Bund Deutscher Karneval (BDK) wird Mitglied im Deutschen Kulturrat

Schwerpunkt „Karneval - Fasching - Fastnacht“ in aktueller „Politik & Kultur“-Ausgabe

Mainz, 6. Februar 2020: Vorstellung der
Do 6. Feb 2020
tob (MBN)

Mainz. Der Bund Deutscher Karneval (BDK) wird noch in diesem Jahr Mitglied des Deutschen Kulturrates. Das haben der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, Olaf Zimmermann, und Peter Krawietz, ehemaliger Mainzer Kulturdezernent und Vizepräsident vom BDK, am Donnerstag, 6. Februar, vor Journalisten im Mainzer Haus am Dom bekannt gegeben.

„Karneval, Fasching und Fastnacht sind ein Kulturgut vom Feinsten und wir wollen dieses Kulturgut in der Gesellschaft noch sichtbarer machen“, sagte Zimmermann. Er äußerte sich gemeinsam mit Krawietz im Rahmen der Vorstellung der gerade erschienenen Februar-Ausgabe der Zeitung des Deutschen Kulturrates, „Politik & Kultur“, die sich dem Schwerpunktthema „Karneval - Fasching - Fastnacht“ widmet. Bei der Kooperationsveranstaltung mit der Bistumsakademie Erbacher Hof ist die Neuerscheinung vorgestellt worden.

In der Sonderausgabe schreibt Zimmermann: „Dem Deutschen Kulturrat, mit seinen acht Sektionen und ihren 258 bundesweit tätigen Mitgliedsverbänden, ist es wichtig, den Kulturbereich in Deutschland in seiner ganzen Breite zu repräsentieren. Deshalb ist es überfällig, dass auch die bundesweit tätigen Karnevalsverbände Mitglied des Deutschen Kulturrates werden. Karneval ist Kultur und deshalb gehört er auch in den Deutschen Kulturrat.“ Peter Krawietz machte deutlich, „dass die Fastnacht immer ein Spiegelbild der politischen und gesellschaftlichen Verhältnisse“ gewesen sei. Dem BDK sei es ein Anliegen, besonders diese historischen Wurzeln in Erinnerung zu rufen.

Michael Bonewitz, Aktiver des 1838 gegründeten Mainzer Carneval-Vereins (MCV), erläuterte die gestiegenen Anforderungen an die Veranstaltung der Straßenfastnacht. Der MCV ist seit seiner Gründung für die Veranstaltung der Straßenfastnacht in Mainz verantwortlich. Mittlerweile gebe es für die Mainzer Straßenfastnacht mit ihren rund 550.000 Besuchern ein über 1.000-seitiges Sicherheitskonzept. Dr. Felicitas Janson, Studienleiterin der Bistumsakademie Erbacher Hof, berichtete von ihren Erfahrungen mit der Vermittlung des Kulturgutes Fastnacht im Rahmen der Akademiereihe „Gesprächsabend zur fünften Jahreszeit“. Grußworte sprachen die Kulturdezernentin der Stadt Mainz, Marianne Grosse, und der Direktor der Bistumsakademie Erbacher Hof, Professor Dr. Peter Reifenberg.

Themen der Ausgabe

In der Ausgabe werden nicht nur die verschiedenen Fastnachtsregionen und Ausprägungen in Köln, Mainz oder in der schwäbisch-alemannischen Fasnet thematisiert, sondern auch deren Geschichte, Hintergründe und Entwicklungen. Einer der Artikel stellt die Fastnachtsmuseen in Kitzingen, Düsseldorf, Köln und Mainz vor. Ein besonderer Blick gilt der Herkunft von Kostümen, Trends, den bedenklichen Entwicklungen wie rassistischen Kostümen. Auch die Bedeutung und Entwicklung der Musik im Karneval wird thematisiert. Weitere Beiträge erläutern das Brauchtum der „Fünften Jahreszeit“ in seiner Vielfalt und aktuelle Veränderungen. Die Zeitung „Politik & Kultur“ erscheint zehnmal jährlich und informiert zu kulturpolitischen Fragestellungen. Die Zeitung wird herausgegeben von Olaf Zimmermann, und Theo Geißler.

Hinweis: www.kulturrat.de