Neugründung der Pfarrei St. Martin zum 1.1.2027
Liebe Gemeindemitglieder,
im Gespräch meist nach Gottesdiensten stellen wir immer wieder fest, dass es im Blick auf die Neugründung der Pfarrei St. Martin zum 1.1.2027 und den damit verbundenen Folgen Fragen, Unklarheiten und auch Sorgen gibt. Das ist angesichts der Bedeutung dieses Schrittes und der Flut von Informationen gut nachvollziehbar. Auch wir bemühen uns immer wieder neu, die Übersicht zu behalten.
Wir möchten Ihnen gerne die Möglichkeit geben, Ihre Anliegen (gerne auch Anregungen) zu formulieren und uns zuzuleiten.
Das können Sie tun per Brief über den Briefkasten des Pfarramtes An der Goldgrube 44 oder Weichselstraße 60 oder per Mail an peter.sievers@bistum-mainz.de. Wenn Sie eine persönliche Antwort möchten, vergessen Sie Ihre Kontaktdaten nicht. Bernhard Kreß und ich kümmern uns im Rahmen des Möglichen um die Antworten, entweder persönlich oder auch als Vermeldung, wenn das Thema mehr Menschen betrifft.
„Dumme“ Fragen gibt es übrigens nicht! Wir bitten nur darum, die allgemeine Höflichkeit zu wahren.
Natürlich können Sie uns auch weiterhin einfach ansprechen oder anrufen.
Hinweis: Die Anfragen können anonymisiert auch in weiteren Gremien in der Leitung des Pastoralraums verwendet werden.
Pfr. Peter Sievers, Pfarradministrator; Bernhard Kreß, Koordinator
Liebe Engagierte in der Pastoralraumkonferenz,
heute darf ich Sie auf eine Informationskampagne hinweisen, die im September geplant ist. Um noch mehr Gemeindemitglieder in den Transformationsprozess mit einzubeziehen, werden Mitglieder der Steuerungsgruppe und des Leitungsteams in den Gottesdiensten der deutschsprachigen Gemeinden am 26. und 27. September ein Geistliches Wort und Informationsschreiben zum Stand und den weiteren Schritten der neuen Pfarrei St. Martin, Mainz verlesen. Dieses Schreiben ersetzt die Predigt. Aufgrund von Sprachbarrieren bitten wir die GKaMs, die Texte zu übersetzen und selbst zu verlesen. An diesem Wochenende geht es um grundsätzliche Informationen und weniger um den Austausch und Gespräche.
Ergänzend dazu sind alle sehr herzlich zur 18:30 Uhr-Abendmesse in St. Peter am 23. Oktober eingeladen. Im Anschluss an diesen Gottesdienst findet eine Pfarrversammlung statt bei der es Gelegenheit zum Austausch, für Fragen und anderes gibt.
Ein Flyer, dem die gesamten Informationen zu entnehmen sind, ist in Vorbereitung und wird im Rahmen der genannten Veranstaltungen bereitliegen.
Bitte werben Sie in Ihrer Gemeinde/ Pfarrei für diese Termine und informieren Sie die Gläubigen über die Möglichkeiten, mehr über den aktuellen Stand der Pfarreigründung zu erfahren!
Vielen Dank und herzliche Grüße
Bernhard Kress
TOP 5 Bericht aus der Pastoralraumkonferenz
Erneut wird auf die Wahl zum Pfarreirat am 13./14.03.2027 hingewiesen. Für diese Wahl ist vorab ein Wahlausschuss zu bilden. Der Vorsitzende des Wahlausschusses kann nicht gewählt werden. Die Pastoralraumkonferenz hat beschlossen, eine Urnenwahl durchzuführen. Auf Antrag kann immer auch Briefwahl gemacht werden.
Kandidaten aus den Gemeinden müssen gewonnen werden.
Jede Gemeinde soll durch zwei gewählte Vertreter der eigenen Gemeinde im Pfarreirat vertreten sein, die muttersprachlichen Gemeinden können einen Vertreter/Vertreterin aufstellen.
Das Gründungsfest der neuen Pfarrei St Martin Mainz findet statt am 13.06.2027 in St. Peter.
Die Planung für dieses Fest hat bereits begonnen, die Mitglieder des PGR wurden durch ein Rundschreiben informiert, welches an alle PGR-Mitglieder weitergeleitet wurde, um sich an den Vorbereitungen beteiligen zu können.
Verantwortlich für die Logistik und Koordination ist u.a. Pastoralreferent Johannes Blüm.
