Von diesen Erlebnissen spannte Kohlgraf einen Bogen zu Papst Franziskus und dessen neuer Enzyklika „Dilexit nos“ (Er hat uns geliebt). Gerade in einer säkularen Welt sei es wichtig, den Menschen „die Augen des Herzens“ zu öffnen. Der Papst lade in seiner Enzyklika dazu ein, „das Herz neu zu entdecken“. Der Papst warne vor Äußerlichkeit, Einsamkeit und Ich-Bezogenheit. „Wer sein Herz verliert, verliert seine Mitte“, griff Kohlgraf die Worte des Papstes auf. „Zurück zum Herzen“, so könne man das Anliegen des Papstes verstehen. Kohlgraf wörtlich: „Ich denke, das könnte auch ein Anliegen des Religionsunterrichts sein. Kinder und Jugendliche zu ermutigen, Menschen mit offenem Herzen zu werden, die mehr wollen als sich selbst in den Mittelpunkt zu stellen, die einen klaren Blick für die herzlosen Seiten dieser Welt haben und die anfangen, darüber nachzudenken, welchen Beitrag sie leisten können für eine bessere Welt, die das Herz nicht vergisst.“
Kohlgraf appellierte an die Religionslehrerinnen und Religionslehrer: „Der Papst lädt ein, der Welt das Herz zurückzugeben. Geben Sie diese Einladung an die Kinder und Jugendlichen weiter: Sie sollen Freude daran haben, herzliche Menschen zu sein und damit die vielen herzlosen Realitäten zu verändern. Auch Sie sind gesandt, der Welt das Herz zurückzugeben. Dazu wünsche ich Ihnen Gottes Segen.“