Katholische Kirche Viernheim
Pfarrei Johannes XXIII. Viernheim
Pfarrei St. Hildegard – St. Michael Viernheim

Schmuckband Kreuzgang

Diakon Titus Brößner

Titus Brößner wurde am Samstag, 26. Mai 2007, im Mainzer Dom von Bischof Karl Kardinal Lehmann zum Diakon geweiht. Als Diakon mit Zivilberuf wirkt er in der Pfarrei Johannes XXIII.

Die Bezeichnung „Diakon mit Zivilberuf“ macht dabei deutlich, dass Titus Brößner neben dem Ehrenamt weiterhin seinen Beruf als Elektroingenieur bei ABB in Mannheim ausüben wird. Neben den beruflichen Aufgaben kommen als Ehemann und fünffacher Vater noch familiäre Verpflichtungen. „Beruf und Familie dürfen durch das Ehrenamt nicht leiden“, erklärt Titus Brößner. Durch Beruf und Familie sieht er aber eine große Chance für seine künftige Arbeit als Diakon: „Ich möchte meine Lebenserfahrungen einbringen, und damit dem Diakonat Profil verleihen.“

Als Ständiger Diakon ist Titus Brößner der „tätigen Nächstenliebe“ verpflichtet. Der Begriff Ständiger Diakon verdeutlicht, dass es sich dabei nicht um eine Durchgangsstufe zur Priesterweihe handelt. Das Zweite Vatikanische Konzil stellte das Amt des Ständigen Diakons als eigenständiges Amt der katholischen Kirche wieder her. Der Diakon soll insbesondere den sozial Benachteiligten der Gesellschaft eine Stimme geben und die Randgruppen wieder mehr in die Mitte der Pfarrgruppe führen.

In der Liturgie kann Titus Brößner als Diakon dem Priester bei der Eucharistiefeier assistieren, dazu gehört auch die Verkündigung des Evangeliums und die Predigt. Darüber hinaus kann er die Taufe spenden, der kirchlichen Trauung assistieren, Begräbnisse leiten, Wortgottesdienste feiern, die Kommunion austeilen und Segensgebete sprechen. Die Feier der Eucharistie, die Krankensalbung und die Spendung des Bußsakramentes bleiben dagegen den Priestern vorbehalten.

„Der Diakon ist kein Ersatzpriester“, erläutert Brößner. Durch die Weihe lässt sich ein Mensch ganz und gar von Gott in Dienst nehmen. „Ich verspreche mich Gott und der Kirche mit Haut und Haar“, sagt Brößner.

Vor der Weihe im Mainzer Dom stand zunächst ein zweijähriges theologisches Fernstudium. Nach abgeschlossenem Studium wurde Brößner im Januar 2005 in den Diakonatskreis des Bistums Mainz aufgenommen. Neben einer spirituellen Begleitung gehörten zu seiner praktischen Ausbildung unter anderem Caritasarbeit, Liturgie, Pastoraltheologie, Predigtlehre, Gemeindekatechese und Kirchenrecht. Neben dieser Ausbildung, die in der Regel am Wochenende stattfand, absolvierte Brößner auch ein Praktikum in der damaligen Pfarrgruppe St. Aposteln/St. Marien.

Dabei hat er sich beim christlichen Besuchsdienst des St.-Josef-Krankenhauses eingebracht. Neben eigenen Krankenbesuchen hat Brößner die Frauen begleitet, die sich seit vielen Jahren beim Krankenhausbesuchsdienst engagieren.

Seit Beginn des Jahres 2007 begleitet Brößner auch die Kommunionhelfer, die immer am ersten Freitag im Monat die Kommunion zu den kranken Menschen ins Pfarrgebiet bringen. Bei seinem Engagement in der Pfarrei habe Brößner große Wertschätzung erfahren. Deshalb fühlt er sich bei seiner Entscheidung für die Weihe zum Diakon durch die Gemeinde und die Hauptamtlichen getragen.

Diakon Titus Brößner (c) Marcus Schwetasch
Diakon Titus Brößner