Mainzer Bistumsnachrichten Nr. 6 / 2025

Mainz, 7. Oktober 2023: Die Bevollmächtigte des Generalvikars, Ordinariatsdirektorin Stephanie Rieth, im Gespräch mit Delegierten der Diözesanversammlung im Ketteler-Saal des Erbacher Hofes. (c) Bistum Mainz / Blum
Mainz, 7. Oktober 2023: Die Bevollmächtigte des Generalvikars, Ordinariatsdirektorin Stephanie Rieth, im Gespräch mit Delegierten der Diözesanversammlung im Ketteler-Saal des Erbacher Hofes.
Datum:
Mi. 26. März 2025
Von:
hoff(MBN)

In der aktuellen Ausgabe mit einem Interview zum Geburtstag von Stephanie Rieth (30.3.), der Fastenpredigt von Bischof Peter Kohlgraf, der Nacht der Bibliotheken (4.4.), dem Rat der Katholikinnen und Katholiken, einem Zeitzeugenbesuch im Kloster Höchst (bis 28.3.), sowie dem Hinweis, dass der Finanzbericht 2023 für das Bistum Mainz veröffentlicht worden ist.

50. Geburtstag von Stephanie Rieth (30.3.)

Die Bevollmächtigte des Generalvikars, Ordinariatsdirektorin Stephanie Rieth. (c) KNA / Bernd Bostelmann
Die Bevollmächtigte des Generalvikars, Ordinariatsdirektorin Stephanie Rieth.

Seit 2022 als Bevollmächtigte des Generalvikars in der Gesamtverantwortung für Bistum

 
Mainz. Ordinariatsdirektorin Stephanie Rieth, die Bevollmächtigte des Generalvikars, begeht am Sonntag, 30. März, ihren 50. Geburtstag. Seit dem 15. April 2022 ist Rieth als Bevollmächtigte des Generalvikars Mitglied der Bistumsleitung. In dieser Position nimmt sie gemeinsam mit Generalvikar Dr. Sebastian Lang auf Augenhöhe die Gesamtverantwortung im Bereich des Generalvikars wahr und ist in dieser Funktion Stellvertreterin des Bischofs. Mittlerweile haben elf der 27 deutschen Bistümer Leitungsmodelle mit und neben dem Generalvikar eingeführt. Der Mainzer Bischof Peter Kohlgraf wird Stephanie Rieth im Anschluss an die Leitungskonferenz des Bischöflichen Ordinariates am Dienstag, 8. April, würdigen.
 
„Ich merke inzwischen die Akzeptanz für mein Amt bei vielen Arbeitskontakten“, berichtet Rieth. „Aber es ist nach wie vor so, dass ich mir meine Rolle erarbeiten muss. Das funktioniert nicht von allein. Das Amt des Generalvikars gibt es seit Jahrhunderten und die kirchliche Hierarchie erscheint vielen unveränderlich. Da fällt es der Öffentlichkeit natürlich nicht leicht einzuordnen, wenn diese Hierarchie mit einem neuen Amt aufgebrochen wird.“
 
„Ich glaube nicht, dass man dieses Amt einfach so wieder eliminieren könnte“
 
Die Pionierarbeit, die sie nach wie vor mit diesem Amt leisten müsse, sei deswegen auch anstrengend, sagt Rieth: „Man kann dieses Amt nicht wirksam innehaben, wenn man nicht bereit ist, mehr zu leisten als das normale Maß.“ Die Bevollmächtigte ist überzeugt, dass es mittlerweile gelungen ist, ihr Amt personunabhängig zu installieren. Der Wechsel von Generalvikar und Weihbischof Dr. Udo Markus Bentz zu Generalvikar Dr. Sebastian Lang Ende 2023 sei „die Nagelprobe“ dafür gewesen: „Es funktioniert auch in dieser neuen Konstellation. Ich glaube nicht, dass man dieses Amt einfach so wieder eliminieren könnte.“ Mit Stolz blicke sie darauf, „dass wir das, was wir mit der Einführung meines Amtes auf Ebene der Bistumsleitung vorleben, durch die neuen Leitungsmodelle in den neu gegründeten Pfarreien des Bistums auch wiederfinden“.
 
