„Churches for future“ Bingen unterstützt Misereor - Aktion

„Einen Gang hochschalten für Klimagerechtigkeit“
Auf dem Weg zur diesjährigen 31. UN-Klimakonferenz in der Türkei machte die von Misereor initiierte Radelgruppe auch in Bingen Station. Mitglieder der ökumenischen „churches for future“ begrüßten die rund 20 Radelnden, die am Morgen in St. Goar gestartet waren, am Rhein-Nahe-Eck. Der Blick auf den niedrigen Rhein- und Nahepegel zeigte weite Bereiche des eigentlichen Mündungsgebietes als Geröllfläche. Augenscheinlicher konnte die Notwendigkeit von Klimaschutzmaßnahmen wohl kaum verdeutlicht werden. Durch die Fußgängerzone ging es dann zur Ev. Johanneskirche, in der den Reisenden ein kleiner Imbiss gereicht wurde.
Ulrike Horn von churches for future stellte die Arbeit der Gruppe vor und zitierte passend Papst Leo: „Man kann nur ein guter Christ sein, wenn man sich für Klimagerechtigkeit engagiert“, aber auch Landesbischöfin Kühnbaum-Schmidt: „Klimaschutz ist mehr als Umweltpolitik, er ist eine zutiefst ethische und theologische Forderung, wir tragen Sorge für Gottes Schöpfung, für die Menschen, die heute unter dem Klimawandel besonders leiden und für die, die nach uns kommen.“ So sieht auch die Binger Gruppe laut Horn ihr Handeln vor Ort: mit allen vernetzt zu sein, die sich für Klimagerechtigkeit, Frieden und Menschenwürde einsetzen. Von daher war es keine Frage, die radelnden Engagierten auf ihrer Reise zu empfangen und ihnen Respekt zu zollen.
Claudia Kunz vom VCD schilderte eindringlich die Bemühungen um einen fußgänger- und radfreundlicheren Verkehr in Bingen.
Mit einem gemeinsamen Lied und einem Segensgebet endete der kurze, jedoch an Begegnungen herzliche Aufenthalt. Die Gruppe radelte über die Mainzer Straße und Ingelheim weiter nach Mainz.