Bevollmächtigte Rieth würdigte große Kooperation zu Ausstellung in Alzey:„Betroffene zeigen Gesicht“


Das Netzwerk Kinderschutz Alzey-Worms hatte die Ausstellung initiiert, die von zahlreichen regionalen Kooperationspartnern aus Kirchen, Sport und Gesellschaft unterstützt wird. Verena Nowak, die Netzwerkkoordinatorin für Kinderschutz und Frühe Hilfen beim Jugendamt in Alzey, verwies darauf, dass die Ausstellung „den Raum auf die gesamtgesellschaftliche Bedeutung des Themas hin öffnet“.
In der Ausstellung (noch bis 16. September) kommen Menschen zu Wort, die sexualisierte Gewalt in der Kirche erlebt haben. Die Texte der Betroffenen sind mit Bildern der Betroffenen aus der Zeit des Missbrauchs kombiniert. Seit 2022 wird die Ausstellung an verschiedenen Orten in Deutschland gezeigt. Kuratorin Dr. Ilonka Czerny ist Theologin und arbeitet als Fachbereichsleiterin für Kunst an der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart. Sie ist Mitglied im Betroffenenbeirat der Deutschen Bischofskonferenz. Zuvor war die Ausstellung bereits im evangelischen Gemeindezentrum Flörsheim-Dalsheim gezeigt worden.

Begleitet wurde Rieth, die im Bistum Mainz unter anderem die Bereiche Aufarbeitung, Intervention und Prävention verantwortet, von Dr. Angela Rinaldi aus Rom. Rinaldi wird ab dem Wintersemester einen neuen Lehrstuhl zur Geschichte von Safeguarding am Anthropologischen Institut der Päpstlichen Universität Gregoriana übernehmen, der vom Bistum Mainz gefördert wird. Gegründet wurde das Anthropologische Institut von Pater Hans Zollner SJ, der in den vergangenen Jahren bei zwei Veranstaltungen im Bistums Mainz unter anderem das Konzept des Safeguarding vorgestellt hatte.