Allerheiligen/ Allerseelen

Gräber selber segnen| Ideen und Handreichung

Ein tröstendes Licht auf dem Grab (c) Bistum Mainz
Ein tröstendes Licht auf dem Grab
Datum:
Mi 28. Okt 2020
Von:
Internetredaktion

In wenigen Tagen ist Allerheiligen und Allerseelen. An diesen Tagen gehen wir traditionell auf die Friedhöfe und gedenken unserer Verstorbenen, meist verbunden mit einem Gottesdienst und einer Gräbersegnung.

Dies ist nun unter Coronabedingungen vielerorts nur eingeschränkt oder gar nicht mehr möglich. Die Segnung von Gräbern ist nicht an den Priester oder Diakon gebunden , sondern kann von allen getauften und gefirmten Katholiken vollzogen werden.Wie diese Gräbersegnung erfolgen kann, beschreibt ein Artikel in der Zeitschrift Kirche und Leben:

www.kirche-und-leben.de/artikel/wie-familien-zu-allerseelen-ihre-graeber-selber-segnen-koennen

Das  Offizialat Vechta hat eine Handreichung veröffentlicht, mit deren Hilfe die Angehörigen selbst die Gräber von verstorbenen Verwandten und Freunden segnen können. In der Handreichung sind Gebete, Bibeltexte und Zeiten der Stille so gestaltet worden, dass man eine Segnung leicht mit diesem Angebot beginnen kann. „An Allerheiligen versammeln wir uns am Grab, weil wir uns mit unseren Verstorbenen über den Tod hinaus verbunden fühlen und für sie beten wollen“, erklärt der Theologe Johannes W. Vutz aus dem Offizialat Münster. „Das geht auch ohne größeren Gottesdienst und im ganz kleinen Kreis.“

Handreichung des Offizialats Vechta/ Bistum Münster

Link zur Handreichung des Offizialats Vechta

Aus dem Bistum Hildesheim

Auch das Bistum Hildesheim hat eine Datei mit einem Vorschlag veröffentlicht

Anregungen kommen auch aus dem Bistum Passau

kurzes Gebet und Gräbersegnung der eigenen Angehörigen

Friedhofsgang für Familien mit Kindern

Wie wir unserer Verstorbenen gedenken können - für Familien mit Kindern

Friedhofsgang für Erwachsene

 

Zum Fest Allerheiligen und Allerseelen

Newwelinge 2 (c) Bistum Mainz

An Allerheiligen am 1. November ehrt die Kirche nicht nur alle offiziell heilig gesprochenen Menschen, sondern auch die Menschen, die ein christliches Leben geführt haben, ohne dass ihre Lebensführung einer größeren Öffentlichkeit bekannt geworden ist. Allerheiligen ist zunächst kein Tag des Totengedächtnisses, sondern feiert das neue Leben, das die Heiligen führen und das allen Christen verheißen ist. Vielfach ist der Tag durch den Gang zu den Gräbern von Angehörigen geprägt. Der Allerseelentag am 2. November gilt dem Gedächtnis der Verstorbenen. Bereits im vierten Jahrhundert ist bei Johannes Chrysostomos von Antiochien ein „Herrentag aller Heiligen“ bezeugt. Seit dem neunten Jahrhundert wird Allerheiligen am 1. November gefeiert. Allerseelen geht auf Abt Odilo von Cluny zurück, der 998 einen Gedenktag anordnete für alle verstorbenen Gläubigen von Klöstern, die Cluny unterstellt waren. Zusammen mit dem staatlichen Volkstrauertag zum Gedächtnis der Toten der Weltkriege und dem Totensonntag (auch: Ewigkeitssonntag), mit dem das evangelische Kirchenjahr am Sonntag vor dem Ersten Advent endet, machen Allerheiligen und Allerseelen den Monat November zum Monat des Totengedenkens. Allerheiligen ist gesetzlicher Feiertag in Baden-Württemberg, Bayern, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland.