Lang: „Der Geist ist es, der das Gelingen vollbringen kann“

Generalvikar feiert Gottesdienst zur Gründung der Pfarrei Heilig Geist Otzberger Land

Groß-Zimmern, 18. Januar 2026: Generalvikar Dr. Sebastian Lang bei seiner Predigt im Gründungsgottesdienst  für die Pfarrei Heilig Geist Otzberger Land. (c) Bistum Mainz / Blum
Datum:
So. 18. Jan. 2026
Von:
tob (MBN)

Groß-Zimmern. „Eine neue Pfarrei ist erstmal eine rechtliche Frage. Es ist nicht egal, welche Strukturen wir uns geben. Aber diese Strukturen sind kein Selbstzweck. Sie müssen immer auch von sich selbst weg auf Christus verweisen.“ Das sagte der Mainzer Generalvikar, Dr. Sebastian Lang, am Sonntag, 18. Januar, beim Gründungsgottesdienst der Pfarrei Heilig Geist Otzberger Land in der Kirche St. Bartholomäus in Groß-Zimmern.

Groß-Zimmern, 18. Januar 2026: Generalvikar Dr. Sebastian Lang überreichte zusammen mit Pfarrer Frank Blumers (rechts) die Bischöflichen Ernennungsdekrete an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Pfarrei. (c) Bistum Mainz / Blum

Weiter sagte der Generalvikar: „Es ist gut, dass so viele auf dem Weg zur neuen Pfarrei mitgedacht und mitgemacht haben. Am Ende können wir uns abmühen und natürlich braucht es unser Engagement. Aber sicher sein, dass es gelingt, das können wir nicht.“ Als neue Pfarrei, die sich den Heiligen Geist ins Stammbuch geschrieben habe, „dürfen Sie darauf vertrauen, dass Gott, das menschliche Bemühen vollenden kann“, betonte Lang. „Es kommt einer, der tauft mit dem Heiligen Geist, denn dieser Geist ist es, der das Gelingen vollbringen kann.“

Groß-Zimmern, 18. Januar 2026: Als Symbol des Heiligen Geistes, der Patron der neuen Pfarrei, hatten die Gläubigen zahlreiche Papier-Tauben gebastelt, die als Heilig Geist-Installation von der Decke von St. Bartholomäus hingen. (c) Bistum Mainz / Blum

Als Symbol des Heiligen Geistes, der Patron der neuen Pfarrei, hatten die Gläubigen zahlreiche Papier-Tauben gebastelt, die als Heilig Geist-Installation von der Decke der Kirche hingen. Am Ende des Gottesdienstes überreichte Generalvikar Lang die Bischöflichen Ernennungsdekrete an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Pfarrei. In der neuen Pfarrei sind acht bisherige Pfarreien vereint aus Groß-Bieberau, Fischbachtal, Groß-Umstadt, Groß-Zimmern, Otzberg und Reinheim sowie die portugiesische gemeinde Groß-Umstadt. Leitender Pfarrer der neuen Pfarrei ist Frank Blumers; Verwaltungsleiterin ist Andrea Tjarks.

Groß-Zimmern, 18. Januar 2026: Päpstliche Auszeichnung für Dr. Manfred Göbel (v.l.n.r.) Christa und Manfred Göbel, Generalvikar Sebastian Lang und Pfarrer Frank Blumers. (c) Bistum Mainz / Blum

An der musikalischen Gestaltung des Gottesdienstes hatten sich verschiedene Musikgruppen und -chöre aus der neuen Pfarrei beteiligt. Der Gottesdienst war auf Youtube im Internet übertragen worden. Am Ende des Gottesdienstes war Gelegenheit, für verschiedene Grußworte. Es sprachen: Staatsminister Manfred Pentz, Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten, Internationales und Entbürokratisierung und Bevollmächtigter des Landes Hessen beim Bund; Sozial- und Jugenddezernentin Christel Sprößler vom Landkreis Darmstadt-Dieburg und Pfarrer Michael Fornhoff für das Evangelische Dekanates Vorderer Odenwald.

Im Anschluss an den Gottesdienst segnete Generalvikar Lang das neue zentrale Pfarrbüro der  Pfarrei. Zur Pfarreigründung ist der Bildband „Gemeinsam auf dem Weg – Kirchen in der Pfarrei Heilig Geist Otzberger Land“ erschienen. Autor Dr. Manfred Göbel und Fotograf Michael Hübner stellen darin die 14 Kirchen der Pfarrei vor. Das Buch ist zum Preis von 18 Euro im Buchhandel erhältlich.

Päpstliche Auszeichnung für Dr. Manfred Göbel

Groß-Zimmern, 18. Januar 2026: Gruppenbild nach dem Gründungsgottesdienst der Pfarrei Heilig Geist Otzberger Land. (c) Bistum Mainz / Blum

Am Ende des Gottesdienstes wurde außerdem Dr. Manfred Göbel mit dem Päpstlichen Verdienstkreuz „Pro Ecclesia et Pontifice“ („Für Kirche und Papst“) ausgezeichnet. Generalvikar Lang überreichte ihm die Päpstliche Auszeichnung für sein vielfältiges, jahrzehntelanges Engagement in der Kirche, zuletzt seit 2022 als Koordinator des Pastoralraums Otzberger Land, das er ehrenamtlich übernommen hatte, wie Lang hervorhob. Göbel hatte ab 1980 im Dienst des Bistums Mainz gearbeitet, zunächst als BDKJ-Diözesanvorsitzender und später als pädagogischer Mitarbeiter des Jugendwerks Brebbia e.V., Lehrer und Studienleiter an der Edith Stein-Schule in Darmstadt. Nach einer Station als Referent im Dezernat Schulen und Hochschulen des Bischöflichen Ordinariates war er von 2005 bis 2019 Leiter der Edith Stein-Schule. Seit 2019 ist er Vorsitzender des Pfarrgemeinderates von Groß-Zimmern, außerdem war er von 2019 bis 2025 Vorsitzender des Jugendwerks Brebbia e.V.

Bereits 24 der 46 neuen Pfarreien im Bistum Mainz gegründet

Groß-Zimmern, 18. Januar 2026: Segnung des neuen zentralen Pfarrbüros der neuen Pfarrei durch Generalvikar Dr. Sebastian Lang. (c) Bistum Mainz / Blum

Zum 1. Januar 2026 waren im Bistum Mainz im Rahmen des Pastoralen Weges insgesamt elf weitere Pfarreien aus bisherigen Pastoralräumen gegründet worden. Nach fünf Gründungen im Jahr 2024 und neun Gründungen im Jahr 2025 sind im Bistum Mainz aus den 46 Pastoralräumen mittlerweile somit 24 neue Pfarreien gegründet worden. Bis zum Jahr 2030 entstehen aus den 46 Pastoralräumen im Bistum Mainz 46 neue Pfarreien. Die Gründungen sind Teil des Reformprozesses „Pastoraler Weg“, auf dem sich das Bistum Mainz befindet. Es ist ein Prozess der Entwicklung und Erneuerung der Kirche im Bistum Mainz. Die Leitung der neuen Pfarreien wird in gemeinsamer, geteilter Verantwortung erfolgen, unbeschadet der rechtlichen Stellung des Pfarrers als Leiter der Pfarrei. Es gibt drei Rollen: Pfarrer, Koordinatorin oder Koordinator, und Verwaltungsleiterin oder Verwaltungsleiter.