„Mir ist es wichtig, dass mein Amt kein Frauenamt ist“, hebt Rieth hervor. „Das Aufbrechen klerikaler Strukturen ist nicht nur Sache von Frauen. Aber natürlich komme ich in diesem Amt immer wieder auch an die Grenzen, die Frauen in der Kirche erleben. Das ist eine persönliche Herausforderung, die sich mir so erst in diesem Amt gezeigt hat. Vorher hatte ich mich eben auch damit arrangiert, nicht die Dinge ändern zu wollen, auf die ich keinen Einfluss habe.“ 
 
Besonders prägend sei es, Entscheidungen in besonders schwerwiegenden oder weitreichenden Fragen zu treffen. „Das hätte ich mir früher als Pastoralreferentin nie träumen lassen. Die Macht, die mit diesem Amt verbunden ist, kann man nicht kleinreden.“ Ganz offensichtlich geworden sei das schon in ihrem ersten Jahr als Bevollmächtigte: „In den Sommerferien waren Bischof, Generalvikar, Domdekan und auch der Personaldezernent gleichzeitig in Urlaub. Da ist meine Gesamtverantwortung für das Bistum auf einmal ganz augenfällig geworden. Aber ich könnte diese Verantwortung gar nicht tragen, wenn ich nicht so viele tolle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im ganzen Bistum hätte.“
 
Rieth: „Wir müssen unseren Teil dazu tun, dass die Kirche zukunftsfähig wird“
 
Besondere Akzeptanz für ihre Arbeit erfahre sie über ihre Verantwortung für die Missbrauchsaufarbeitung im Bistum Mainz. Das sei allerdings auch der Arbeitsbereich, der besonders viel Kraft koste. Die Aufarbeitung sei sehr komplex und geschichtlich besonders belastet. Vor allem aber brauche es viel Zeit, ein ganzes System zu verändern. „Wir können in diesem Thema nur vorankommen, wenn wir die gesamte Organisation mitnehmen“, betont Rieth. „Wir haben schon Einiges geschafft auf diesem Weg, aber es liegt auch noch sehr viel Arbeit vor uns. Meine Zielvorstellung ist, dass wir die Arbeit in Aufarbeitung, Prävention und Intervention so entwickeln, dass wir das System verändern, aber dabei auch die Mitarbeitenden nicht überfordert werden.“
 
Für die Zukunft der Kirche wünsche sie sich, „dass es uns gelingt, quer durch alle Ämter sach- und themenorientiert zu arbeiten“, betont die Bevollmächtigte: „Wir haben als Kirche so viel zu verlieren. Da können wir es uns nicht leisten, allzu viel Wert auf Hierarchie und Befindlichkeiten zu legen. Wir müssen unseren Teil dazu tun, dass die Kirche zukunftsfähig wird.“
 
Stephanie Rieth (geboren am 30. März 1975) ist nach ihrem Theologiestudium und dem darauffolgenden Pastoralkurs im Jahr 2002 als Pastoralreferentin im Bistum Mainz gesendet worden. Zunächst war sie Religionslehrerin und Schulseelsorgerin in Offenbach. Nach der Elternzeit arbeitete sie in der Gemeinde St. Rochus in Mainz-Kastel und -Amöneburg. Im Jahr 2011 wurde sie Referentin in der Diözesanstelle „Berufe der Kirche“ und beim Päpstlichen Werk für geistliche Berufe (PWB). Rieth wechselte im Januar 2016 als Ausbildungsreferentin zum Pastoral- und Ausbildungsseminar für Kapläne und Pastoralassistentinnen und -assistenten im Bistum Mainz. Im Mai 2019 wurde sie Persönliche Referentin von Weihbischof und Generalvikar Bentz. Rieth ist außerdem seit 2003 regelmäßige Autorin für Verkündigungssendungen in den Hörfunkprogrammen des Hessischen Rundfunks (HR). Sie ist verheiratet und hat mit ihrem Mann drei Kinder.                                                                                    

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Nachricht voraus am 24.3.25                                                                                      tob (MBN)

 

 

 

 

 

 

In der Beichte lernen, wieder mit positiven Ressourcen zu wuchern

Mainz, 23. März 2025: Bischof Peter Kohlgraf bei seiner Fastenpredigt im Mainzer Dom. (c) Bistum Mainz / Blum
Mainz, 23. März 2025: Bischof Peter Kohlgraf bei seiner Fastenpredigt im Mainzer Dom.

