Kindertagesstätte Hl. Johannes XXIII.:Mit Rosen und großem Dank – Verabschiedung von Elisabeth Schmitt

Liebe Elisabeth Schmitt,
wer in Ihr Büro gekommen ist, der hat es gleich bemerkt: Hier blüht etwas.
Da stehen Tulpen auf dem Tisch. Da leuchtet das helle Gelb von Narzissen.
Da schenkt ein bunter Frühlingsstrauß Freude und das mitten zwischen Terminen, Gesprächen und Entscheidungen.
Heute haben wir Ihnen zum Abschied Rosen mitgebracht. Einen ganzen Bund. Und sie erzählen eine Geschichte:
Von dem, was hier in unserer Kita Hl. Johannes XXIII. gewachsen ist.
Von dem, was aufgeblüht ist in all den Jahren, seit Sie hier in unserer Einrichtung begonnen haben.
Was auf dem Weg gewachsen ist

Mehr als drei Jahrzehnte sind vergangen. Und in dieser Zeit hat sich viel verändert, das wissen Sie nur zu gut. Das ist nicht immer leicht gewesen.
Aber eine Ihrer großen und wertvollen Gaben war und ist es, sich den Herausforderungen und Veränderungen Ihres Dienstes und Lebens zu stellen.
Dabei haben Sie immer erst nachgedacht und neu hingeschaut und dann den Mut bewiesen, die Veränderungen anzupacken. Nicht im Alten hängen zu bleiben, sondern die Herausforderungen anzunehmen.
Heute, am Tag Ihrer Verabschiedung in den Ruhestand, sagen wir Ihnen als Pfarrei Hl. Johannes XXIII. dafür DANKE.
Aus dem Haus mit drei Kindergartengruppen ist unter Ihrer Leitung Schritt für Schritt eine große Einrichtung geworden. Zunächst kam ja erst nur eine Krippe-Gruppe hinzu. Mit der Einbindung des ganzen Pfarrer-Molitor-Hauses wuchs die Kita so nach und nach weiter und wurde zu einem Ort in unserer Pfarrei für viele Kinder und Familien.
Über drei Jahrzehnte waren Sie eine zuverlässige Leiterin für Ihr Team – in den Zeiten der Veränderung ebenso wie in der schwierigen Phase der Corona-Pandemie mit all den großen Herausforderungen, Grenzen und Belastungen.
Als Kita-Leiterin sind Sie immer im Gespräch mit dem Elternbeirat, mit den Familien, mit den Mitarbeitenden gewesen. Sie haben hingehört und gefragt: Was brauchen die Kinder? Was brauchen die Familien? Was brauchen meine Mitarbeitenden?
Und Sie hatten immer auch den guten Blick für das Ganze: den Weitblick für die große Einrichtung, auch den Mut, Dinge einzufordern und die Fähigkeit, neu zu überlegen.
Bei all dem war Ihnen im Miteinander eines immer besonders wichtig: dass der Glaube in diesem Haus Raum hat und einen guten Platz im Alltag findet. Dafür haben Sie sich mit viel Herzblut eingesetzt. Dass das, was Ihnen persönlich an der Botschaft Jesu kostbar ist, auch hier spürbar bleibt – in den Gruppen, im Team, mit den Kindern und Familien, im Vertrauen, im Miteinander, in den vielen kleinen Momenten des Alltags.
Und dass Kinder hier im Haus spüren dürfen: Hier sind wir willkommen. Hier sind wir gesehen. Wir sind angenommen. Hier ist Platz für Vertrauen, für Hoffnung, für Segen. Deshalb feiern Sie heute Ihren Abschied bewusst mit einem bunten Kinderfest für die Mädchen und Jungen Ihrer Einrichtung.
Ihre große Namensheilige, die heilige Elisabeth von Thüringen, wird oft mit Rosen dargestellt. Die Rosen, die wir Ihnen heute mitbringen, sind auch dafür ein Bild:
Wo Menschen das Leben miteinander teilen, ein offenes Ohr haben und zuhören, unterstützen und begleiten, da beginnt etwas von Gottes Liebe aufzublühen. Gemeinsam mit Ihren Mitarbeitenden war es Ihnen wichtig, diesen guten Geist hier in unserer Einrichtung zu leben und weiterzutragen.
Heute danke ich Ihnen als Pfarreileitung, gemeinsam mit unserer Verwaltungsleiterin Christina Arnold und unserem Pfarrer Dr. Ronald Givens, mit den Gremien unserer Pfarrei, dem Pfarreirat und dem Verwaltungsrat, mit dem Pfarr- und Küsterinnenteam von ganzem Herzen für Ihren treuen und engagierten Dienst.
Was Sie in all den Jahren geschenkt haben, kann man, so finde ich, gut mit den Worten des bekannten Liedes ausdrücken: „Wenn das Brot, das wir teilen, als Rose blüht, dann hat Gott unter uns schon sein Haus gebaut.“
Und wir sind dankbar, dass Sie mit uns gemeinsam überlegt und gesucht haben, damit die Leitung dieser Einrichtung in gute und vertraute Hände übergehen kann. Danke an unsere neue Kita-Leiterin Sabrina Bär und die stellvertretende Leiterin Isabell Lang, die unsere Einrichtung nun weiterführen.
Für Ihren Ruhestand wünschen wir Ihnen, liebe Frau Schmitt:
Zeit für das, was Ihnen guttut. Zeit für Menschen, die Ihnen lieb sind. Zeit, um das blühende Leben zu genießen.
Und mit unseren Rosen ist der Wunsch für Sie verbunden:
Dass unser Gott seinen reichen Segen über Ihren neuen Lebensabschnitt legt und dass er voller blühendem Leben ist.
DANKE und auf Wiedersehen, liebe Elisabeth Schmitt