Blasius-Segen „to go“ in Mainz-St. Quintin

Domkapitular Weinert bot den persönlichen Segen zum siebten Mal an

Mainz, 3. Februar 2026: Den
Datum:
Di. 3. Feb. 2026
Von:
tob (MBN)

Mainz. Das Angebot des Blasius-Segens „to go“ zur Mittagszeit in Mainz-St. Quintin ist auch in diesem Jahr wieder auf große Resonanz gestoßen. Am Dienstag, 3. Februar, dem Festtag des heiligen Blasius, spendete der Mainzer Domkapitular, Professor Dr. Franz-Rudolf Weinert, gemeinsam mit Pfarrer Johannes Zepezauer von 12.00 Uhr bis 13.00 Uhr den Blasius-Segen in St-Quintin. Blasius ist der zweite Kirchenpatron von St. Quintin. Der Blasius-Segen „to go“ fand bereits zum siebten Mal in St. Quintin statt.

Mainz, 3. Februar 2026: Domkapitular Franz-Rudolf Weinert spendete den Blasius-Segen to go In St. Quintin. (c) Bistum Mainz / Blum

Domkapitular Weinert erinnerte in seiner Ansprache daran, dass der heilige Blasius zur Bewahrung vor Halskrankheiten angerufen wird, sondern ab dem Mittelalter Patron der Tiere war. Die mittelalterliche Legendensammlung „Legenda Aurea“ berichte von seiner Tierliebe. So habe sich Blasius während der Christenverfolgung in einer Höhle im Wald zurückgezogen und sich mit den Tieren des Waldes angefreundet. Bei einer Jagd hätten sich die Tiere dann vor den Jägern in die Höhle von Blasius geflüchtet.

Stichwort: Blasius-Segen (3.2.)

Mainz, 3. februar 2026: Pfarrer Johannes Zepezauer spendet den Blasius-Segen to go in St. Quintin. (c) Bistum Mainz / Blum

Am 3. Februar feiert die katholische Kirche das Fest des heiligen Blasius, an dessen Gedenktag seit dem 16. Jahrhundert der so genannte Blasius-Segen als Segen vor allem gegen Halskrankheiten erteilt wird. Der Priester spendet dabei jedem Gläubigen persönlich mit zwei vor dem Gesicht gekreuzten, brennenden Kerzen den Segen mit folgenden Worten: „Auf die Fürsprache des heiligen Bischofs und Märtyrers Blasius bewahre Dich der Herr vor Halskrankheiten und allem Bösen. Er schenke Dir Gesundheit und Heil. Es segne Dich Gott, der Vater und der Sohn und der Heilige Geist.“

Der Segen geht zurück auf zwei Legenden aus dem Leben des Heiligen. Zum einen soll Blasius im Gefängnis durch seinen Segen einem Jungen geholfen haben, der an einer Fischgräte zu ersticken drohte. Zum anderen ist überliefert, dass eine arme Frau Blasius um Hilfe gebeten habe, weil ein Wolf ihr ein Schwein geraubt habe. Daraufhin habe der Wolf das Schwein zurückgebracht. Nachdem sie das Schwein geschlachtet hatte, brachte sie Blasius Kopf und Füße zusammen mit einer Kerze ins Gefängnis. Blasius trug der Frau auf, jedes Jahr in einer Kirche, die seinem Namen geweiht sei, eine Kerze zu opfern, um seinen Segen zu erhalten.

Im Orient ist die Verehrung von Blasius als Schutzheiliger bei Halskrankheiten schon seit dem sechsten Jahrhundert belegt. Blasius lebte als Arzt in Sebaste in Kleinasien, wo er schließlich Bischof wurde. Wahrscheinlich ist er 316 in Sebaste als Märtyrer gestorben – man nimmt an, dass er enthauptet wurde. Blasius wird als einer der 14 Nothelfer verehrt. Unter anderem ist er Patron der Ärzte, Hutmacher und Weber.

Segnungen sind Zeichenhandlungen. Sie sollen das Leben von Menschen aus dem Glauben heraus deuten und gestalten. Mit dem Blasius-Segen soll deutlich werden, dass die Erlösung, die dem Menschen von Gott zugesagt ist, Leib und Seele meint. Beim Blasius-Segen erbittet der Gläubige die Nähe Gottes auf die Fürsprache eines Heiligen hin.