Fastenpredigt von Bischof Peter Kohlgraf beim musikalischen Abendlob im Dom

 

Mainz. „Ich lade dazu ein, das Sakrament der Versöhnung für sich neu zu entdecken.“ Das sagte der Mainzer Bischof Peter Kohlgraf am Sonntagabend, 23. März, im Mainzer Dom. Bei der Beichte gehe es nicht in erster Linie darum, „Sündenkataloge abzuarbeiten, sondern das Leben, das Denken, Handeln und Sprechen in den Blick zu nehmen und Verantwortung zu übernehmen, die Kraft zur Veränderung zu erbitten und auf Gottes Vergebung zu setzen, so dass mich meine Schuld nicht zu erdrücken braucht“, sagte Kohlgraf. Besonders die Feste Weihnachten und Ostern seien eine ausdrückliche Einladung dazu. Das Abendlob zum dritten Fastensonntag stand unter der Überschrift „,..die Hand, die du den Sündern entgegenstreckstʼ - Buße und Versöhnung“.

 

Wörtlich sagte der Bischof: „Bei der sakramentalen Vergebung in der Beichte geht es nicht darum, sein überzogenes Sündenkonto auf Null setzen zu lassen, sondern selbst wieder mit seinen positiven Ressourcen wuchern zu lernen. Wer glaubt, nach der Beichte und der kirchlichen Versöhnung unverändert weitermachen zu können wie bisher, nimmt keine Frucht aus dem Vergebungsgeschehen mit.“ Weiter sagte Kohlgraf: „Es muss nicht als Anmaßung der Kirche verstanden werden, sich zur Richterin über das Leben anderer Menschen oder ihrer Mitglieder zu stellen, sondern ist vielmehr Ausdruck dafür, dass menschliches Tun immer Auswirkung auf die Gemeinschaft hat. So wie das Gute ist auch mein Versagen nie eine reine Privatangelegenheit. Indem die Kirche als Glaubensgemeinschaft Vergebung ausspricht, ermöglicht sie dem Menschen, sein Verhältnis auch zur Gemeinschaft zu klären und sich mit ihr zu versöhnen.“

 

Bischof Kohlgraf sprach sich außerdem für die aktuelle Praxis der Beichte in der Erstkommunionvorbereitung aus. Gewissensbildung und ein verantwortungsvoller Umgang mit den eigenen Fähigkeiten und eigener Verantwortung müsse bereits im Kindesalter beginnen. Und weiter: „Und dass es gut sein kann, auch meine Schwächen gelassen anzunehmen, gehört zu dieser Bildung des Gewissens. Daher ermutige ich, dieses zentrale Thema des christlichen Glaubens auch gegenüber den Kindern nicht zu verschweigen. Es wird in den letzten Jahrzehnten immer deutlicher, dass eine Kommunionkinderkatechese ohne Einbezug der Eltern zumindest defizitär ist. Auch Kindern sollte die Botschaft nicht vorenthalten werden: ,Liebevoll schaut Gott uns an, wenn wir traurig über uns selbst sind.ʼ Und es wäre ein starkes Zeugnis, wenn nicht nur die Kinder eingeladen wären zur Beichte, sondern auch die Eltern, die Katechtinnen und Katecheten, die Seelsorgerinnen und Seelsorger.“

 

Die Liturgie hatte der Mainzer Generalvikar Dr. Sebastian Lang übernommen. Musikalisch gestaltet wurde das Abendlob von Domkantorin Jutta Hörl und dem Mainzer Domorganist Professor Daniel Beckmann. Die Reihe der Fastenpredigten steht in diesem Jahr unter dem Motto: „Pilger der Hoffnung – Ostern entgegen“. Die Predigt am vierten Fastensonntag, 30. März, um 17.00 Uhr hält der Mainzer Domdekan Henning Priesel. Er spricht zum Thema „,Öffne uns den Brunnen der Taufeʼ - Das Sakrament der Christwerdung.“ Die ersten beiden Fastenpredigten hatten übernommen: Domkapitular Professor Dr. Franz-Rudolf Weinert („,Nun ist sie da die rechte Zeitʼ - Eine Einführung in die vorösterliche Bußzeit“) und Generalvikar Dr. Sebastian Lang („,Ich bin ein getreuer Hirtʼ von J.S. Bach – Eine Kantatenpredigt“).

 

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Nachricht voraus am 23.3.25                                                                                   tob (MBN)

 

 

 

 

Nacht der Bibliotheken (4.4.)