Nach dem Gottesdienst am 13.06.2027 mit Bischof Kohlgraf ist ein großes Pfarrfest der neuen Pfarrei auf dem Gelände von St. Peter und in der Petersstraße geplant. Aufgrund dieses Großfestes werden im kommenden Jahr keine Pfarrfeste in den Gemeinden stattfinden.
Pfarrer Sievers informiert über einen geplanten Projektchor für den Gründungsgottesdienst. Leitung hat der neue Regionalkantor Herr Alexander Grün.
TOP 5 – Informationen aus der Pastoralraumkonferenz
Gemeinereferent Bernhard Kress weist darauf hin, dass der zukünftige Pfarreirat als Bindeglied zwischen den Teilgemeinden fungieren wird. Die neue Pfarrei der Stadt Mainz wird unterteilt werden in:
Gemeinde im Zentrum (St. Peter, St. Quintin/Dom)
Gemeinde Altstadt (St. Stefan, St. Ignaz)
Gemeinde Oberstadt (St. Alban-St. Jakobus, Heilig Kreuz)
Gemeinde Neustadt (St. Bonifatius, St. Josef, Liebfrauen)
Jede dieser Gemeinden soll zwei Vertreter in den Pfarreirat entsenden (also insgesamt 8 Personen) dazu aus jeder muttersprachlichen Gemeinde 1 Vertreter (insgesamt 5
Personen). Somit wird der Pfarreirat aus 13 Personen (aus den Gemeinden) bestehen.
Dazu kommen Hauptamtliche, Vertreter der Jugend und der Kitas sowie beratende Mitglieder.
Die Wahl für die Vertreter findet am 13./14. März 2027 statt, Kandidaten sind bis Anfang
August zu benennen.
Die Arbeit der jetzigen Verwaltungsräte endet am 31.12.2026. Für die Zeit des Übergangs
hat jede Gemeinde einen Vertreter, Herr Poganiuch für St. Alban-St. Jakobus, Herr Dr.
Kramp für Heilig Kreuz in einen „Vermögensrat“ entsandt.
Informationen zur Neugründung der Pfarrei St. Martin, Mainz zum 1. Januar 2027
Alle, die da waren, wissen es bereits: Die zentrale Botschaft lautet, dass nicht alles anders und nicht alles schlechter wird. Die Neugründung der großen Pfarrei St. Martin, Mainz wird Strukturen verändern und uns näher zusammenrücken lassen, es braucht aber weiterhin und wie gewohnt ehrenamtlich Engagierte, die bereit sind, sich einzubringen. Dem Glauben und der Kirche zugewandte Menschen, die Gemeinde vor Ort gestalten und beleben wollen, hat es schon immer gebraucht und wird es auch weiterhin überall, also auch bei uns in der neuen Pfarrei, brauchen und (hoffentlich) geben.
Viele grundsätzliche Informationen finden Sie auf der Homepage des Pastoralen Weges unter https://bistummainz.de/pastoraler-weg/index.html Beispielsweise finden Sie unter dem Reiter „NEUE PFAREIEN“ Detailwissen zu den Gremien der werdenden Pfarrei.
In diesem Jahr gibt es viele Punkte, die zu klären und voranzubringen sind. Dazu gehören unter anderem die weitere Planung und Realisierung der im Gebäudeprozess festgelegten Strukturprozesse, die Abstimmung weiterer Teilkonzepte und die Abgabe des gesamten Pastoralkonzepts unserer neuen Pfarrei. Dieses Konzept beschreibt in seiner Gesamtheit alle einzelnen Blickpunkte pastoraler Arbeit in der neuen Pfarrei und wie wir uns diese vorstellen bzw. wie wir diese leben wollen. Wichtig ist uns dabei der Begriff „Heimat“. Menschen suchen in Gemeinde und Kirche Anknüpfungspunkte, manchmal dauerhaft, manchmal lebenssituativ oder ereignisbezogen. Immer ist im zwischenmenschlichen Bereich mit dem Begriff Heimat Vertrautheit und Beziehung gemeint. Dieser Sehnsucht aller Menschen versuchen wir gerecht zu werden, in dem es (weiterhin) feste Ansprechpartner und Ansprechpartnerinnen vor Ort in den einzelnen Stadtteilen geben wird, die soweit möglich, den aktuellen entsprechen werden. Wir verstehen die neue Pfarrei St. Martin, Mainz als strukturelle Einheit, die in drei Stadtteilen Leben vor Ort gestaltet. Deshalb ist beispielsweise die Vorbereitung und Feier der Erstkommunion, solange es die personellen Ressourcen zulassen, in den einzelnen Stadtteilen verortet. Kinder sind, wenn überhaupt, in der Kirche bzw. den Kirchen ihres Stadtteils verortet. Die Firmung hingegen wird bereits pfarreiweit gemeinsam vorbereitet und in Teilen auch realisiert, da Jugendliche in Mainz zu Hause sind durch weiterführende Schulen, Freundschaften und ihr Freizeitverhalten.
