Schmuckband Kreuzgang

Sakrament - Krankensalbung

Kranke und Alte brauchen Hilfe für Leib und Seele. Für den Leib erfolgt dies in der Regel durch einen Arzt, Heilpraktiker, Apotheker. Für die Seele hilft das Gespräch - mit wem auch immer - und die Salbung mit Öl, dazu das Gebet über den Kranken, wie die Kirche es im Auftrag Jesu sei Jahrhunderten tut.

Jede(r) Kranke - auch psychisch Kranke und am Alter Leidende - kann darum bitten, es muss noch lange nicht der Tod vor Augen sein. Denn es geht darum, dass der Leidende Kraft erfährt, gesund zu werden und hoffentlich wieder Geschmack am Leben findet. Darum heißt das Sakrament auch Krankensalbung und nicht Letzte Ölung. Übrigens: (bereits) Verstorbenen wird dieses Sakrament nicht mehr gespendet, denn, Sakramente sind nur für Lebende. Tote können nicht mehr hören, glauben und beten. Aber die Krankensalbung ist eh kein Urteil darüber, ob jemand in den Himmel kommt. Das entscheidet Gott alleine, kein Mensch, keine Kirche.

 

Krankheit stört, behindert - ja bedroht sogar unser leben.

Wir wehren uns dagegen, schalten Immunsystem ein und einen starken Willen, wieder schnell auf die Beine zu kommen. Zudem helfen Medikamente, Bettruhe und die guten Worte der Verwandten und Freunde.

Unsere Kirche kennt darüber hinaus noch ein Heilmittel- Sakrament nennen wir es, das diesen ganzen Prozess der Genesung fördern will: Die Krankensalbung. Dabei berufen wir uns auf eine Stelle im Jakobusbrief, in der es heißt: „Ist einer von euch krank? Dann rufe er die Ältesten der Gemeinde zu sich; sie sollen Gebete über ihn sprechen und ihn im Namen des Herrn mit Öl salben. Das gläubige Gebet wird den Kranken retten und der Herr wird ihn aufrichten; wenn er Sünden begangen hat, werden sie ihn vergeben." (Jak 5, 13-16)

Und damit, denke ich, ist der Sinn der Krankensalbung klar: es geht darum, den, Menschen, der (schwer) erkrankt ist, deutlich zu machen: du bist nicht allein, die Gemeinde denkt an dich, der Leiter der Gemeinde kommt zu dir, betet mit dir, salbt dich mit Öl, d.h. Gott will, dass du heil = gesund wirst, Öl ist ja ein Heilmittel, hat ähnliche Wirkung wie die Salben unserer Tage; selbst wenn du so schwer erkranken solltest, dass der Tod auf Dich zukommt, wird Gott dich retten und dir neues Leben schenken.

Dieses Tun der Kirche - die Spendung der Krankensalbung - wird dem Kranken gut tun, ihn trösten, ihm Hoffnung schenken. Deshalb hat der Kranke das Recht, solch eine Erfahrung bei vollem Bewusstsein zu erleben. Als Bewusstloser, gar Toter wird er davon wenig spüren.

Und was ist nun, wenn einer stirbt ohne vorherige Krankensalbung? - Krankensalbung war nie ein „Gutschein für den Himmel", nie eine Art Zulassungsbedingung für das himmlische Reich Gottes.

Wer so denkt, drückt damit viel Zweifel an Gottes Erbarmen aus und macht den Allmächtigen letztlich zum Beamten, der nach Richtlinien und Verordnungen denkt und handelt.

Zudem ist die Krankensalbung für die Situation der Krankheit - das sagt der Name schoh - sie ist kein Sterbesakrament. Deshalb wird auch dem soeben Verstorbenen diese Salbung nicht mehr gespendet.

Wenn Sie also krank daniederliegen und Ausschau halten nach einem tröstenden Wort, nach der heilenden Hand Gottes, dann rufen Sie bei uns im Pfarrbüro an und ein Priester wird dann gerne bei Ihnen vorbeikommen.

Hinweis:

Informieren Sie rechtzeitig, wann ein Priester zu Ihnen kommen soll - am besten acht Tage vor der Feier, dann sind Sie darauf eingestimmt. Es wird dann kein eiliges Abfertigen - laden Sie Ihre Freunde und Verwandten dazu ein, damit Gemeinde „vor Ort" entstehen kann und Sie auch konkret erfahren: ich bin tatsächlich nicht allein, sondern Glied am Leib Christi.

 

Die Feier der Krankensalbung

Krank17630_12_by_mediothek_des_bistums_passau_pfarrbriefservice_0(2) (c) Bild: Mediothek des Bistums Passau; Quelle: Emotionen (Bilder-CD) In: Pfarrbriefservice.de

 

 

Informieren Sie rechtzeitig, wann ein Priester zu Ihnen kommen soll - am besten acht Tage vor der Feier, dann sind Sie darauf eingestimmt. Es wird dann kein eiliges Abfertigen - laden Sie Ihre Freunde und Verwandten dazu ein, damit Gemeinde „vor Ort" entstehen kann und Sie auch konkret erfahren: ich bin tatsächlich nicht allein, sondern Glied am Leib Christi.