Impuls für Ostermontag
Irgendwo begegnete mir einmal folgendes Motto, das wir uns zu eigen machen sollten:
„Menschen, die aus der Hoffnung leben, sehen weiter.
Menschen, die aus der Liebe leben, sehen tiefer.
Menschen, die aus dem Glauben leben, sehen alles anders und in einem anderen Licht.“
Weite Hoffnung, sehende Liebe und ein anderer Glaube im Licht:
das sind Grundhaltungen für ein tieferes Glaubensverständnis.
Und genau diese Haltungen kennzeichnen Maria von Magdala, von der wir
am Ostertag hörten. Aufgrund dieser Haltungen eröffnet sich ihr
ein neuer Horizont.
Doch zunächst ist sie am Grab geblieben und weint.
Sie muss sich durchweinen, um schließlich mit neuen Augen,
mit neuem Sehvermögen nach dem Leben, nach dem Lebendigen,
nach den Zeichen seiner Gegenwart zu suchen.
Schließlich der Auferstandene: „Frau, warum weinst du? Wen suchst du?“
Das sind die ersten Worte des Auferstandenen – und sie treffen Maria ins Herz.
Und sie treffen sie so, dass sie dem leeren Grab endgültig den Rücken kehrt:
„Sie wandte sich um und sah Jesus dastehen.“
Und jetzt geschieht das, was so einmalig österlich ist, so überraschend und in gleichem Maße
überwältigend, dass nicht mehr viel zu sagen bleibt:
Jesus sagt nur „Maria“ zu ihr, sagt den alten Namen neu mit jener Stimme,
die ihr so vertraut ist; der Stimme, die zu ihr in den vergangenen Tagen sprach
und die immer s i e meinte, ganz persönlich s i e - Maria mit ihrer Geschichte.
Es ist, als wolle Christus jetzt sagen: „Ich kenne dich nicht nur im Allgemeinen,
wie die anderen dich kennen; ich kenne dich in deiner Einmaligkeit.“ (Augustinus)
Wir merken: der Auferstandene trägt die neue Menschheitsgeschichte in sich,
das letzte herrliche DU zum neuen Menschen.
Und deshalb ist es mein Hoffnungsglaube, dass wir alle eines Tages dem Auferstandenen und dem Herrn
unserer Geschichte so begegnen werden, dass ER uns unsere Namen neu sagt, in einer einmaligen
Weise, die Letztes und Gültiges zum Ausdruck bringt. Unser Wesen und unsere Geschichte
bekommen dann mit dem Aussprechen unseres Namens eine Krönung.

Irgendwo begegnete mir einmal folgendes Motto, das wir uns zu eigen machen sollten:
„Menschen, die aus der Hoffnung leben, sehen weiter.
Menschen, die aus der Liebe leben, sehen tiefer.
Menschen, die aus dem Glauben leben, sehen alles anders und in einem anderen Licht.“
Weite Hoffnung, sehende Liebe und ein anderer Glaube im Licht:
das sind Grundhaltungen für ein tieferes Glaubensverständnis.
Und genau diese Haltungen kennzeichnen Maria von Magdala, von der wir
am Ostertag hörten. Aufgrund dieser Haltungen eröffnet sich ihr
ein neuer Horizont.
Doch zunächst ist sie am Grab geblieben und weint.
Sie muss sich durchweinen, um schließlich mit neuen Augen,
mit neuem Sehvermögen nach dem Leben, nach dem Lebendigen,
nach den Zeichen seiner Gegenwart zu suchen.
Schließlich der Auferstandene: „Frau, warum weinst du? Wen suchst du?“
Das sind die ersten Worte des Auferstandenen – und sie treffen Maria ins Herz.
Und sie treffen sie so, dass sie dem leeren Grab endgültig den Rücken kehrt:
„Sie wandte sich um und sah Jesus dastehen.“
Und jetzt geschieht das, was so einmalig österlich ist, so überraschend und in gleichem Maße
überwältigend, dass nicht mehr viel zu sagen bleibt:
Jesus sagt nur „Maria“ zu ihr, sagt den alten Namen neu mit jener Stimme,
die ihr so vertraut ist; der Stimme, die zu ihr in den vergangenen Tagen sprach
und die immer s i e meinte, ganz persönlich s i e - Maria mit ihrer Geschichte.
Es ist, als wolle Christus jetzt sagen: „Ich kenne dich nicht nur im Allgemeinen,
wie die anderen dich kennen; ich kenne dich in deiner Einmaligkeit.“ (Augustinus)
Wir merken: der Auferstandene trägt die neue Menschheitsgeschichte in sich,
das letzte herrliche DU zum neuen Menschen.
Und deshalb ist es mein Hoffnungsglaube, dass wir alle eines Tages dem Auferstandenen und dem Herrn
unserer Geschichte so begegnen werden, dass ER uns unsere Namen neu sagt, in einer einmaligen
Weise, die Letztes und Gültiges zum Ausdruck bringt. Unser Wesen und unsere Geschichte
bekommen dann mit dem Aussprechen unseres Namens eine Krönung.