Die Frauenkommission im Bistum Mainz beschäftigt sich beim Thema „Verkündigung“ unter anderem mit Fragen zur aktuellen Situation in den Gemeinden – welche Bedürfnisse und Erwartungen die Gläubigen aktuell in den Gottesdiensten haben. In vielen ausführlichen Gesprächen mit verantwortlichen Theolog:innen im Bistum Mainz fand ein intensiver Austausch statt.
Frauen verkündigen die christliche Botschaft in vielfältigen Formen: in Wort-Gottes-Feiern, bei Beerdigungen, in der Kinderkatechese, im Radio. Die Frauenkommission des Bistum Mainz hat sich gefragt: Wie kann es gelingen, dass Frauen auch in der Eucharistiefeier am Sonntag als Verkündigerinnen hörbar und sichtbar werden?
Die Handreichung „Von Gott sprechen in der Vielfalt der Glaubenserfahrungen“
Entstanden ist die Handreichung „Von Gott sprechen in der Vielfalt der Glaubenserfahrungen“. Damit will die Liturgische Kommission zu einer größeren Vielfalt der Predigtformen ermutigen. Sie ist in enger Absprache mit dem Bischof von Mainz, Peter Kohlgraf, und der Frauenkommission entstanden. Sie wird sowohl vom Priesterrat als auch vom Diözesanpastoralrat mit großer Mehrheit unterstützt.
Projekt „Frauen verkündigen“ – Gebt Zeugnis von Eurer Hoffnung
Ein Jahr lang, vom Weltfrauentag 2025 bis zum Weltfrauentag 2026, hat die Frauenkommission die Predigten von pastoral und theologisch ausgebildeten Frauen (Pastoralreferentinnen bzw. Gemeindereferentinnen) hier auf der Homepage sichtbar gemacht: Über 50 Eucharistie-Feiern wurden veröffentlicht. Für jede Frauenpredigt wurde eine virtuelle Blume hinzugefügt, so dass nach und nach eine Blumenwiese entstand.
Zum Ende des Verkündigungsprojekts traf sich die Frauenkommission mit den Frauen, die vor Ort verkündigt haben. Welche Erfahrungen haben sie gemacht? Welche Rückmeldungen gab es in den Gemeinden? Wie ist es ihnen in der Rolle der Verkündigerin in der Eucharistiefeier gegangen? Ist daraus eine neue Praxis / neue Routine entstanden? Wurde im liturgischen Gewand gepredigt?
