsdirektorin Stephanie Rieth, am Dienstagabend, 15. September, beim Besuch der Wander-Ausstellung „Betroffene zeigen Gesicht. Eine Fotoausstellung über Menschen, die Missbrauch erlebt haben“ im Kardinal Volk-Haus in Alzey.
Datum:
Di. 15. Sept. 2026
Von:
tob (MBN)
Alzey, 15. September 2026: Ein Satz aus dem Gästebuch der Ausstellung 'Betroffene zeigen Gesicht'.

Das Netzwerk Kinderschutz Alzey-Worms hatte die Ausstellung initiiert, die von zahlreichen regionalen Kooperationspartnern aus Kirchen, Sport und Gesellschaft unterstützt wird. Verena Nowak, die Netzwerkkoordinatorin für Kinderschutz und Frühe Hilfen beim Jugendamt in Alzey, verwies darauf, dass die Ausstellung „den Raum auf die gesamtgesellschaftliche Bedeutung des Themas hin öffnet“.

In der Ausstellung (noch bis 16. September) kommen Menschen zu Wort, die sexualisierte Gewalt in der Kirche erlebt haben. Die Texte der Betroffenen sind mit Bildern der Betroffenen aus der Zeit des Missbrauchs kombiniert. Seit 2022 wird die Ausstellung an verschiedenen Orten in Deutschland gezeigt. Kuratorin Dr. Ilonka Czerny ist Theologin und arbeitet als Fachbereichsleiterin für Kunst an der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart. Sie ist Mitglied im Betroffenenbeirat der Deutschen Bischofskonferenz. Zuvor war die Ausstellung bereits im evangelischen Gemeindezentrum Flörsheim-Dalsheim gezeigt worden.

Alzey, 15. September 2026: Gruppenfoto einiger Kooperationspartner zum Ausstellungsbesuch (v.l.n.r.): Diakon Michael Weyers, Andrea Rinke-Bachmann, Angela Rinaldi, Astrid Hammes, Pfarrer Kai Wornath, Ilonka Czerny, Stephanie Rieth, Verena Nowak und Caritasdirektor Hubert Reise.

Begleitet wurde Rieth, die im Bistum Mainz unter anderem die Bereiche Aufarbeitung, Intervention und Prävention verantwortet, von Dr. Angela Rinaldi aus Rom. Rinaldi wird ab dem Wintersemester einen neuen Lehrstuhl zur Geschichte von Safeguarding am Anthropologischen Institut der Päpstlichen Universität Gregoriana übernehmen, der vom Bistum Mainz gefördert wird. Gegründet wurde das Anthropologische Institut von Pater Hans Zollner SJ, der in den vergangenen Jahren bei zwei Veranstaltungen im Bistums Mainz unter anderem das Konzept des Safeguarding vorgestellt hatte.