Ganz in dem Gedanken der Stadtteilpastoral hat der Pfarrgemeinderat der Oberstadt bereits entschieden, dass die Oberstadt in ihrer Gesamtheit in der neuen Pfarrei eine Gemeinde wird und damit auch einen Gemeindeausschuss. Herzliche Einladung – bringen Sie sich ein und machen Sie mit!
Die Innenstadtpfarreien sind aktuell im Denkprozess und es gibt die Idee, zwei Gemeinden und damit auch zwei Gemeindeausschüsse zu bilden. In der Neustadt ist der Findungsprozess gestartet.
Vieles könnte ich noch schreiben und werde in diesem Schriftstück doch nicht unbedingt die Informationen bereitstellen, die sie brauchen, um sich zu orientieren und den Weg gut mitgehen zu können. Bei Interesse, Fragen etc. sprechen Sie mich deshalb gerne an:
Bernhard Kress
Koordinator und Seelsorger
Mobil 0176-12539465
Mail koordination-mz-city@bistum-mainz.de
Wir werden die Pfarrei St. Martin, Mainz –
(nicht nur) mit jeder Pastoralraumkonferenz ein bisschen mehr…
Am 3. September 2025 startete um 19:30 Uhr die Pastoralraumkonferenz mit 67 Teilnehmenden.
Nach Vorstellung der drei neuen hauptamtlichen Mitarbeitenden Frau Sophie Born (Gemeindereferentin mit Schwerpunkt Neustadt / Oberstadt), Herr Johannes Blüm (Pastoralreferent mit Schwerpunkt Jugend / Firmung) und Pfarrer Christoph Hinke (Schwerpunkt Seniorenzentren) wurden die beiden in der letzten PRK bereits vorgestellten Konzeptpapiere Sozialpastoral und Verwaltung mit überwältigender Mehrheit verabschiedet. Die Ausarbeitung der Konzeptpapiere ist erforderlich, um sich in einzelnen Themengebieten als werdende Pfarrei klar zu werden, wie wir Dinge gestalten wollen und wo wir Schwerpunkte setzen möchten. Da die Pfarrkirche unserer werdenden Pfarrei St. Martin, Mainz die Kirche St. Peter sein wird, wird dort auch das zentrale Pfarrbüro mit Verwaltungsleitung und Koordination angesiedelt sein. Bei Interesse zu Einzelheiten der Konzepte können Sie sich gerne melden bei: Leitungsteam-St.Martin-mz@Bistum-Mainz.de.
Ein großer Punkt der Sitzung am 3. September war die Abstimmung über die Gebäudekonzepte. Diese Abstimmung war erforderlich, nachdem das Leitungsteam des Bistums die zwei eingereichten Konzepte als genehmigungsfähig eingestuft hatte und somit wir als PRK abzustimmen hatten darüber, welches Konzept endgültig verabschiedet wird. Nachdem die beiden Konzepte noch einmal erklärt worden waren, haben die Mitglieder ein Konzept verabschiedet.
Es blieb noch Zeit für Hinweise, die auch Sie als Leserinnen und Leser betreffen:
Für die Pastoralraumkonferenz:
gez. Bernhard Kress
Hauptgrund für eine Reduzierung des Gebäudebestandes ist die Finanzsituation. Aufgrund rückläufiger Einnahmen, bedingt durch sinkende Mitgliedszahlen und steigende Ausgaben (besonders im Personal- und Bausegment) erhalten alle Gemeinden jedes Jahr weniger Finanzzuweisungen vom Bistum. Bei steigenden Kosten führt dies zu einem Haushaltsdefizit. Alle Gemeinden im Bistum Mainz (und in anderen Bistümern) haben dieses Grundproblem.
Die Reduzierung von Gebäuden stellt die einzige Möglichkeit für erhebliche Einsparungen dar. Auch kirchliche Gebäude verursachen in hohem Maße laufende Kosten (z.B. für Energie, Reinigung, Reparaturen, Grundsteuer etc.) und haben Renovierungsbedarf.
