Mainz. Im Rahmen einer Feierstunde am Freitag, 28. Februar, im Foyer des Mainzer Priesterseminars/Haus der Geistlichen Berufe, wurde der bisherige Leiter des Personaldezernats im Bischöflichen Ordinariat Mainz, Domkapitular Hans-Jürgen Eberhardt, aus dieser Position verabschiedet. Er wird sich künftig auf seine Aufgaben im Mainzer Domkapitel und als Referent für die Priester im Ruhestand konzentrieren. Zum 1. März wird Dr. Wolfgang Fritzen die Leitung des Personaldezernats übernehmen. Zeitgleich wird Hildegard Kewes die Leitung der Koordinationsstelle Pastoraler Weg übernehmen. Der Mainzer Generalvikar Dr. Sebastian Lang würdigte Domkapitular Eberhardt: „Ich danke dir für deine Arbeit in den vergangenen 25 Jahren, und für die sehr gute Zusammenarbeit. Ich danke dir für deine Ratschläge, Sichtweisen, und deine offene Art und Weise, wie wir miteinander sprechen können.“
Generalvikar Lang dankte auch Wolfgang Fritzen. Lang sagte: „Ich danke ihm dafür, dass er diese herausfordernde Aufgabe übernimmt.“ Mit seinem „klaren Blick und viel Energie bringt er die Prozesse voran. Ich bin dankbar für den stets konstruktiven Austausch und die Beziehungsverantwortung, die er bereit ist zu übernehmen“, sagte der Generalvikar weiter.
Hildegard Kewes wurde 1979 in Trier geboren. Sie studierte Jura an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und der Jagiellonen-Universität in Krakau und absolvierte ihr Referendariat im Landgerichtsbezirk Frankenthal mit einer dreimonatigen Auslandsstation in Alberta/Kanada. Danach war sie ein Jahr lang als Rechtsanwältin insbesondere im Bereich Patientenverfügungen und Vorsorgevollmachten tätig. Seit 2008 ist sie im Bistum Mainz tätig, und leitete dort bis 2014 die Abteilung Kirchengemeinden im Finanzdezernat. Nach den Geburten ihrer beiden Kinder ab 2014 wurde daraus die Abteilung Kindertagesstätten ausgegliedert, die Kewes bis zu ihrem Wechsel in die Koordinationsstelle Pastoraler Weg im Jahr 2022 leitete.
Seit 2022 begleitet Kewes als Projektleitung Pfarreigründungen in der Koordinationsstelle für den Pastoralen Weg insbesondere die Pastoralräume in den eineinhalb Jahren vor ihrer Pfarreigründung bei unterschiedlichen Fragestellungen. Zum Jahresbeginn 2024 wurden fünf neue Pfarreien gegründet, zum 1. Januar 2025 neun weitere Pfarreien. Derzeit arbeiten elf Pastoralräume auf die Pfarreigründung im Jahr 2026 hin, in 2027 und 2028 sollen weitere 21 Pfarreigründungen erfolgen. Zum 1. März 2025 übernimmt sie die Leitung der Koordinationsstelle für den Pastoralen Weg.
In den Stationen in der Bistumsverwaltung gestaltete Kewes verschiedene Veränderungsprozesse mit, beispielsweise den Wechsel zahlreicher Kirchenrechnungen in die damals im Aufbau befindlichen zehn Rendanturen im Bistum sowie die Schaffung von hauptamtlichen Geschäftsträgereinheiten für die kirchlichen Kindertageseinrichtungen in Trägerschaften der Kirchengemeinden ab April 2016. Im Rahmen der Vorbereitung des Kita-Zweckverbandes „Unikathe“ strukturierte sie die Übergangsprozesse der Mitarbeitenden und Betriebsträgerschaften der Einrichtungen zu Unikathe mit.
