Mainz. Der Baudirektor des Bistum Mainz, Johannes Krämer, vollendet am Montag, 2. März, sein 60. Lebensjahr. Krämer ist seit 2003 Dezernent für Bau und Kunst im Bistum Mainz und seit 2012 auch Diözesankonservator. Der Mainzer Bischof Peter Kohlgraf wird Krämer im Rahmen eines Empfangs würdigen.
Johannes Krämer wurde am 2. März 1966 in Landstuhl geboren. Nach der Ausbildung als Bankkaufmann und dem Abitur am Ketteler-Kolleg in Mainz studierte er Architektur an der Universität Kaiserslautern.
Nach einigen Jahren als angestellter Architekt wechselte er 1998 zum Bistum Trier. Dort leitete er die Abteilung „Baumaßnahmen der Kirchengemeinden“ und war für 165 Pfarreien in den Regionen Koblenz und Rhein-Mosel-Ahr unmittelbar zuständig. Von 1997 bis 2001 übernahm Krämer an der Hochschule Kaiserslautern den Lehrauftrag „Baugeschichte".
Seit 1. September 2003 ist er Dezernent für Bau und Kunst im Bistum Mainz. Seitdem wurden vielfältige Bauprojekte realisiert. Zum Beispiel der Neubau des Bischöflichen Jugendamtes und die neue Mensa des Wiligis-Gymnasiums in Mainz, Kirchenraumgestaltungen wie in Homberg (Ohm), der Mainzer Karmeliterkirche oder der Apostelkirche in Viernheim und nicht zuletzt zwei besondere Vorhaben in Worms: das Haus am Dom und der Altar aus Lehm im Wormser Dom.
Krämer ist als Dezernent auch verantwortlich für das Bischöfliche Dom- und Diözesanmuseum und die Betreuung der Orgel und Glockenbaumaßnahmen. Als Diözesanbaumeister und seit 2012 auch als Diözesankonservator engagiert er sich neben den bautechnischen und gestalterischen Aufgaben insbesondere im Bereich von Liturgie und Denkmalpflege. Dafür steht u.a. sein langjähriger Einsatz im Landesdenkmalrat Hessen und im wissenschaftlichen Beirat der Zeitschrift „Das Münster“, seine Mitwirkung im Sprecherkreis der Diözesanbaumeisterinnen und Diözesanbaumeister und die Leitung der Projektgruppe „Zukunftsaufgabe Denkmal Kirche" beim Deutschen Nationalkomitee für Denkmalschutz.
Die Zukunft der Kirchengebäude ist ein Schwerpunkt seiner Tätigkeit im Bistum Mainz. Hier begleitet das Dezernat Bau und Kunst im Rahmen des Pastoralen Weges derzeit den für alle Beteiligten herausfordernden Prozess der Gebäudeanpassung an eine kleiner werdende Kirche. Dabei gilt es immer wieder, die Chancen der Kirchengebäude für die Kirchenmitglieder, und darüber hinaus auch für die gesamte Gesellschaft wahrzunehmen.
Mit der RPTU Kaiserslautern hat Krämer in diesem Zusammenhang das Konzept der Kirchenbox, eines modularen und reversiblen Raumeinbaus im Kirchenraum, angeregt, der im Jahr 2025 für das Bistum Mainz auf den Weg gebracht wurde. Weitere Themen seiner Arbeit sind die sich ändernden Rahmenbedingungen vor allem für Kirchengebäude sowie die Möglichkeiten erweiterter Nutzungen. Seit vielen Jahren arbeitet Krämer auch zu den räumlichen Rahmenbedingungen für die Feier von Gottesdiensten. Mit dem Raumkonzept der "Orientierten Versammlung" hat er hierzu einen viel beachteten Beitrag geleistet.
Johannes Krämer ist verheiratet mit Sigrid Krämer. Die Eheleute haben zwei erwachsene Töchter.