KirchenBOX bei Ausstellung „Forum Bois Construction“ in Paris zu sehen

Prototyp des Raumkonzeptes von Bistum und RPTU für zu groß gewordene Kirchen vorgestellt

Paris, 26. Februar 2026: Vorstellung der KirchenBOX in Paris (v.l.n.r.): Roman Prokscha, Pascal Richter, Svenja Brehm und Prof. Dirk Bayer (alle drei von der RPTU) sowie Baudirektor Johannes Krämer. (c) Bistum Mainz
Datum:
Fr. 27. Feb. 2026
Von:
tob (MBN)

Paris. Beim 15. Internationalen Holzbauforum „Forum Bois Construction“ (FBC) vom 25. bis 27. Februar ist der Prototyp der KirchenBOX vorgestellt worden. Dieses Projekt ist eine Kooperation zwischen der rheinland-pfälzischen Technischen Hochschule (RPTU) Kaiserslautern und dem Bistum Mainz. Die KirchenBOX steht für ein modulares Raum in Raum-System, das Raumkapazitäten vor allem in Kirchenräumen erschließt. Die reversiblen Einbauten erlauben einen sensiblen Eingriff in zu groß gewordenen Kirchenräume. Die Ausstellung mit dem Schwerpunkt „Biobasiertes Bauen für die Zukunft“ findet im Grand Palais in Paris statt.

Der Aufbau und die Präsentation der KirchenBOX im Grand Palais in Paris wurde zusammen mit anderen Projekten der rheinland-pfälzischen Hochschulen von der RPTU organisiert. Baudezernent Johannes Krämer und der stellvertretende Dezernent Roman Prokscha vertreten das Bistum Mainz bei dieser Ausstellung. „Wir freuen uns über das internationale Interesse an der KirchenBOX und sind für das gute Feedback dazu dankbar“, betont Baudirektor Johannes Krämer: „Im Bistum überlegen wir aktuell mit den ersten Gemeinden, wie mit der KirchenBOX Veränderungen im Rahmen des Gebäudeanpassungsprozesses sinnvoll gestaltet werden können. Im Laufe dieses Jahres wird die KirchenBOX weiterentwickelt und vermutlich im nächsten Jahr in einigen Gemeinden des Bistums Mainz zum Einsatz kommen. Mit den positiven Rückmeldungen aus Paris werben wir gerne dafür, die Chancen dieses Raumkonzeptes zu nutzen.“

Die KirchenBOX-Einbauten, die in verschiedenen Größen möglich sind, bieten Raum für Gremien- und Gruppenarbeit. Die Rahmen-, Wand- und Bodenelemente - aus dem nachhaltigen Baustoff Holz – lassen sich um- und zurückbauen. Außerdem sind sie erweiterbar und können somit bei Bedarf versetzt werden. Das System ist eine auch kostengünstige Alternative zu aufwendigen und dauerhaften Umbauten. Durch transparente Wandelemente bleibt der Kirchenraum auch in der KirchenBOX präsent. Dank integrierter Heizung muss nicht der gesamte Kirchenraum beheizt werden. Vor der Ausstellung in Paris stand der Prototyp in der ehemaligen Kapuzinerkirche in Mainz. Dort wird er auch nach der Ausstellung wieder aufgebaut, um interessierten Gemeinden aus dem Bistum Mainz einen Eindruck von den Möglichkeiten des Raumkonzeptes zu geben.