Wolfgang Fritzen (geboren 1973 in Mainz) war nach Theologiestudium und Sendung als Pastoralreferent von 1999 bis 2004 als Seelsorger und Religionslehrer am Rudi Stephan-Gymnasium in Worms. Von 2004 bis 2011 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Pastoraltheologie von Professor M. Sievernich SJ an der Mainzer Universität. Im Jahr 2007 promovierte er mit der Arbeit „Von Gott verlassen? Das Markusevangelium als Kommunikationsangebot für bedrängte Christen“. Seit 2009 hat Fritzen verschiedene Lehraufträge an der Universität Mainz, an der Katholischen Hochschule Mainz und an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Sankt Georgen wahrgenommen. Im Jahr 2011 wurde er Leiter der Abteilung Fortbildung und Beratung im Personaldezernat des Bischöflichen Ordinariates Mainz.
Die Aufgabe als Leiter der Koordinationsstelle für den Pastoralen Weg im Bischöflichen Ordinariat Mainz hat er 2018 übernommen. Zum 1. Mai 2022 wurde Fritzen zusätzlich zum Bischöflichen Beauftragten für die leitenden Pfarrer und gleichzeitig zum Mitglied der Leitungskonferenz im Bistum Mainz ernannt. Fritzen ist außerdem seit 2013 systemischer Organisationsberater im kirchlichen Bereich. Seine Habilitation erfolgte 2019 mit der Arbeit „Von Sinn und Kunst des Lebens. Spätmoderne und Bibel im Dialog“. 2024 hat er eine Weiterbildung als Personalcoach absolviert. Fritzen ist verheiratet und hat mit seiner Frau zwei Kinder.
Hans-Jürgen Eberhardt wurde am 15. August 1958 in Worms geboren. Nach dem Abitur leistete er seinen Wehrdienst bei der Bundeswehr und studierte anschließend in Mainz Theologie und Mathematik. Vier Jahre lang war er in Mainz als staatlicher Lehrer an berufsbildenden Schulen mit den Fächern Mathematik und Religion tätig. Er wurde am 9. Juli 1988 im Mainzer Dom durch Bischof Karl Lehmann zum Priester geweiht. Zunächst wirkte er als Kaplan in Reinheim und Groß-Bieberau. 1990 wurde er Hochschulpfarrer der Hochschulgemeinde Darmstadt, zu der Studierende der Technischen Universität, der zwei Fachhochschulen und des Studienkollegs gehörten. 1996 verwaltete er zusätzlich für ein halbes Jahr als Pfarradministrator die Pfarrei Darmstadt-St. Ludwig. 1996 erfolgte ebenso in der Nachfolge von Pfarrer Dr. Werner Guballa seine Berufung zum Vorsitzenden des Caritasverbandes Darmstadt.
Am 1. September 1999 wurde Eberhardt zum Dezernenten für Caritas und Soziale Arbeit im Bischöflichen Ordinariat und Vorsitzenden des Caritasverbandes für die Diözese Mainz ernannt. Im Oktober 1999 erfolgte die Ernennung zum Ehrendomkapitular; Anfang 2001 wurde er Domkapitular. Im Rahmen der Neustrukturierung des Caritasverbandes wurde er 2004 Diözesancaritasdirektor. Ab Januar 2006 war Eberhardt Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Caritasverbände in Rheinland-Pfalz. Anfang 2007 und 2017 hat er turnusmäßig für zwei Jahre den Vorsitz der Liga der Freien Wohlfahrtspflege in Rheinland-Pfalz übernommen. Zum 1. September 2018 übernahm Eberhardt die Leitung des Personaldezernates im Bischöflichen Ordinariat. Papst Johannes Paul II. würdigte ihn mit dem Ehrentitel „Kaplan seiner Heiligkeit“ (Monsignore) im Jahr 1999. Im Jahr 2008 zeichnete ihn Papst Benedikt XVI. mit dem Titel „Ehrenprälat Seiner Heiligkeit“ (Prälat) aus.