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Theologin Marita Wagner zu Gast in Mainz

rassismuskritische Theologie
„Rassismuskritisches Denken darf kein Appendix zur westlichen Theologie sein. Es sollte eine transversale Querschnittsperspektive sein, die alle Bereiche der Theologie durchzieht.“ Marita Wagner
Datum:
19. März 2026
Von:
Eva Baillie

„Es braucht den Ärger für das Gute“ (Rodrigue Naortangar)

Wie viele Theologinnen und Theologen außerhalb des europäischen Kulturkreis kennen Sie? Wie geht Theologie im dekolonialen Kontext? Können wir Theologie betreiben, ohne unsere eigene Perspektive und die Perspektiven der Anderen mitzudenken? Diese und andere Fragen waren Teil eines Wertstatttages mit Marita Wagner, Theologin und Promovendin zum Thema Dekolonialisierung und Rassismuskritik in der theologischen Wissensproduktion. Sie ist Mitglied der Arbeitsgruppe „Antirassismus“ des G20 Interfaith Forums der G20 Staatengemeinschaft sowie des Entwicklungspolitischen Beirats der Landesregierung Salzburg in Österreich und war zu Gast in Mainz. Vormittags traf sie eine Gruppe von Priestern und pastoralen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die im Bistum Mainz tätig sind und sich mit Fragen von Rassismuskritik und Dekolonialismus in Kirche und Theologie aus ihrer eigenen Lebenswirklichkeit als MitarbeiterInnen der globalen Kirche befasst sind. Dieses Treffen wurde von Meike Jolie geleitet, Referentin für Mitarbeitende der globalen Wirklichkeit. Im Rahmen der internationalen Wochen gegen den Rassiusmus leitete sie am Abend einen Workshop, bei dem sie ihre Forschung und Methodik vorstellte. Anwesend waren WissenschaftlerInnen, sowie haupt- und ehreamtliche Mitarbeitende der katholischen Kirche und interessierte Mitglieder aus zivilgesellschaftlichen Organisationen. 

"Ich bin sehr froh, dass wir die Gelegenheit hatten, Marita Wagner einzuladen und einen Einblick in ihre Forschung und besonders in mögliche Handlungsoptionen zu bekommen", so Dr. Eva Baillie. "Das Thema Weltkirche und was globale Kirche bedeutet, wird uns weiter beschäftigen, die Herausforderungen sind da und die Antworten nicht einfach. Aber ein erster Schritt ist ein echtes Zuhören und ein gemeinsames Lernen."

Wo fange ich an, wenn ich mich im Bereich der Theologie meinen Horizont erweitern kann?

Marita Wagner empfiehlt Dr. Nontanda Hadebe, zu finden unter anderem auch in einem Beitrag in Ute Leimbgrubers Buch "Catholic Women. Menschen aus aller Weltfür eine gerechtere Kirche."