In Gott geborgen

Ermutigendes zu den Totenfesten Allerheiligen & Allerseelen am 1. & 2. November

AdobeStock_71340231_Preview (c) fotoknips | stock.adobe.com

Nachrichten|Anregungen|Impulse (mehr am 1. & 2. November)

Sterbesegen spenden

Sterbesegen Ausschnitt (c) Joshi Nichell, Bistum Mainz

Die Feier des Sterbesegens ist für viele Situationen des Sterbens geeignet. Deshalb ist sie bewusst allgemein und kurz gehalten. Auch in einem Notfall kann sie ohne lange Vorbereitung verwendet werden.

Praxis ist die Spendung des Sterbesegens in der Krankenhausseelsorge. Aber auch im Altenheim, in der hospizlichen Begleitung oder in der häuslichen (familiären) Abschiedssituation kann der kurze Ritus ein Hilfsmittel im Abschiednehmen sein. Wo oft die Worte fehlen macht der Sterbesegen sprachfähig und bietet mit seinen Segensgesten einen ganzheitilchen Zugang zum sterbenden Menschen. Je nach Situation kann sich der Ablauf und die Zeichen den Erfordernissen der Situation anpassen.

Die Popularität von Halloween nutzen um Kinder und Jugendliche anzuregen, sich mit dem Fest Allerheiligen und dem Leben nach dem Tod auseinander zu setzen.

Bischof Kohlgraf zu Allerheiligen und Halloween:

„Durch geschicktes Marketing ist Halloween inzwischen auch in Europa populär und hat heute mehr den Charakter von Spaß- und Grusel-Unterhaltung. Deshalb hat es zunächst keinen Bezug zum kirchlichen Leben oder den Inhalten des Allerheiligen-Festes am 1. November. Die Kirche betrachtet Halloween als Problemanzeige: Mit der seichten Oberflächlichkeit immer neuer Events wird in einer Spaß- und Erlebnisgesellschaft die Auseinandersetzung mit ernsten Lebensfragen nach Leben und Sterben oder Tod überlagert. Die Tradition des Monats November als Totenmonat hat aber nach wie vor ihre Berechtigung.
Als Kirche ist es unsere Aufgabe, in der ruhigen Jahreszeit auch entdecken zu helfen, woraus man wirklich leben kann und was durch dunkle Stunden trägt. Es gibt eine Vielzahl von Ansätzen im kirchlichen Raum, die Popularität von Halloween zu nutzen und vor allem Kinder und Jugendliche anzuregen, sich mit dem Fest Allerheiligen und dem Leben nach dem Tod auseinander zu setzen. Zugleich führt der Weg im Kirchenjahr mit dem St. Martinsfest als authentischem Lichtfest der Christen auf den Weg zu Advent und Weihnachten.  Nicht zuletzt die Corona-Pandemie und der Ukraine-Krieg zeigen nachdrücklich, dass wir uns einer solchen Auseinandersetzung nicht wirklich entziehen können. Bei aller Ernsthaftigkeit geht es der Kirche aber nicht darum, den Menschen die Freude an diesem Fest zu verderben. ‚Es gibt eine Zeit zum Lachen und eine Zeit zum Klagen‘, heißt es schon beim Propheten Kohelet. Bloße Halloween-Grusel-Spaß-Veranstaltungen sollten allerdings nicht den Anspruch erheben, im kirchlichen Raum beheimatet zu sein.“