Das Bistum Mainz hat im Jahr 2025 insgesamt 800.000 Euro eingesetzt, um kirchliche Partnerinnen und Partner weltweit zu unterstützen. Über die Verteilung der Förderung entscheidet ein Vergabe-Ausschuss unter der Leitung von Generalvikar Dr. Sebastian Lang. Damit sich die Vertreterinnen und Vertreter von geförderten Institutionen weltweit und die Mitarbeitenden des Bistums Mainz besser kennenlernen, hat die Geschäftsstelle Weltkirche/Gerechtigkeit und Frieden im März 2026 zum zweiten Mal zu einem digitalen Fördertreffen eingeladen. Die Teilnehmenden stellten ihre Projekte vor und gaben Rückmeldungen über die Verwendung der Mittel. „Unsere Partnerinnen und Partner in Orden und Diözesen weltweit leisten Großartiges unter zum Teil extremen Herausforderungen und wir sind froh, dass wir durch den direkten Austausch mit Christinnen und Christen weltweit auch unseren diözesanen Blick auf Fragen globaler Gerechtigkeit schärfen können“, sagte Generalvikar Dr. Sebastian Lang.
Zuständig für die Vorbereitung des Treffens war Dr. Eva Baillie, Referentin für den Bereich Weltkirche im Bistum Mainz. Baillie: „Die Form des digitalen Austauschs ist eine Möglichkeit, die Partnerinnen und Partner miteinander ins Gespräch zu bringen, sowie Abläufe zu optimieren und Transparenz zu erhöhen.“ Die Teilnehmenden gaben positive Rückmeldung zu dem Treffen: „Vielen Dank für Ihren Einsatz weltweit, vor allem auch für Frieden und Versöhnung, den unsere Welt so dringend braucht“, sagte Teilnehmerin Sr. Regina Tesch OSB an das Bistum Mainz gewandt.
Mit dem Geld unterstützt das Bistum Mainz zum Beispiel Projekte zur medizinischen Grundversorgung in der Demokratischen Republik Kongo, den Bau eines Wasserpumpensystems in Uganda sowie Schulungen von indischen Ordensleuten im Bereich Kinderschutzpolicy. Auch Projekte zur Förderung von Katechese, Pastoralarbeit (zum Beispiel in Osttimor) sowie zur Sicherung von Nahrungsmitteln und Medikamenten (Südsudan und Angola) wurden gefördert.
„Etwa ein Drittel der Fördergelder refinanziert Projekte der katholischen Hilfswerke, gerade auch größere Summen werden ausschließlich über die Hilfswerke vergeben“, erklärte Baillie. „Als Bistum halten wir allerdings weiter an direkter Förderung fest, da wir hier direkt und zeitnah Projekte im sozial-pastoralen Bereich unterstützen können.“ Der Vergabeausschuss legt für jedes Jahr nach Rückmeldung der Partnerorganisationen ein Thema fest, um eine Priorisierung zu ermöglichen. Im Jahr 2024 stand das Thema psychische Gesundheit im Fokus, 2025 war es Folgen von (Binnen)migration und 2026 wird es Empowerment, also Befähigung und Bestärkung, sein.
Eva Baillie organisiert auch die Treffen des Vergabe-Ausschuss Weltkirche des Bistums Mainz. Das Gremium tagt vier Mal im Jahr, Mitglieder sind Haupt- und Ehrenamtliche des Bistums, die sich in ihren jeweiligen Arbeitsfeldern mit Fragen von kirchlicher Entwicklungszusammenarbeit beschäftigen. Auch zwischen den Terminen besteht die Möglichkeit zur Not- und Katastrophenhilfe im Bereich Nahrungsmittel- und Medikamentensicherheit oder auch Rettungs- und Bergungsarbeiten. „Hier ist unser Ansprechpartner Caritas International, die direkt mit Partnerorganisationen vor Ort in Kontakt stehen und gezielt und schnell helfen können“, erklärte Baillie. Auch mit zivilgesellschaftlichen und politischen Partnerorganisationen stehe man in Kontakt, um sich auch über Veränderungen und Herausforderungen der Entwicklungszusammenarbeit auszutauschen. „Wir sind auch verstärkt mit anderen deutschen und deutschsprachigen Diözesen in Kontakt, um uns über Themen wie Missbrauchs- und Korruptionsprävention, Transparenz und Co-Förderung auszutauschen.“ Baillie lädt ein: „Wenn es Interesse an einer Mitarbeit gibt, kann man sich gerne bei uns melden unter weltkirche@bistum-mainz.de“.
Hinweis: Weitere Informationen unter bistummainz.de/weltkirche