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5 vor 12 im Sozialzentrum:Gott spricht: Siehe, ich mache alles neu.

Kerze
Immer wenn du denkst es geht nicht mehr....
Datum:
18. März 2026
Von:
Ralf Berndt

Erzähl mir von der Auferstehung

"Erzähl mir doch mal von der Auferstehung." Theologisch gibt es dazu eine klare Antwort:
Die Auferstehung ist die Kernbotschaft des Christentums. Sie besagt, der Tod wird nicht das letzte Wort haben. Gott hat uns durch den auferstandenen Jesu Christus die Botschaft mitgegeben: "Wer an mich glaubt der besiegt den Tod. Ihr seid als Mensch nicht verlassen, sondern ich bin bei euch bis in alle Ewigkeit."

Soweit fällt mir die Antwort leicht, aber wie sieht die Auferstehung bei mir persönlich aus in meinem alltäglichen Leben?

Die Auferstehung gibt uns als Gläubige das wunderbare Gefühl, dass uns das ganze Leben hindurch tragen kann, denn die Auferstehung im übertragenem Sinn wirkt auch bei jedem im täglichen Leben. Sie bedeutet das jeder nach einem tiefen Verlust wieder aufstehen kann. Das die Hoffnung auch nach jedem Schicksalsschlag und jeder Enttäuschung einem Kraft geben wird und etwas neues, Gutes entsteht.

Mir fällt der alte Spruch ein, den ich öfters von meiner Großmutter gehört hatte:

Wenn du denkst es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her...

es geht noch weiter:

dass du es noch einmal wieder zwingst und von Sonnenschein und Freude singst.

Leichter trägst des Alltags harte Last und wieder Kraft und Mut und Glauben hast.

Im alltäglichen Leben erleben wir ja Freude noch intensiver, wenn wir vorher eine Durststrecke durchwandern mussten. Oder wenn wir nach einer schweren Krankheit neuen Lebensmut schöpfen können. Gott begleitet uns auf diesem Weg und gibt uns Hoffnung. Diese Hoffnung ist nicht nur in der vorösterlichen Zeit für uns wichtig.

Die Bibel erzählt von Auferstehung mit folgenden Worten: So heißt es in der Offenbarung des Johannes, 21,4:

und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Alte ist vergangen“,

Dieser Satz ist eine der stärksten biblischen Zusagen für die Überwindung des Todes durch Gottes Liebe. Mir ist in diesem Zusammenhang auch die Jahreslosung der evangelischen Kirche für 2026 eingefallen: Gott spricht:  Siehe, ich mache alles neu. Es bleibt nicht bei dem Alten, Verkümmerten sondern steht für Aufbruch, Entdecken Neues wagen. Das soll uns immer wieder begleiten. Am Ende wird alles gut und wenn es einmal nicht gut ist, dann ist es noch nicht das Ende. Dieser recht profane Spruch geht mir immer wieder durch den Kopf und wenn man ihn weiterdenkt landet er am Ende bei der Auferstehung.

Wir wollen beten.

Gütiger Gott,  gibt uns immer wieder Kraft nach vorne zu schauen und nicht im Trübsal oder Resignation zu verharren. Segne du unser Tun, gerade hier bei unserer Arbeit in der Tafel. Lass uns immer wieder positiv auf unsere Mitmenschen zugehen, das Gute in ihnen erkennen und ihnen die Wertschätzung entgegenbringen, die wir auch für uns erwarten und auch durch Gott bekommen.

Amen