Kartusche
Kartusche "Ochs und Esel" aus dem barocken Deckengemälde im Bibliothekssaal der Martinusbibliothek Mainz

Zahlreiche katholische Einrichtungen beteiligen sich an Veranstaltung

 

Mainz. Am Freitag, 4. April, laden Bibliotheken in ganz Deutschland zur „Nacht der Bibliotheken“ ein. Darunter sind auch zahlreiche katholische Einrichtungen im Bistum Mainz. Die Katholische Öffentliche Bücherei am Dom in Mainz lädt zum Beispiel zu „Vorlesespaß mit Erzähltheater“ ein, in der Mainzer Martinus-Bibliothek, Wissenschaftliche Diözesanbibliothek, stehen Führungen und Yoga-Workshops auf dem Programm.

 

Workshops, Lesungen und Führungen für Kinder und Erwachsene finden an folgenden Orten im Bistum statt: In Alzey-Weinheim, Biblis, Bingen-Dromersheim, Bodenheim, Budenheim, Bürstadt, Egelsbach, Erbach, Gau-Algesheim, Gau-Bischofsheim, Klein-Krotzenburg, Laubach, Mainz, Saulheim, Sulzheim, Worms-Abenheim, Worms-Herrnsheim und Zornheim.

 

Die „Nacht der Bibliotheken“ wird organisiert vom Deutschen Bibliotheksverband und seinen 16 Landesverbänden. Zum ersten Mal fand die Veranstaltung im Jahr 2005 in Nordrhein-Westfalen statt, dieses Jahr beteiligen sich erstmals Bibliotheken in allen Bundesländern an der Aktion.

 

Hinweis: Links zu Veranstaltungen der genannten Bibliotheken finden Sie unter www.bistummainz.de/pressestelle; allgemeine Informationen zur Nacht der Bibliotheken unter www.nachtderbibliotheken.de

 

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Nachricht voraus am 25.3.25                                                                                hoff (MBN)

 

 

Individuelle Lösungen in der lokalen Kirchenentwicklung

Mainz, 15. März 2025: Der Rat der Katholikinnen und Katholiken im Bistum Mainz kam zum Austausch im Ketteler-Saal des Erbacher Hofes zusammen. (c) Bistum Mainz / Blum
Mainz, 15. März 2025: Der Rat der Katholikinnen und Katholiken im Bistum Mainz kam zum Austausch im Ketteler-Saal des Erbacher Hofes zusammen.

Frühjahrsvollversammlung des Rates der Katholikinnen und Katholiken

Mainz. Ein Schwerpunkt der Frühjahrsvollversammlung des Rates der Katholikinnen und Katholiken im Bistum Mainz waren „Beteiligungsformate in der Gemeinde und Synodalität vor Ort“. Aus dem Seelsorgeamt stellten Janina Adler, Referentin für Lokale Kirchenentwicklung, und Merwe Hunzelmann, Diözesanreferentin für Pfarrgemeinderäte, Pfarreiräte und Gemeindeausschüsse, im Besonderen den „Gemeindeausschuss“ und das „Gemeindeteam“ vor: „Uns geht es mit diesen Gremien nicht um Reglementierung, sondern darum, individuelle Lösungen in der lokalen Kirchenentwicklung anzuregen“, betonte Adler. Durch die zweitägige Sitzung von Freitagabend, 14., bis Samstagmittag, 15. März, führten die beiden Sprecher Gremiums: Hildegard Eckert und Patrick Landua. Von Seiten der Bistumsleitung hat Seelsorgedezernent Michael Wagner-Erlekam das Treffen begleitet.

 

Der Gemeindeausschuss ist das Gremium der Mitbestimmung in der Gemeinde und zugleich ein Unterausschuss des Pfarreirates. Das Gemeindeteam ist ein ehrenamtliches Seelsorge- und Leitungsteam, das gemeinsam Mitverantwortung für das Leben der Gemeinde trägt. Der Gemeindeausschuss soll in jeder Gemeinde eingerichtet werden, das Gemeindeteam ist eine mögliche Option. Von Seiten der Delegierten wurde der Wunsch nach Best-Practice-Beispielen zu den verschiedenen Gremien herangetragen. Auch wurde verschiedentlich die Sorge geäußert, dass sich in den Gemeinden überhaupt nicht mehr genügend Ehrenamtliche für diese Aufgaben finden.

