Allerheiligen:Ein Segen am Grab – Menschen in ihrer Trauer begegnen

Bei strahlendem Sonnenschein waren an Allerheiligen Mitglieder unserer Trauergruppe und hauptamtliche pastorale Mitarbeiter auf dem alten und dem neuen Friedhof in Viernheim unterwegs. An den Trauerhallen boten sie den Friedhofsbesucherinnen und -besuchern an, die Gräber ihrer Verstorbenen persönlich zu segnen. Dieses Angebot wurde sehr gut angenommen. So machten sich Angela Eckart, Monika Brößner, Conny Wetzel, Doris Adler, Hedi Fieseler und Herbert Kohl gemeinsam mit den Menschen auf den Weg zu den Gräbern ihrer Angehörigen.
Auf dem Weg zum Grab war Zeit für persönliche Gespräche: Wer liegt hier begraben? Was hat Ihnen dieser Mensch im Leben bedeutet? Welche Erinnerungen sind geblieben? Aus diesen Begegnungen entstanden ganz persönliche Momente des Innehaltens. Gemeinsam wurde gebetet, häufig auch das Vaterunser, und mit Weihwasser wurden die Gräber gesegnet. Ein Gebet, ein gutes Wort, ein offenes Ohr und die Bitte um Gottes Segen – manchmal braucht es gar nicht viel, um Menschen in ihrer Trauer nahe zu sein.
Zwei Stunden lang waren die Seelsorgerinnen und Seelsorger von Grab zu Grab unterwegs. Dabei gab es viele berührende Begegnungen und Gespräche. Es war spürbar, wie gut es tat, dass jemand Zeit hatte, zuhörte und die Trauer und die Erinnerung mit aushielt. Die friedliche Atmosphäre auf den Friedhöfen und das sonnige Herbstwetter trugen dazu bei, dass dieser Nachmittag zu einer besonderen Erfahrung wurde – für die Menschen, die das Angebot angenommen haben, aber auch für alle, die diesen Dienst übernommen haben.
Ein herzliches Dankeschön an alle, die sich mit Zeit, offenen Ohren und viel Einfühlungsvermögen auf diesen besonderen Dienst eingelassen haben.