Empfehlung des Runden Tisches:Hildegardkirche

Im Rahmen des Zukunftsdialogs "Vertraute Orte - Neues Leben" haben die Mitglieder des Runden Tisches Empfehlungen für die zukünftige Nutzung der Hildegardkirche, der Marienkirche und der Michaelskirche ausgesprochen.
Die einzelnen Empfehlungen werden wir Ihnen in alphabetischer Reihenfolge in den nächsten Tagen für jeden Kirchenstandort vorstellen.
Für die weitere Diskussion und nachfolgende Aufgaben und Arbeitsschritte zur künftigen Nutzung der Hildegardkirche spricht der Runde Tisch den verantwortlichen Gremien der Pfarrei Hl. Johannes XXIII. folgende Empfehlung aus:
Chance für Sozialzentrum und Quartierstreff

Aufgrund der stadträumlich integrierten Lage in Nähe der Viernheimer Innenstadt sowie dem attraktiven Umfeld mit verschiedenen Infrastrukturangeboten und dem unmittelbar angrenzenden Tivoli-Park wird der Umzug des Viernheimer Sozialzentrums von der bisherigen Randlage an den Standort Hildegardkirche als zielführend für die Viernheimer Stadtgesellschaft angesehen.
Dabei soll sich das Sozialzentrum in den Stadtteil öffnen und mit ergänzenden Angeboten als Quartierstreffpunkt in den Stadtteil hineinwirken.
Hierbei soll im Besonderen auch der Dialog mit der Friedrich-Fröbel-Schule und dem Kindergarten St. Hildegard gesucht werden.
Dabei wird die Öffnung hin zum Tivolipark z.B. in Form eines Cafés als zentraler Bestandteil der Standortentwicklung und als Schlüssel sowohl für die Attraktivität als auch für den Erfolg als öffentlich zugänglicher Stadtteiltreff angesehen.
Ganzheitliche Standortentwicklung und Nachnutzung des bisherigen Sozialzentrums
Der Runde Tisch sieht es als wünschenswert an, alle Angebote des Sozialzentrum am neuen Standort anzusiedeln.
Entsprechend sollen neben der Hildegardkirche auch die Räumlichkeiten des angrenzenden Gemeindehauses sowie die Grünfläche zwischen Gemeindehaus und der Johann-Sebastian-Bach-Straße einbezogen werden.
Neben organisatorischen Gründen wird der Mehrwert für einen kompletten Umzug darin gesehen, den bisherigen Standort freizuziehen und durch eine Nachnutzung am heutigen Standort die an dem Standort Hildegardkirche erforderlich werdenden Investitionen zumindest in Teilen quer zu finanzieren. Sei es durch (Teil-) Verkauf oder Vermietung der Räumlichkeiten.

Nach den grundsätzlich positiven Signalen von Seiten des Sozialzentrums zum empfohlenen Umzug sollen im nächsten Schritt die Gespräche zur Konkretisierung der Idee intensiviert werden, um die Rahmenbedingungen abzustecken. Mit Blick auf die Machbarkeit sollen im Besonderen das Raumprogramm und die dafür zwingend erforderlichen Flächenbedarfe der heutigen Nutzungsangebote für dem Umzug erfasst werden. Dabei soll geklärt werden, ob bei Raumengpässen sowie Nutzungskonflikten ggf. einzelne Angebote (wie z.B. die Werkstätten) am heutigen Standort verbleiben könnten.
Erweiterung des Angebots durch Kooperationen und Synergien
Neben den heutigen Angeboten des Sozialzentrums sieht der Runde Tisch das Potenzial, Angebote, die im weiteren Kontext des Sozialzentrum stehen – wie beispielsweise Schuleingangsuntersuchung und / oder Beratungs- und Hilfsangebote für Kinder und Familien – bei den Überlegungen zur Ausarbeitung der
Standortkonzeption zu berücksichtigen. Um diesbezügliche Synergien auszuloten, sollen entsprechende Gespräche u.a. mit der Friedrich-Fröbel-Schule, der Stadt Viernheim und den zuständigen Behörden wie z.B. dem Landkreis Bergstraße geführt werden. Zudem sieht der Runde Tisch neben den inhaltlichen Synergien hierin auch die Möglichkeit, Mieteinnahmen zu generieren, um eine langfristige wirtschaftliche Umsetzung zu stützen.
Machbarkeitsstudie als Grundlage für die Umsetzung
Der Runde Tisch sieht es als erforderlich an, für den empfohlenen Umzug eine Machbarkeitsstudie erstellen zu lassen, um schlussendlich eine wirtschaftlich tragfähige Umsetzung der Idee auszuloten. Im Rahmen der Machbarkeitsstudie sind auch Fragen zur Belichtung aller Flächen und Räumlichkeiten beim Einbau einer zweiten oder gar dritten Ebene in die Hildegardkirche zu klären, ebenso auch hinsichtlich aus reichender Kapazitäten an Stellplätzen und Platz für die Anlieferung v.a. der Lebensmittel für den Tafel betrieb sowie die Öffnung hin zum Tivoli-Park.
Zum Ausloten der grundsätzlichen Rahmenbedingungen im Vorfeld einer zu erstellenden Machbarkeitsstudie sind in die weiteren Gespräche mit dem Viernheimer Sozialzentrum auch die Stadtverwaltung Viernheim und die zuständigen Denkmalbehörden für ein zielgerichtetes Vorgehen eng einzubinden.