 

Unter anderem stellten Adler und Hunzelmann das Kartenset „hoffnungsvoll“ vor, das in den Gemeinden als Anregung für Entwicklungsprozesse der lokalen Kirchenentwicklung genutzt werden kann. Das Kartenset „hoffnungsvoll“ kann über die Internetseite des Seelsorgeamtes bestellt werden. Adler und Hunzelmann stehen darüber hinaus auch zur Unterstützung von einzelnen Gemeinden in ihren Entwicklungsprozessen zur Verfügung.

 

AG eingerichtet: „Demokratie fördern – dem Extremismus widerstehen“

Der Rat der Katholikinnen und Katholiken hat außerdem dem Antrag zur Gründung einer Arbeitsgruppe unter der Überschrift „Demokratie fördern – dem Extremismus widerstehen“ zugestimmt. Nach intensiver Diskussion sprach sich das Gremium in geheimer Abstimmung mit 44 Ja-Stimmen, sechs Nein-Stimmen und fünf Enthaltungen für die Einsetzung der Arbeitsgruppe aus. Die Delegierten hatten sich außerdem zuvor mehrheitlich dafür ausgesprochen den ursprünglich vorgeschlagenen Titel „Demokratie fördern – dem Rechtsextremismus widerstehen“ allgemeiner zu formulieren und nur „Extremismus“ zu benennen. Die Klärung des genauen Arbeitsauftrages, die Zusammensetzung und auch die zeitliche Befristung sind aus Zeitgründen in den Hauptausschuss vertagt worden.

 

Der Rat der Katholiken und Katholiken ist das höchste Laiengremium im Bistum Mainz und tagt in der Regel zweimal pro Jahr. Nachdem der Rat der Katholikinnen und Katholiken (vormals: Katholikenrat) sich im vergangenen Jahr mit neuen Statuten und einer paritätischen Doppelspitze neu aufgestellt hatte, hat das Gremium nach einer engagierten Diskussion am Freitagabend erstmals eine Geschäftsordnung verabschiedet.

 

Hinweise:

  • de/lokalekirchenentwicklung
  • de/glaube/wuerdevoll/hoffnungsvoll/uebersicht/index.html

 

Fotos unter www.bistummainz.de/presse

 

Nachricht voraus am 15.3.25                                                              tob (MBN)

 

 

 

 

 

„Fragt uns, wir sind die letzten…“

Mieczysław Grochowski spielt auf seiner Trompete das von ihm komponierte Lied „Die Tränen der Kinder von Potulice“ (c) Bistum Mainz/Hoffmann
Mieczysław Grochowski spielt auf seiner Trompete das von ihm komponierte Lied „Die Tränen der Kinder von Potulice“

Jugendliche sprechen mit KZ- und Ghetto-Überlebenden

 

Höchst (Odenwald). Von Sonntag, 23. März, bis Freitag, 28. März, werden Überlebende verschiedener Konzentrationslager und Ghettos in Polen zu Gast im Bistum Mainz sein. Die Zeitzeuginnen und Zeitzeugen werden im Kloster Höchst in Höchst im Odenwald wohnen und jeden Vormittag Schülerinnen und Schülern ihre Erfahrungen aus der Zeit des Nationalsozialismus schildern. Begleitet werden die Zeitzeug*innen von Ehren- und Hauptamtlichen des Bistums Mainz und des Maximilian Kolbe-Werkes. „In der aktuellen gesellschaftlichen Situation wollen die Zeitzeuginnen und Zeitzeugen ihren Beitrag für ein Bewusstsein leisten, was passieren kann, wenn man die Demokratie und den Rechtsstaat nicht gegen seine Feinde verteidigt“, heißt es in der Ankündigung. Organisiert wird das Projekt von der Geschäftsstelle Weltkirche/Gerechtigkeit und Frieden im Bistum Mainz in Kooperation mit dem Maximilian Kolbe-Werk in Freiburg. Der Besuch der Zeitzeugen in Höchst im Odenwald wird von der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft (EVZ) gefördert.

