Kirchenbücher stellen nicht nur für genealogische Recherchen, sondern auch für die kirchen-, kultur- und sozialgeschichtliche Forschung eine zentrale Quellengattung dar. In ihnen werden die Tauf-, Heirats- und Sterbedaten aus den jeweiligen Gemeinden vermerkt, lange bevor das amtliche Personenregister existierte. Im Bistum Mainz reichen diese Verzeichnisse häufig bis ins 17. Jahrhundert zurück.
Im Zuge der Zentralisierung der Pfarrarchive (seit 2023) werden auch die Kirchenbücher des Bistums (vor ca. 1900) sukzessive ins DDAMZ geholt. In einem auf mehrere Jahre angelegten Projekt werden digitale Reproduktionen der eingeholten Kirchenbücher angefertigt und (unter Einhaltung der Schutzfristen) online allgemein zugänglich gemacht.
Als Teil des Digitalisierungsprojekts wird jedes einzelne Kirchenbuch inhaltlich erschlossen, paginiert, im digitalen Verzeichnungsprogramm des DDAMZ erfasst und unter konservatorischen Gesichtspunkten untersucht, um festzustellen, ob der Zustand ohne Weiteres eine Digitalisierung ermöglicht oder ob vorab Restaurierungsmaßnahmen erforderlich wären. Die Aufnahmen werden durch einen ausgewiesenen Spezialdienstleister angefertigt.
Die Anfertigung der Digitalaufnahmen ist Ende 2025 begonnen worden. Sie erfolgt – soweit sich die entsprechenden Kirchenbücher bereits im DDAMZ befinden und konservatorische Gesichtspunkte nicht entgegenstehen – in alphabetischer Reihenfolge der Ortsnamen, beginnend mit A wie Abenheim. Die noch aus den Pfarreien einzuholenden Kirchenbücher werden die Reihe der digitalisierten Bestände schrittweise vervollständigen.
Über den Start der Onlinestellung informieren wir demnächst in der Rubrik „Aktuelles“ auf unserer Homepage. Über den Fortgang und den Stand der Digitalisierungsarbeiten orientiert die nachfolgende, laufend aktualisierte Tabelle.
Ansprechparterinnen für das Projekt:
Mail: archiv@bistum-mainz.de
Telefon: 06131-253 -159 / -158
