„Entscheidung zu einem Leben mit Gott muss ich jeden Tag neu treffen“

Zulassungsfeier zur Taufe mit Bischof Kohlgraf in der Ostkrypta des Mainzer Doms

Bischof Kohlgraf legte den Taufbewerberinnen und Taufbewerbern die Hände auf und segnete sie (c) Bistum Mainz/Hoffmann
Datum:
Sa. 21. Feb. 2026
Von:
hoff (MBN)

Zehn Taufbewerberinnen und Taufbewerber aus dem Bistum Mainz sind am Samstagnachmittag, 21. Februar, bei einem Wortgottesdienst in der Ostkrypta des Mainzer Doms von Bischof Peter Kohlgraf zur Taufe zugelassen worden. Sie bereiten sich auf die Taufe, die Erstkommunion und die Firmung vor. Bischof Kohlgraf legte jedem einzelnen Taufbewerber als Zeichen des Segens und der Zuwendung die Hände auf. Die Frauen und Männer stammen aus Gemeinden des Bistums Mainz und wurden von ihren Pfarrern und Seelsorgern sowie Paten, Familien und Freunden begleitet. Der Gottesdienst im Mainzer Dom als zentrale Zulassungsfeier für die Katechumenen aus dem gesamten Bistum fand erstmals im Jahr 2000 statt.

Die Taufbewerberinnen und Taufbewerber legten ein persönliches Glaubenszeugnis ab (c) Bistum Mainz/Hoffmann

In seiner Predigt sprach Bischof Kohlgraf zunächst über seinen eigenen Glaubensweg. Er werde immer wieder von Firmlingen nach seinem Glaubensweg gefragt, und dann seien die Jugendlichen manchmal ein wenig enttäuscht, weil er von klein auf im Glauben aufgewachsen sei. Fünf Wochen nach seiner Geburt wurde er „ganz selbstverständlich“ getauft. Das sei also nicht seine eigene Entscheidung gewesen, sagte Kohlgraf. Und trotzdem sei es ein wichtiger Schritt auf seinem Weg zu einer Beziehung mit Gott gewesen. „Bei Ihnen hingegen ist der Weg zur Taufe eine bewusst getroffene Entscheidung als Erwachsene“, sagte Kohlgraf. Eines verbinde jedoch Täuflinge jeden Alters: „Die Entscheidung zu einem Leben mit Gott muss ich jeden Tag neu treffen. Ich bin mir sicher, es wird Ihnen auch so gehen.“ 

 

„Sie treffen die richtige Entscheidung“

Gespräch mit Bischof Kohlgraf bei Kaffee und Kuchen nach dem Gottesdienst (c) Bistum Mainz/Hoffmann

Kohlgraf wünschte den Anwesenden, dass sie ähnlich wie er selbst einmal nach Jahren und Jahrzehnten an den Ort ihrer Taufe zurückkehren, und feststellen könnten, dass sich ein roter Faden des Glaubens durch ihr Leben gezogen hat, „und im Nachhinein erkenne ich: Gott hat mich geführt“, sagte Kohlgraf. Er ermutigte die Taufbewerberinnen und Taufbewerber mit den Worten: „Sie treffen die richtige Entscheidung. Mir würde das Wesentlichste in meinem Leben fehlen, wenn ich Gott nicht hätte. Diese Erfahrung wünsche ich auch Ihnen.“

 

Alle Taufbewerberinnen und Taufbewerber hatten bei dem Gottesdienst sehr persönlich über ihre Motivation zur Taufe berichtet. Die musikalische Gestaltung des Wortgottesdienstes hat der Mainzer Domorganist, Professor Daniel Beckmann, übernommen. Nach der Feier haben sich die Teilnehmenden noch mit Bischof Kohlgraf zum Austausch bei Kaffee und Kuchen im Erbacher Hof getroffen.

 

Katechumenat

Die Bewerberinnen und Bewerber befinden sich derzeit im so genannten Katechumenat, der Vorbereitungszeit für Jugendliche und Erwachsene, die Christen werden wollen. Höhepunkt des Katechumenats ist die Spendung der Sakramente Taufe, Firmung und Eucharistie. Die Feier dieser so genannten Einführungssakramente wird in den jeweiligen Heimatgemeinden in der Regel in der Osternacht begangen. Mit dem Sakrament der Taufe wird der Mensch in die Kirche aufgenommen. Die Taufe erfolgt durch die Worte: „Ich taufe Dich im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.“ Dabei wird dem Täufling Wasser über den Kopf gegossen. In verschiedenen Riten wird die Taufe anschließend gedeutet, unter anderem durch die Salbung mit Chrisam-Öl. Dabei wird deutlich, dass der Getaufte durch die Taufe zu Christus gehört.

 

Hinweis: Informationen zum Katechumenat geben alle Seelsorgerinnen und Seelsorger in den Pfarreien sowie Aaron Torner vom Referat Katechese - Evangelisierung, Glaubenskommunikation und Verkündigung im Bischöflichen Ordinariat: Telefon: 06131/253-241 oder E-Mail: aaron.torner@bistum-mainz.de