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Kirche Kunterbunt:Spür die Luft und den Wind

Bei der Segenszeit in der Marienkirche
Datum:
10. Feb. 2026
Von:
Dorothea Busalt

Willkommen

Es ist 10 Uhr an einem Samstagmorgen. Kinder und Erwachsene strömen in die Marienkirche. Das Team der Kirche Kunterbunt ist begeistert. Soviel Zuspruch gab es bisher noch nicht. Der vordere Teil der Marienkirche ist gefüllt und jeder hat einen Platz an den runden Tischen gefunden. Ein wenig frisch ist es in der Kirche, aber mit dem Begrüßungslied wird allen etwas wärmer: Ich sag Dir guten Morgen und winke Dir dazu. So gibt es einige Strophen, die in Bewegung bringen und auf den Vormittag einstimmen.

Auch dieses Mal erzählt eine kleine Mitmachgeschichte vom heiligen Franziskus, der den Wind seinen Bruder nennt, wie er die Luft und Wind erlebt und Gott dafür Danke sagt.

Kreativzeit

Windspiele aufgereiht

Dann beginnt die Kreativzeit. Vor der Kirche wird ein Schwungtuch geschwungen. Da braucht es viele Hände und ein wenig Geschick, dass der Ball im Tuch bleibt. Alle halten fest. Alle bewegen sich. Der Wind verbindet uns. Gemeinsam wird der Fallschirm bewegt: sanft, rhythmisch, stürmisch. Und danach folgt der Austausch darüber:  Schöpfung ist Gemeinschaft – niemand trägt sie allein. Wann habe ich gemerkt: Ich bin nicht allein – andere halten mit?

Zurück in der Kirche hört man viele verschiedenen Flötentöne. Auf der Empore haben sich Kinder mit ihren Omas, Eltern und Lieblingsmenschen versammelt. Einige versuchen, mit der Flöte eine Melodie zu spielen. Ohne Luft kein Ton. Ohne Atem keine Musik. Probiere die Instrumente aus und höre, wie schön dein Atem klingen kann. Die Kinder beobachten: Was passiert, wenn ich stärker blase? Was, wenn leise? Versuche die Frage zu beantworten: was bringt mein Herz zum klingen?

Zwischen Pfarrhaus und Kirche hängen schon bunte Windspiele. Nach und nach kommen noch weitere selbstgebastelte dazu: mit Federn, Perlen, Kringel, Töpfchen. Franziskus nennt den Wind seinen Bruder – man kann ihn nicht festhalten, nur spüren. Hier geht es z.B. um die Frage: Wann bewegt sich etwas in mir? Was bringt mich zum Lachen, Hüpfen oder Staunen – wie ein Windhauch?

Und weiter geht´s ins Pfarrzentrum. Im Untergeschoss ist ein Raum mit einer Mitte wunderschön hergerichtet. Die Kinder können sich  auf einer Matte hinlegen und werden angeleitet, ihren Atem zu spüren, eine kleine Entspannungsübung zu probieren und selbst zu merken, was mit dem Atem passiert. Was könnte Gott mir zuflüstern, wenn ich still werde?

Nebenan wird ein wenig experimentiert, mit Brottüten, in die man Luft hineinblasen kann. Die Kinder versuchen herauszufinden, ob Luft etwas wiegt. Das Wesentliche ist oft unsichtbar, aber es trägt uns. Groß und klein versucht zu beantworten:  Was ist in unserer Familie wichtig, obwohl man es nicht sehen kann?

Oben im großen Raum ist viel los. An drei weiteren Stationen kann  man sich ausprobieren. Da ist zum einen ein Luftparcour, durch das mit einem Röhrchen ein Kügelchen durchgeblasen werden soll. Gar nicht so einfach. Atem kommt und geht – ganz von selbst. Atem ist Geschenk. Jeder Atemzug ist Leben. Wann bin ich müde – wie ohne Luft?

An einem anderen Tisch wird ein Windrad gebastelt. Wind ist ganz schön stark. Er bewegt Großes und Kleines. Alle überlegen: Wann tut mir frischer Wind gut – draußen, in der Familie, in der Schule?

Und zu guter Letzt werden Fächer gebastelt, denn der nächste heiße Sommer kommt bestimmt! Und selbstgefaltete Papierflieger fliegen durch den Raum. Franziskus nennt den Wind seinen Bruder. Er weiß: Der Wind zeigt viele Seiten. Der Bruder Wind stärkt – manchmal mit Kraft, manchmal ganz leise. Wer hilft mir, wenn etwas schwer – wie beim Gegenwind - geht im Kindergarten, in der Schule, beim Spielen? Wer geht dann ein Stück mit mir und ist für mich da?

 Vier Stationen gilt es zu durchlaufen. Danach treffen sich alle wieder in der Kirche.

 

 

Segens- und Essenszeit

Ballons steigen gleich in die Luft

Die Kinder erzählen, was ihnen Spaß gemacht hat und was sie herausgefunden haben. Und noch einmal erzählt Franziskus vom Wind. Inzwischen gibt es kleine, mit Gas gefüllte Luftballons auf den Tischen. Jede Familie darf einen in die Hand nehmen und nach dem Segensgebet "Behüte uns auf allen Wegen und schenke uns Leichtigkeit und Frieden." dürfen die Ballons an die Decke steigen, wo sie dann hängen bleiben. EInige Ballons wollen aber lieber mit nach Hause genommen werden.

Wie jedes Mal am Ende der Kirche Kunterbunt gibt es eine gemeinsame Stärkung, diesmal mit selbstgebackenen Brötchen, Würstchen und Käse.

Danke an alle, Jugendlichen und Erwachsenen, die die Stationen vorbereitet und betreut haben. Der nächste Termin ist bei vielen schon notiert: Samstsg, 18. April 10-12:30 Uhr. Der Ort wird noch bekannt gegeben werden.