Kirche im Wandel und im Einsatz für Demokratie

Frühjahrsvollversammlung des Rats der Katholikinnen und Katholiken

In Kleingruppen berieten die Mitglieder des Rats der Katholikinnen und Katholiken im Bistum Mainz (c) Bistum Mainz/Hoffmann
Datum:
Mo. 16. März 2026
Von:
hoff (MBN)

Der Rat der Katholikinnen und Katholiken im Bistum Mainz hat sich am Freitag, 13., und Samstag, 14. März, im Erbacher Hof in Mainz zu seiner Frühjahrsvollversammlung getroffen. Am Freitagabend stand der Paradigmenwechsel in der Aufstellung des Wirtschaftsplanes für das Bistum Mainz auf der Tagesordnung, den die Bevollmächtigte des Generalvikars, Ordinariatsdirektorin Stephanie Rieth, vorstellte. Am Samstag zog Pastoralreferent Bernd Lülsdorf unter dem Titel „Und sie bewegt sich doch - Kirche in Sakralraum-Transformationsprozessen“ ein Resümee der Ausstellung „Kirche im Wandel“, die im Herbst 2025 an drei Orten des Bistums zu sehen war. Ein weiteres Thema war ein Zwischen-Fazit zur Social-Media-Aktion „Aufstehen für...“, mit der sich Kirchenmitglieder für Demokratie einsetzen. Außerdem wählte der Rat Christian Trieb zum Vertreter des Rats in den Diözesan-Pastoralrat und Nicole Pawletzki zur Vertreterin in den Diözesan-Kirchensteuerrat.

Fazit zur Ausstellung „Kirche im Wandel“

Podium beim Rat der Katholikinnen und Katholiken im Bistum Mainz (c) Bistum Mainz/Hoffmann

Bernd Lülsdorf stellte das Projekt „Kirche im Wandel“ zum Thema Sakralraumtransformation vor. Die Ausgangslage ist, dass die Zahl der Katholikinnen und Katholiken in den kommenden Jahren weiter sinken wird, und dementsprechend nicht alle Gebäude und Kirchen in gleicher Form weiter genutzt werden können. Das Thema werde nicht nur in Deutschland, sondern in allen europäischen Nachbarländern bearbeitet, sagte Lülsdorf. In den deutschen Bistümern sei der Umgang mit dieser Herausforderung unterschiedlich weit entwickelt.

 

Im Rahmen des Projektes hat in Friedberg, Seeheim und Alzey jeweils eine Podiumsdiskussion stattgefunden, an der auch Generalvikar Dr. Sebastian Lang teilgenommen hat. Die Veranstaltungen waren ökumenisch ausgerichtet. Das Ausstellungsprojekt hatte das Ziel, Impulse zu setzen, auch in Regionen hinein, die sich bislang vielleicht noch nicht ausführlich damit beschäftigt haben. Lülsdorf benannte als weitere Ziele die Sprachfähigkeit zu fördern, sowie eine ökumenische Zusammenarbeit und Handlungsfähigkeit herzustellen. Zur Ausstellung und zu den Podiumsdiskussionen gab es Workshops, Exponate und Vorträge. Als Fazit benannte Lülsdorf: „Kirche und Gesellschaft tragen gemeinsame Verantwortung für den Erhalt und die sinnvolle weitere Nutzung der Kirchengebäude.“ Im Anschluss an den Überblick, den Lülsdorf vermittelte, tauschten sich die Teilnehmenden in Kleingruppen darüber aus, welche Erfahrungen sie bereits mit dem Thema gemacht haben.

Ein neu eingerichtetes Referat im Diözesan-Bauamt kümmert sich künftig um die Begleitung des Prozesses in den Gemeinden. Zuständig sind Bernd Bumann und Oliver Harth als Ansprechpersonen. „Wir müssen weg von der Klage und hin zur aktiven Gestaltung der Kirche der Entscheidung“, betonte Lülsdorf in Bezug auf Bischof Peter Kohlgraf.

 

Fazit zur Social-Media-Aktion „Aufstehen für...“

In Kleingruppen berieten die Mitglieder des Rats der Katholikinnen und Katholiken im Bistum Mainz (c) Bistum Mainz/Hoffmann

Der Arbeitskreis zur Social-Media-Aktion „Aufstehen für…“ gab einen Rückblick auf die Aktion. „Uns ist es gelungen, mit Ihrer Hilfe drei Videos pro Woche ins Netz zu stellen“, lobte ein Arbeitskreis-Mitglied. Der Arbeitskreis bedankte sich besonders bei Annika Stete, Regional-Jugendreferentin der KJB Main-Linie, bei Social-Media-Redakteur Matthias Makowski und dem Medien-Koordinator Alexander Matschak für die Unterstützung. Die Social-Media-Aktion läuft noch bis zur Landtagswahl in Rheinland-Pfalz am Sonntag, 22. März. Danach soll es eine Auswertung geben. Außerdem werden erste Überlegungen angestellt, wie das Thema auch über die Wahltermine hinaus weitergeführt werden kann. „Ich danke allen, die diese Aktion mitgetragen und mitgestaltet haben“, sagte Seelsorge-Dezernent Ordinariatsdirektor Michael Wagner-Erlekam. „Es ist eine wichtige Stimme in die Gesellschaft hinein von Christinnen und Christen unserer Kirchen. Dankeschön an alle.“

 

Hinweis: Weitere Informationen zu „Kirche im Wandel“ unter  https://bistummainz.de/kunst-gebaeude-geschichte/kirche-im-wandel/startseite/