Um alle Gebäude zu erhalten, müssten unsere Gemeinden jedes Jahr mehrere hunderttausend Euro an Rücklagen bilden oder in Renovierungen investieren. Dieser Betrag übersteigt das Gesamtbudget und das Spendenaufkommen, das unseren Gemeinden zur Verfügung steht.
In Konsequenz müssen von den derzeitig vorhandenen ca. 2.900m2 ca. 1.300m2 Pfarrheimflächen aufgegeben werden. Der Bauerhaltungsaufwand für die Kirchengebäude muss um ca. 50% reduziert werden.
Die „Projektgruppe Gebäude“ hat in einem nahezu zweijährigen Prozess alle Gebäude des gesamten Pastoralraums besichtigt und kategorisiert. Diese Kategorisierung betrifft nicht nur den Zustand der Gebäude, sondern auch die aktuelle und mögliche künftige Nutzung. Die Frage, wo sich das Gebäude im Pastoralraum befindet, hatte ebenfalls Einfluss. Die künftige pastorale Arbeit war dabei ein wichtiges Kriterium. Die Frage, wie die Gebäude pastoral nutzbar sind und welche Räumlichkeiten flächenmäßig für die Orts-Gemeinde laut Vorgabe des Bistums zulässig und erforderlich sind stand im Fokus. Entstanden sind zwei Konzepte.
Doch die beiden Entwürfe der Projektgruppe erscheinen schmerzlich: Die aufzugebenden Kirchengebäude (3 oder 4 Kirchen) sind von ihrem Zustand her in einem guten bis sehr guten Zustand (St. Jakobus und in einem Entwurf auch Hl. Kreuz) bzw. in einem befriedigenden bis ausreichenden Zustand (St. Quintin und St. Emmeran). Im Blick auf die gesamte neue Pfarrei wird jedoch schnell klar, dass ein Gemeindezentrum wie z.B. in St. Emmeran mit rund 600 m² Gemeinderäumlichkeiten nicht zu halten ist, wenn auch an anderen Standorten im neuen Pastoralraum weiterhin Räumlichkeiten für pastorale Aktivitäten der örtlichen Gemeinden möglich sein sollen.
Die beiden Gebäudekonzepte wurden, nach Verabschiedung durch die Pastoralraumkonferenz und Einholung der Voten aller Räte, Ende Februar beim Bistum zur Prüfung mit der Bitte um Genehmigung eingereicht. Um die Gründung der neuen Pfarrei zum 1. Januar 2027 zu ermöglichen, wählt die Pastoralraumkonferenz nach dieser Prüfung aus den genehmigten Konzepten eines zur Realisierung aus (wahrscheinlich im Herbst 2025).
Der künftige Gebäudebestand ist für alle Nutzer neu und fair zu verteilen. Wir rücken zusammen. Leerstand von Räumen ist unwirtschaftlich und wird dann vermieden. In den vorhandenen Räumen sollen die Nutzer aus allen unseren Gemeinden „Heimatrecht“ haben. Keiner ist dort nur „Gast“. Zu unserer künftigen Pfarrei zählen auch fünf katholische Gemeinden anderer Muttersprache. Nutzer unserer Räume werden auch Christen anderer Konfessionen sein. In den Konzepten ist das bereits berücksichtigt und eingeplant.
Besonders schmerzlich ist die Aufgabe von Kirchengebäuden, die eine große emotionale Bindungskraft haben. Hier wurde getauft, gebetet, geheiratet und getrauert. Im Vertrauen auf die Gegenwart Gottes an diesem/n Ort/en.
Eine aufgegebene Kirche wird diesem Zweck künftig entzogen und muss profaniert werden. Es bleibt das Gebäude, das oft Denkmalschutz genießt. Die verträgliche Umwidmung benötigt Zeit, für die eine fünfjährige Übergangszeit beantragt wurde. In dieser Zeit kann die Kirche weiter genutzt werden.
Für die Räume wird es ganz unterschiedliche Nutzungen geben. Für die künftige Pfarrei muss diese aber mindestens kostenneutral sein. Auch hier gibt es bereits erste Überlegungen.
Bernhard Kress | Koordinator PR Mainz-City
Petersstraße 3, 55116 Mainz
Telefon: 06131 222035
Mobil: 0176 12539465
Mail: koordination-mainz-city@bistum-mainz.de
Stand: Mai 2025