 

Besuchstermine

Die Überlebenden sind zwischen 80 und 90 Jahre alt. Sie wurden in dem Internierungs- und Arbeitslager Lebrechtsdorf-Potulitz, im Ghetto Sambor und dem Konzentrationslager Ravensbrück inhaftiert. An den Gesprächen nehmen Klassen bzw. Jahrgänge aus folgenden Schulen teil:

 

  • Montag, 24.3.: Berufsschule Darmstadt, Starkenburg-Gymnasium Heppenheim
  • Dienstag, 25.3.: Berufsschule Darmstadt, Gymnasium Michelstadt
  • Mittwoch, 26.3.: Theodor-Litt-Schule Michelstadt, Ernst-Göbel-Schule Höchst
  • Donnerstag, 27.3.: Schule am Sportpark Erbach, Georg-Ackermann-Schule

 

Öffentliche Abendveranstaltung: Zeitzeugengespräch mit Henriette Kretz

Am Mittwoch, 26. März, um 19.00 Uhr lädt die Geschäftsstelle Weltkirche/Gerechtigkeit und Frieden in Kooperation mit dem Deutschen Polen-Institut Darmstadt, der Geschichtswerkstatt Darmstadt, dem pax christi Rhein-Main Regionalverband Limburg-Mainz und dem DGB Bildungswerk Hessen e.V. zu einem Zeitzeugengespräch mit Henriette Kretz ein. Henriette Kretz wurde am 26. Oktober 1934 in einer jüdischen Familie in Polen geboren. Immer wieder musste sich die Familie vor den heranrückenden Deutschen verstecken. Sie selbst konnte sich nach dem Tod ihrer Eltern in einem Waisenhaus verstecken und überlebte die Zeit des NS-Terrors. Die Veranstaltung ist öffentlich und findet im Justus Liebig-Haus, Große Bachgasse 2, in 64283 Darmstadt statt.

 

Hinweise:

  • Weitere Informationen unter www.bistummainz.de/zeitzeugenbesuche oder beim Maximilian Kolbe-Werk, Freiburg, www.maximilian-kolbe-werk.de
  • Ansprechpersonen: Stephanie Roth, E-Mail: zeitzeugen@stephanie-roth.de, Handynummer 0171-8289973; Dr. Christoph Krauß, Referent, Geschäftsstelle Weltkirche/Gerechtigkeit und Frieden, E-Mail: frieden@bistum-mainz.de, www.bistummainz.de/zeitzeugenbesuche

 

Nachricht voraus am 12.3.25                 hoff (MBN)

 

 

 

Finanzbericht 2023 für das Bistum Mainz veröffentlicht

Inhaltlicher Schwerpunkt liegt auf Entwicklung der 18 katholischen Schulen

 

Mainz. Das Bistum Mainz hat jetzt seinen schriftlichen Finanzbericht für das Jahr 2023 veröffentlicht. Der 58-seitige Bericht ist als pdf-Datei auf der Internetseite des Finanzdezernates verfügbar. „In verantwortungsvoller Auseinandersetzung mit der Erwartung geringer werdender Finanzmittel und Möglichkeiten hat das Bistum Mainz frühzeitig Maßnahmen gestartet, um durch Sparmaßnahmen Handlungsspielräume zu erhalten“, schreiben Generalvikar Dr. Sebastian Lang, die Bevollmächtigte des Generalvikars, Ordinariatsdirektorin Stephanie Rieth, und Diözesanökonom Carsten Erdt in ihrem Geleitwort.

 

Und weiter: „Für die nächsten fünf bis zehn Jahre sind inhaltliche Schwerpunktsetzungen erforderlich, die eingebunden in den Rahmen eines Organisationsentwicklungsprozesses im Bischöflichen Ordinariat die Voraussetzungen schaffen, das Bistum Mainz wirtschaftlich zukunftsfähig aufzustellen. Neben zahlreichen Herausforderungen zeigt der Jahresbericht 2023 auch die anerkennenswerten Erfolge einer verantwortungsvollen Arbeit.“

 

Ein inhaltlicher Schwerpunkt des Finanzberichtes liegt auf der Entwicklung der 18 katholischen Schulen im Bistum Mainz, die seit November 2022 in der Schulgegesellschaft St. Martinus zusammengefasst sind. Dazu geben Bildungsdezernent Gereon Geissler sowie Uwe Brobeil, Geschäftsführer der St. Martinus Schulgesellschaft, im Gespräch Auskunft. Realisiert worden ist der Finanzbericht erneut von der Abteilung Publikationen im Bischöflichen Ordinariat unter Leitung von Dr. Barbara Nichtweiß.

 

Hinweis: bistummainz.de/finanzbericht2023

tob (MBN)