Die Schriftart Atkinson Hyperlegible wurde vom Braille Institute entwickelt, um eine besonders hohe Lesbarkeit zu gewährleisten. Ihr Ziel ist es, Buchstaben und Zahlen deutlich voneinander zu unterscheiden und dadurch das Lesen zu erleichtern. So lassen sich beispielsweise „O“ und „0“, „I“, „l“ und „1“ auch bei kleiner Schriftgröße oder eingeschränktem Sehvermögen besser unterscheiden.
Die Schrift wurde speziell für Menschen mit Sehbeeinträchtigungen entwickelt, kommt jedoch allen Leserinnen und Lesern zugute. Klare Buchstabenformen, eine gute Erkennbarkeit und eine übersichtliche Darstellung unterstützen das schnelle und mühelose Erfassen von Texten. Damit erfüllt die Schrift wichtige Anforderungen an eine barrierearme Kommunikation.
Mit der Verwendung von Atkinson Hyperlegible setzt das Bistum ein Zeichen für Teilhabe und Zugänglichkeit. Kirchliche Informationen sollen möglichst vielen Menschen offenstehen – unabhängig von Alter, Sehvermögen oder individuellen Lesefähigkeiten. Gerade vor dem Hintergrund einer älter werdenden Gesellschaft gewinnt dieser Aspekt zunehmend an Bedeutung.
Es ist verständlich, dass die Schrift nicht von allen als die gestalterisch attraktivste Lösung empfunden wird. Atkinson Hyperlegible wurde jedoch nicht in erster Linie für ästhetische Zwecke entwickelt, sondern für eine bestmögliche Lesbarkeit. Die Entscheidung für diese Schrift stellt daher die Verständlichkeit und Erreichbarkeit von Informationen bewusst über persönliche Geschmacksfragen.
Eine gute Gestaltung dient letztlich der Kommunikation. Die Wahl von Atkinson Hyperlegible folgt dem Anspruch, dass möglichst viele Menschen die Inhalte unserer Pfarrbriefe, Aushänge und Informationsmaterialien ohne zusätzliche Hürden lesen können. Barrierefreiheit ist dabei kein Zusatzangebot für wenige, sondern ein Qualitätsmerkmal guter Kommunikation für alle.
